Wladimir Solowjow: Putin-Hetzer behauptet: USA bereiten Krieg gegen Moskau vor
Wladimir Putins Chef-Propagandist Wladimir Solowjow behauptet, die Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran seien nur der Auftakt für einen viel größeren Konflikt. Sein Vorwurf: Der Westen bereite damit einen Krieg gegen Russland und China vor.
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Wladimir Solowjow behauptet, Angriffe auf Iran seien Vorbereitung auf Krieg gegen Russland und China
- In seiner Sendung zeichnet er das Bild eines bevorstehenden globalen Konflikts
- Russische Staatsmedien stellen westliche Militäraktionen zunehmend als Bedrohung für Russland dar
Im russischen Staatsfernsehen sorgt erneut eine drastische Aussage eines bekannten Kreml-Propagandisten für Aufmerksamkeit. Wladimir Solowjow, einer der lautstärksten Unterstützer von Präsident Wladimir Putin, verbreitete in seiner Sendung eine weitreichende Verschwörungsthese über die jüngsten militärischen Entwicklungen im Nahen Osten.
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Putin-Propagandist Wladimir Solowjow erhebt schwere Vorwürfe im Russen-TV
Seiner Darstellung zufolge verfolgen die Vereinigten Staaten und Israel mit ihren Angriffen auf den Iran ein viel größeres Ziel. Wörtlich sagte Solowjow: "The US and Israel conduct strikes against Iran as a preparation for a war with Russia and China." Übersetzt bedeutet das: "Die USA und Israel führen Angriffe gegen den Iran durch, um einen Krieg gegen Russland und China vorzubereiten." Veröffentlicht wurden die jüngsten Behauptungen Solowjows vom ehemaligen ukrainischen Parlamentsabgeordneten Anton Geraschenko. Auf seiner X-Seite veröffentlichte er ein Video, das Solowjow während seiner neuerlichen Wut-Tirade zeigt.
Russian propagandist Solovyev says that the US and Israel conduct strikes against Iran as a preparation for a war with Russia and China. pic.twitter.com/chmifPzBDp
— Anton Gerashchenko (@Gerashchenko_en) March 9, 2026
USA proben Krieg gegen Russland und China - Solowjow zeichnet Szenario eines globalen Konflikts
Mit dieser Aussage stellt der russische TV-Kommentator die militärischen Aktionen im Nahen Osten in einen deutlich größeren geopolitischen Zusammenhang. Nach seiner Darstellung seien die Angriffe nicht nur Teil eines regionalen Konflikts, sondern ein strategischer Schritt des Westens. Ziel sei es, Russland und China langfristig militärisch unter Druck zu setzen.
Solowjow gehört seit Jahren zu den einflussreichsten Stimmen der staatlich kontrollierten Medienlandschaft in Russland. In seinen Sendungen vertritt er regelmäßig aggressive Positionen gegenüber westlichen Staaten und unterstützt die außenpolitische Linie des Kremls.
Kreml-Medien verschärfen Anti-West-Rhetorik
Die Aussagen passen in ein Muster, das sich seit Beginn des Ukraine-Krieges immer stärker zeigt: Russische Staatsmedien stellen militärische Aktivitäten westlicher Staaten häufig als direkte Bedrohung für Russland dar.
Solche Narrative dienen vor allem dazu, innenpolitische Unterstützung für die Außenpolitik des Kremls zu mobilisieren und den Konflikt mit dem Westen als Teil eines globalen Machtkampfes darzustellen. Mit der Behauptung, die Angriffe auf den Iran seien eine Vorbereitung auf einen Krieg gegen Russland und China, hebt Solowjow diese Rhetorik nun auf eine neue Eskalationsstufe.
Beobachter sehen in solchen Aussagen vor allem ein propagandistisches Instrument. Russische Staatsmedien nutzen geopolitische Krisen regelmäßig, um das Bild eines feindlichen Westens zu zeichnen.
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sba/fka/news.de
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