Rückschlag für Wladimir Putin: Kreml-Chef wegen immenser Verluste zu drastischen Maßnahmen gezwungen
Wladimir Putin plagen massive personelle Probleme: Mehr als eine Million Russland-Soldaten ist seit Kriegsbeginn getötet worden, der Nachwuchs stockt. Vor lauter Verzweiflung greift der Kreml-Chef zu drastischen Maßnahmen.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Immense Verluste in Russlands Armee machen Wladimir Putin zu schaffen
- 1.100 tote Soldaten pro Tag: Russland geht der Armee-Nachwuchs aus
- Kreml-Chef muss mit schlecht ausgebildeten Soldaten Vorlieb nehmen
Mehr als vier Jahre liegt der Beginn von Wladimir Putins Angriffskrieg auf die Ukraine inzwischen zurück, doch der Kreml-Chef macht weiter keine Anstalten, das Blutvergießen im russischen Nachbarland einzustellen. Dabei läuft es für die russische Armee alles andere als glänzend - vor allem in personeller Hinsicht, wie das finnische Nachrichtenportal "Uusi Suomi" schreibt.
Wladimir Putin hat ein Personalproblem: Ausbildung von Soldaten ist zu zeitintensiv
Die russischen Streitkräfte stehen demnach vor einem gravierenden Personalproblem. Nach Einschätzung des finnischen Militärexperten Jarmo Nieminen leidet Wladimir Putins Armee unter einem "dringenden Mangel" an Soldaten. Die enormen Verluste an der Front können nicht mehr kompensiert werden. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigt diese Entwicklung. Bei einer Pressekonferenz erklärte er laut "Ukrainska Pravda", dass die Ukraine Schwächen bei den russischen Truppen in bestimmten Gebieten wahrnehme – dies sei ein "neues Gefühl". "Es ist sehr bedeutsam, dass sie beim Personal etwas schwächer sind. Sie haben keine Zeit für Ausbildung", so Selenskyj. Aus seiner Sicht habe Russland ein erhebliches Problem mit der Truppenstärke. Die Folge: Immer mehr untrainierte Rekruten werden direkt ins Kampfgebiet geschickt.
Ukraine-Krieg aktuell: Russische Armee stark dezimiert durch 1.100 Tote pro Tag
Das Ausmaß der russischen Verluste ist verheerend. Nach Angaben der Analyseplattform "Carnegie Politika" wurden seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 mehr als eine Million Soldaten getötet oder erlitten schwere Verwundungen. Allein im vergangenen Jahr 2025 fielen etwa 400.000 russische Kämpfer – durchschnittlich rund 1.100 Tote täglich. Besonders alarmierend ist die Zahl der Vermissten. Bis Ende 2025 wurden etwa 90.000 Anträge eingereicht, um verschollene Soldaten gerichtlich für tot erklären zu lassen. Diese Dimension der Verluste erklärt, warum Kreml-Chef Putin zunehmend Schwierigkeiten hat, die Lücken in den eigenen Reihen zu füllen. Der enorme Blutzoll zwingt die russische Militärführung dazu, immer schneller Ersatz an die Front zu schicken – mit fatalen Konsequenzen für die Kampfkraft.
Ukrainische Soldaten empfinden Mitleid mit überforderten Gegnern aus Russland
Der Personalmangel hat direkte Auswirkungen auf die Ausbildungsqualität. Kremlchef Wladimir Putin hatte ursprünglich zugesichert, dass jeder neue Soldat mindestens 30 Tage Training erhält, bevor er in den Kampf geschickt wird. Dieses Versprechen lässt sich angesichts der dramatischen Verluste nicht mehr einhalten.
"Weil das Tempo der Verlustergänzung die Verluste nicht deckt, verkürzt sich die mögliche Ausbildungszeit", erläutert Nieminen gegenüber der finnischen Zeitung "Uusi Suomi". Die Konsequenz sei ein Teufelskreis: Vertraglich verpflichtete Rekruten müssten nach kürzester Zeit an die Front, was wiederum zu steigenden Opferzahlen führe. Berichte von der Frontlinie zeichnen ein erschütterndes Bild. "Ukrainische Soldaten berichten sogar, dass sie Mitleid mit den russischen Kämpfern haben", so der Militärexperte. Dort kämpften teilweise völlig unvorbereitete Truppen.
Wladimir Putin fehlt Soldaten-Nachschub - Kriegsvorteil für die Ukraine?
Die Rekrutierung neuer Kräfte wird für Wladimir Putin zunehmend zur Herausforderung. Zwar gelingt es Russland laut "Carnegie Politika" weiterhin, monatlich bis zu 40.000 Vertragssoldaten anzuwerben. Doch die Qualität dieser Neuzugänge verschlechtert sich deutlich. Viele Rekruten stammen aus sozial schwachen Verhältnissen – darunter Arbeitslose und Gefängnisinsassen. Um die Anwerbeziele zu erreichen, hat die Regierung die Eintrittsgelder für den Militärdienst verdoppelt. Dennoch sinkt die Bereitschaft, für Geld in den Krieg zu ziehen, kontinuierlich. Militärexperte Nieminen zieht aus verschiedenen Faktoren ein klares Fazit: Russland sei in letzter Zeit gescheitert. Die Gesamtsituation bewerte er derzeit als "positiv für die Ukraine".
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