Wladimir Putin: Iran-Krieg als Chance - Expertin sieht Vorteile für Russland
Der Iran-Krieg verändert die geopolitische Lage von Russland. Expertin Sabine Fischer sieht wirtschaftliche und politische Vorteile für Moskau, warnt jedoch zugleich vor wachsendem Einflussverlust in der Region.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
Suche
- Steigende Ölpreise könnten Russlands Einnahmen deutlich erhöhen
- Militärische Entwicklungen könnten Auswirkungen auf den Ukraine-Krieg haben
- Gleichzeitig verliert Moskau an politischem Einfluss im Nahen Osten
Der Krieg im Iran wirkt sich auch auf die geopolitische Position Russlands aus. Die Politikwissenschaftlerin Sabine Fischer erklärte in einem Interview bei "ZDF", dass Moskau trotz möglicher Verluste in einigen Bereichen profitieren könnte.
Mehr News zu Kreml-Chef Wladimir Putin finden Sie am Ende des Textes.
Höhere Ölpreise stärken russische Einnahmen
Nach Einschätzung der Expertin spielen vor allem wirtschaftliche Faktoren eine wichtige Rolle. Steigende Energiepreise könnten Russlands Einnahmen aus dem Ölgeschäft deutlich erhöhen.
Zusätzlich hätten zeitlich begrenzte Lockerungen von Sanktionen neue Spielräume geschaffen. Hintergrund ist die angespannte Lage auf den internationalen Energiemärkten infolge des Konflikts.
Politische und militärische Vorteile für Wladimir Putin möglich
Auch auf politischer Ebene sieht Fischer mögliche Vorteile für den Kreml. Wenn westliche Staaten militärisch eingreifen oder gegen internationales Recht verstoßen, könne Russland dies propagandistisch nutzen. Zudem könnte sich der Krieg indirekt auf den Verlauf des Konflikts in der Ukraine auswirken. Sollten militärische Ressourcen wie Luftabwehrsysteme stärker in anderen Regionen benötigt werden, würde dies Moskau strategisch in die Hände spielen.
Partnerschaft mit Iran bleibt für Wladimir Putin wichtig
Die Beziehungen zwischen Russland und dem Iran gelten weiterhin als eng, auch wenn es sich nicht um ein klassisches Verteidigungsbündnis handelt. In den vergangenen Jahren sei die Zusammenarbeit vor allem in wirtschaftlichen und militärischen Bereichen intensiviert worden.
Gleichzeitig weist Fischer darauf hin, dass Russland zunehmend an Einfluss im Nahen Osten verliere. Bei diplomatischen Vermittlungsversuchen spiele Moskau derzeit nur eine untergeordnete Rolle.
Autokratische Allianzen unter Druck
Ein möglicher politischer Umbruch im Iran könnte laut der Expertin auch negative Folgen für Russland haben. Der Verlust eines autoritären Partners wäre innenpolitisch wie außenpolitisch ein schwieriges Signal für die russische Führung.
Zugleich habe sich die militärische Abhängigkeit vom Iran zuletzt verringert. Während Teheran zu Beginn des Ukraine-Krieges wichtige Drohnen geliefert habe, verfüge Russland inzwischen über eigene Produktionskapazitäten.
Insgesamt zeigt die Analyse, dass der Iran-Krieg Russlands geopolitische Position verändert – mit Chancen, aber auch neuen Risiken.
Mehr News zu Kreml-Chef Wladimir Putin finden Sie hier:
- Machtwort im Ukraine-Krieg – US-Präsident macht Putin knallharte Ansage
- Scharfe Warnung von Juschtschenko – "Er steuert Russland in den Abgrund"
- Russland positioniert sich gegen die USA – Offizielle Gefahr für Deutschland
- Warnung an Putin und Selenskyj – "Hölle wird los sein", wenn der Krieg weitergeht
- Spott aus Moskau – Russlands Politiker zerlegt US-Präsidenten live im Fernsehen
mlk/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.