Terrorismus: Mutmaßliche Unterstützer prorussischer Milizen in U-Haft
Drohnen, Medizin, Vereinsgelder: Zwei Männer sollen seit 2016 prorussische Milizen im Donbass unterstützt haben. Deutschlands oberste Strafverfolger lassen sie festnehmen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Nach der Festnahme von zwei mutmaßlichen Unterstützern der prorussischen "Volksrepubliken" Donezk und Lugansk in Brandenburg sind die Verdächtigen in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe setzte die Haftbefehle gegen beide Männer in Vollzug, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Die Behörde wirft ihnen Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor.
Seit 2016 sollen die Beschuldigten – ein Russe und ein Deutscher / in einem Verein bedeutende Rollen eingenommen haben, der den Transport von Versorgungsgütern und Medizinprodukten, aber auch von Drohnen in den ukrainischen Donbass zugunsten von prorussischen Milizionären der sogenannten "Volksrepubliken" Donezk und Lugansk organisierte. Die Bundesanwaltschaft stuft diese Gruppen als terroristische Vereinigungen ein.
Vereinsgelder und Gütertransporte
Der Verein "Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe" ist schon länger im Visier der Ermittlungsbehörden. Der russische Beschuldigte soll laut Bundesanwaltschaft Vereinsgelder von mehr als 14.000 Euro weitergeleitet und Gütertransporte für die Milizen finanziert haben. Sein deutscher Komplize soll Lieferaufträge entgegen genommen und an der Verteilung von Gütern vor Ort mitgewirkt haben.
Beamte des Bundeskriminalamts nahmen die beiden Männer am Mittwoch in den brandenburgischen Landkreisen Dahme-Spreewald und Märkisch-Oderland fest. Im vergangenen Mai hatte es im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die "Volksrepubliken" schon ein mal vom Generalbundesanwalt veranlasste Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg gegeben. Damals wurde niemand festgenommen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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