Iran-Krieg aktuell: Warnung vor wachsender Terror-Gefahr und "Vergeltungsmaßnahmen" in Deutschland
Der infolge von Luftangriffen im Iran entfesselte Krieg könnte sich auch in Deutschland bemerkbar machen: Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung warnt vor einer deutlich verschärften Gefahrensituation in der Bundesrepublik.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- USA und Israel greifen Iran an - Ajatollah Chamenei bei Luftangriff getötet
- Terror-Gefahr in Deutschland steigt massiv an
- Antisemitismusbeauftragter warnt vor erhöhter Gefahrensituation für jüdisches Leben in Bundesrepublik
Der militärische Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran hat unmittelbare Folgen für die Sicherheitslage in Deutschland. Felix Klein, der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, sieht eine deutlich verschärfte Gefahrensituation für jüdisches Leben hierzulande.
Steigende Terror-Gefahr in Deutschland nach Luftangriffen auf Iran
"Nach dem Angriff der USA und Israel auf den Iran müssen wir von einer gesteigerten Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland ausgehen", erklärte Klein gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Besonders nach dem Tod des iranischen Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei bestehe die Gefahr, dass Teheran seine Netzwerke in Deutschland für Anschläge auf jüdische und israelische Einrichtungen aktiviere. Klein verwies auf ein bekanntes Muster: "Den Mechanismus zwischen erhöhten Spannungen im Nahen Osten und verstärkten Angriffen auf jüdisches Leben in Europa haben wir in der Vergangenheit immer wieder gesehen."
Deutschland als Anschlagsziel? Geheimdienstkontrolleur warnt vor Schläferzellen
Auch Marc Henrichmann, Vorsitzender des parlamentarischen Geheimdienstkontrollgremiums, ruft zur erhöhten Wachsamkeit auf. Der CDU-Politiker hält "Vergeltungsmaßnahmen, auch durch iranische Schläferzellen in Europa" für möglich, wie er der "Süddeutschen Zeitung" sagte. Das Regime in Teheran habe bereits mehrfach bewiesen, dass es terroristische Aktivitäten auch jenseits der eigenen Landesgrenzen durchführe. Israelische, jüdische sowie amerikanische Einrichtungen stünden dabei seit langem besonders im Visier. Trotz der angespannten Lage sieht Henrichmann jedoch keinen Anlass für übertriebene Sorgen – die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen böten ausreichend Schutz.
Bundesinnenministerium prüft verstärkte Schutzmaßnahmen
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Das Bundesinnenministerium reagierte bereits am 28. Februar auf die zugespitzte Sicherheitslage. Die Behörden von Bund und Ländern analysierten die Gefährdungssituation angesichts der aktuellen Entwicklungen kontinuierlich, teilte ein Sprecher mit. Man sei in höchster Alarmbereitschaft und werde die Schutzmaßnahmen bei Bedarf entsprechend anpassen. Gleichzeitig stellte das Ministerium klar, dass der Schutz jüdischer Einrichtungen grundsätzlich in den Zuständigkeitsbereich der Bundesländer falle. Die enge Abstimmung zwischen den verschiedenen Sicherheitsebenen soll gewährleisten, dass auf mögliche Bedrohungen schnell reagiert werden kann.
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loc/news.de/dpa/stg
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