Angela Merkel: Comeback im nächsten Jahr? Erstes Statement der Ex-Kanzlerin

Nach ihrem Besuch beim CDU-Parteitag verdichten sich die Gerüchte um ein mögliches Politik-Comeback von Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie wird als mögliche Bundestagspräsidentin gehandelt. Jetzt gibt es ein erstes Statement.

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Die Aufstellung von Angela Merkel als Kandidatin für die Bundestagspräsidentschaftswahl 2027 wäre ein geschickter Zug der Grünen, um Bundeskanzler Friedrich Merz auszubremsen. (Foto) Suche
Die Aufstellung von Angela Merkel als Kandidatin für die Bundestagspräsidentschaftswahl 2027 wäre ein geschickter Zug der Grünen, um Bundeskanzler Friedrich Merz auszubremsen. Bild: dpa/Sebastian Christoph Gollnow
  • Angela Merkel: Gerüchte um Bundestagspräsidentschaftswahl 2027
  • Erstes Statement vom Büro der Ex-Kanzlerin
  • Grüne könnten Friedrich Merz dadurch Paroli bieten
  • Bundeskanzler vs. Ex-Bundeskanzlerin - eine Fehde, die anhält

Fünf Jahre nach ihrem Rückzug aus der aktiven Politik könnte Angela Merkel vor einem überraschenden Comeback stehen. In Kreisen der CDU kursiert derzeit ein brisantes Gerücht: Die Grünen erwägen offenbar, die frühere Bundeskanzlerin als Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl 2027 ins Spiel zu bringen. Das berichtet die "Bild". Warum dies vom Vorteil wäre?

Angela Merkel bald Bundestagspräsidentin?

Bei den Anhängern der Grünen genießt die 71-Jährige nach wie vor hohe Sympathiewerte. Hinter dem möglichen Vorstoß steckt jedoch mutmaßlich ein taktisches Kalkül: Die Nominierung könnte Kanzler Friedrich Merz in eine schwierige Lage manövrieren.

Update im Gerüchte-Wirrwarr um Angela Merkel - ihr Büro dementiert

Allerdings: Offenbar wird aus dem politischen Schlagabtausch im nächsten Jahr nun doch nichts. Denn:Die frühere Kanzlerin steht nach Angaben ihres Büros nicht für eine Kandidatur für das Amt der Bundespräsidentin zur Verfügung, berichtet die Deutsche Presseagentur in einem Update. Auf eine entsprechende Frage antwortete eine Sprecherin Merkels klar mit "Nein". Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, in CDU-Kreisen kursiere ein Gerücht, wonach die Grünen Merkel für die 2027 anstehende Bundespräsidenten-Wahl als Kandidatin vorschlagen könnten.

Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann sagte der "Rheinischen Post" dazu: "Da ist nichts dran." Sie fügte hinzu: "Zur Bundespräsidenten-Wahl ist bei uns zum jetzigen Zeitpunkt weder etwas besprochen noch entschieden." Die zweite Amtszeit des amtierenden Staatsoberhaupts Frank-Walter Steinmeier endet am 18. März 2027. Er kann nicht wiedergewählt werden.

Dabei hätte ein politisches Comeback von Angela Merkel durchaus ihren Reiz. Vor allem in Kombination mit Friedrich Merz. 

Friedrich Merz vs. Angela Merkel - ein politischer Machtkampf

Das Verhältnis zwischen Merkel und Merz ist von einer jahrzehntelangen Rivalität geprägt. Bereits 2002 drängte die damalige CDU-Chefin ihren Konkurrenten aus dem Amt des Fraktionsvorsitzenden – ein Affront, den Merz nie vergaß.

Die beiden Christdemokraten vertraten grundlegend unterschiedliche Vorstellungen davon, wohin sich ihre Partei entwickeln sollte. Nach dem politischen Scheitern von Merkels Vertrauten Annegret Kramp-Karrenbauer und Armin Laschet gelang Merz schließlich das Comeback – ausdrücklich gegen den Willen der Altkanzlerin. Er übernahm den Parteivorsitz und zog letztlich ins Kanzleramt ein.

Prien und Klöckner als Alternativen im Gespräch

Die CDU-Führung hat indes offenbar bereits eigene Favoritinnen für das Amt des Bundespräsidenten auserkoren. Als aussichtsreiche Kandidatinnen gelten Bildungsministerin Karin Prien sowie Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Bei letzterer gibt es allerdings einen Haken: Ihre enge Verbindung zu Merz dürfte bei SPD und Grünen auf wenig Gegenliebe stoßen.

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