Friedrich Merz: Klatsche für den Bundeskanzler - Olaf Scholz schlägt ihn deutlich

Knapp ein Jahr nach der Bundestagswahl zeigen sich die Deutschen deutlich unzufrieden mit der neuen schwarz-roten Bundesregierung. Fast alle Ministerinnen und Minister der Ampel werden in einer neuen Umfrage besser bewertet. Auch für CDU-Kanzler Friedrich Merz gibt es eine heftige Ohrfeige.

Erstellt von - Uhr

Ex-Kanzler Olaf Scholz (l.) kann sich über einen Umfrage-Erfolg gegen seinen Amtsnachfolger Friedrich Merz (r.) freuen. (Foto) Suche
Ex-Kanzler Olaf Scholz (l.) kann sich über einen Umfrage-Erfolg gegen seinen Amtsnachfolger Friedrich Merz (r.) freuen. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
  • Mehrheit bewertet in neuer Umfrage die Arbeit von Ex-Kanzler Olaf Scholz besser als die von Friedrich Merz
  • Auch die Ministerinnen und Minister von Schwarz-Rot schneiden überwiegend schlechter ab als ihre Vorgänger aus der Ampel-Regierung
  • Deutsche sind bei den Themen Verteidigung und Migrationetwas zufriedener

Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP war vorzeitig gescheitert. Deshalb gab es vor rund einem Jahr vorgezogene Bundestagswahlen. Die Union gewann die Wahl und stellte mit CDU-Chef Friedrich Merz den neuen Kanzler in einer schwarz-roten Regierung mit der SPD. Doch wie zufrieden sind die Deutschen heute mit Merz sowie der Arbeit seiner Ministerinnen und Ministerinnen? Eine neue Umfrage zeichnet ein erschreckendes Bild für die aktuelle Regierung.

Umfrage-Klatsche für Friedrich Merz: Ex-Kanzler Olaf Scholz schlägt den CDU-Chef

Die Erhebung, die das Meinungsforschungsinstitut Insa für die "Bild" durchführte, ist vor allem für den Bundeskanzler alarmierend. Denn nur 22 Prozent finden, dass Friedrich Merz seine Arbeit besser macht als Vorgänger Olaf Scholz, wie das Boulevardblatt berichtet. 35 Prozent bewerten hingegen den SPD-Politiker besser. Für 33 Prozent hat sich nichts verändert. Hinzu kommt, dass in der Umfrage lediglich zwei Minister besser abschneiden als ihre Amtsvorgänger:

  • Außenminister Johann Wadephul (CDU) gewinnt mit 29 zu 19 Prozent gegen Annalena Baerbock (Grüne)
  • Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) schlägt Nancy Faeser (SPD) mit 25 zu 20 Prozent

Rückschlag für Schwarz-Rot ein Jahr nach der Bundestagswahl: Minister der Ampel-Regierung werden besser bewertet

In allen anderen Ressorts sehen die Umfrageteilnehmer die Ministerinnen und Minister der gescheiterten Ampel-Regierung vorn:

  • Finanzministerium: Christian Linder (FDP, 24 Prozent) gegen Lars Klingbeil (SPD, 22 Prozent)
  • Wirtschaftsministerium: Robert Habeck (Grüne, 27 Prozent) gegen Katherina Reiche (CDU, 19 Prozent)
  • Arbeitsministerium: Hubertus Heil (SPD, 24 Prozent) gegen Bärbel Bas (SPD, 14 Prozent)
  • Gesundheitsministerium: Karl Lauterbach (SPD, 23 Prozent) gegen Nina Warken (CDU, 17 Prozent)
  • Justizministerium: Mark Buschmann (FDP, 16 Prozent) gegen Stefanie Hubig (SPD, 10 Prozent)
  • Verkehrsministerium: Volker Wissing (ehemals FDP, 17 Prozent) gegen Patrick Schnieder (CDU, 11 Prozent)
  • Bauministerium: Klara Geywitz (SPD, 16 Prozent) gegen Verena Hubertz (SPD, 10 Prozent)

Schwarz-Rot schneidet laut "Bild" bei den Themenfeldern Verteidigung und Migration stärker ab als die Ampel. 32 beziehungsweise 30 Prozent sehen hier eine Verbesserung. Doch die Vorgängerregierung hat nach Ansicht der Mehrheit bei den Punkten "Konjunktur ankurbeln", "Bürokratie abbauen" und "Steuerzahler entlasten" einen besseren Job gemacht.

Auch diese News könnten Sie interessieren:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.