Drohnen-Angriffe in Russland: Ukraine-Drohnen setzen kriegswichtige Putin-Fabrik in Flammen
Ukrainische Drohnen haben eine kriegswichtige Fabrik in Jelez, rund 250 Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenzen entfernt, in Schutt und Asche gelegt. Augenzeugen-Videos zeigen das Ausmaß der Zerstörung, die Putins Infrastruktur empfindlich trifft.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Ukraine-Krieg aktuell: Berichte über Angriff auf Industriegebiet in Jelez (Oblast Lipezk, Russland)
- Putin-Fabrik nach Drohnen-Angriff lichterloh in Flammen
- Batteriewerk Energija gilt als wichtiger Zulieferer für Putins Rüstungsindustrie
Auch im neuen Jahr tobt der Ukraine-Krieg mit unverminderter Härte weiter. Aktuell sind es Berichte über einen ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Jelez in der Nacht auf den 4. Januar 2026, die die Runde machen. Infolge des Angriffs ist, so ist es unter anderem bei "Kyiv Independent" zu lesen, ein Feuer in einem Industriegebiet ausgebrochen. Die Stadt liegt in der Region Lipezk, etwa 250 Kilometer nördlich der ukrainisch-russischen Grenze.
Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen-Angriff auf russisches Industriegebiet in Jelez
Der Gouverneur der Oblast Lipezk, Igor Artamonow, bestätigte den Vorfall auf seinem Telegram-Kanal und erklärte, dass bei dem Angriff niemand verletzt worden sei. In dem betroffenen Industriegebiet befindet sich unter anderem das Batteriewerk Energija, das als bedeutender Zulieferer für die russische Rüstungsindustrie gilt. In der Fabrik werden demnach Bauteile für das ballistische Raketensystem Iskander und Marschflugkörper produziert.
Augenzeugen berichteten von Rauchsäulen über dem Fabrikgelände und veröffentlichten entsprechende Aufnahmen in sozialen Netzwerken. Die lichterloh brennende Fabrik ist unter anderem in einem Video zu sehen, die von Anton Geraschtschenko, dem früheren Berater des ukrainischen Innenministers, bei X (vormals Twitter) geteilt wurde.
Russian Telegram channels report a strike on Energiya plant in Lipetsk region of Russia.
— Anton Gerashchenko (@Gerashchenko_en) January 4, 2026
This is a key supplier of batteries and accumulators for Russian missile systems and other equipment. The plant is under Western sanctions. pic.twitter.com/WwkjQqzbjW
Ukraine-Drohnen legen wichtige Zulieferer-Fabrik für Russlands Waffenarsenal in Schutt und Asche
Das Werk Energija zählt zu den bedeutendsten Produktionsstätten für chemische Energiequellen in Russland. Die Fabrik stellt Batterien her, die in verschiedenen Waffensystemen zum Einsatz kommen – darunter das ballistische Raketensystem Iskander, Marschflugkörper sowie Drohnen und Gleitbomben. Zu den Abnehmern der Produkte gehören neben dem russischen Verteidigungsministerium auch das Innenministerium, der Inlandsgeheimdienst FSB, die Raumfahrtagentur Roskosmos sowie der Energiekonzern Gazprom. Ukrainische Offizielle bezeichneten die Anlage laut "Kyiv Independent" als "eines der kritischsten Ziele für Russland".
Wladimir Putins kritische Infrastruktur im Visier von ukrainischen Drohnen
Die Fabrik in Jelez geriet bereits mehrfach ins Visier der ukrainischen Streitkräfte. Im Juli 2025 führte eine Attacke zu einem Brand und legte die Produktion vorübergehend lahm, wie der ukrainische Generalstab mitteilte. Auch im Mai 2025 wurde das Werk nach Berichten getroffen.
Die Ukraine greift regelmäßig militärische und industrielle Einrichtungen auf russischem Territorium an, um Moskaus Fähigkeit zur Kriegsführung zu schwächen. Das Batteriewerk Energija gilt dabei als besonders wichtiges strategisches Ziel, da es zentrale Komponenten für verschiedene russische Waffensysteme liefert.
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