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Angela Merkel versagt: Knallharte Abrechnung mit Ex-Kanzlerin! Schäuble zerlegt Putin-Politik

Wolfgang Schäuble rechnet in einem Interview knallhart mit der Russland-Politik unter Angela Merkel ab. Für den CDU-Politiker sei die 68-Jährige bislang nicht unter den "großen Kanzlern" einzuordnen.

Wolfgang Schäuble rechnet mit Angela Merkel ab. (Foto) Suche
Wolfgang Schäuble rechnet mit Angela Merkel ab. Bild: picture alliance / dpa | Bernd von Jutrczenka

Kurz nachdem russische Truppen in der Ukraine einmarschierten, verurteilte Ex-Kanzlerin Angela Merkel den Angriff aufs Schärfste. Trotz zahlreicher Spannungen mit Russland behandelte sie Wladimir Putin während ihrer Amtszeit als fairen Handelspartner. Ein Fehler! Nun rechnet ein jahrelang treuer Begleiter knallhart mit Merkel ab.

Massive Kritik an Angela Merkel: Wolfgang Schäuble rechnet mit Ex-Kanzlerin ab

Im Gespräch mit dem "Handelsblatt" hat der frühere Bundestagspräsident und Ex-Finanzminister Wolfgang Schäuble Fehler im Umgang mit Russland eingeräumt. Auf die Frage, ob er wütend auf sich sei, sagte der CDU-Politiker: "Natürlich. Wir wollten es nicht sehen. Das gilt für jeden." In seiner Zeit als Innenminister habe er mit seinem russischen Amtskollegen darüber gesprochen, wie man gemeinsam den islamistischen Terror bekämpfen könne. "Ich hätte mal gucken können, was Russland in Tschetschenien treibt. Oder auf den damaligen polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski hören." Dieser habe nach Russlands Überfall auf Georgien gewarnt: "Erst kommt Georgien, dann die Ukraine, dann Moldawien, dann die baltischen Staaten und dann Polen. Er hat recht behalten", sagte Schäuble.

Fehler in Russland-Politik! Putin kündigte Überfall auf Ukraine an

Mit Blick auf Ex-Kanzlerin Angela Merkel sagte Schäuble, es sei bemerkenswert, "dass sie auch jetzt in Bezug auf Russland nicht sagen kann, dass wir Fehler gemacht haben". Man hätte wissen können, dass der Kreml-Chef die Ukraine angreifen würde, gesteht der CDU-Politiker. "Putin hat öffentlich gesagt, der Zerfall der Sowjetunion sei die größte Katastrophe und dass er das rückgängig machen wolle", sagt Schäuble im Interview.

Zur Frage, ob seine Aufzählung der großen Kanzler - darunter Konrad Adenauer, Willy Brandt und Helmut Kohl - vollständig sei, sagte Schäuble: "Sie ist vorläufig abgeschlossen. Ob Frau Merkel unter den großen Kanzlern einzuordnen sein wird, das ist vielleicht noch zu früh, um das abschließend zu beurteilen."

"Merkel war die größte Katastrophe für Deutschland!"

Im Netz lösen die Aussagen von Wolfgang Schäuble eine Debatte aus. "#Schäuble sagte nun mit Blick auf #Merkel, es sei bemerkenswert, 'dass sie auch jetzt in Bezug auf Russland nicht sagen kann, dass wir Fehler gemacht haben'. Manche lernen es eben nie! Das waren leider nicht der einzigen Fehler von Frau Merkel", wettert ein Twitter-Nutzer. "Er hat Recht, die größte Katastrophe für Deutschland war Merkel, dicht gefolgt von Schröder", heißt es in einem anderen Tweet.

Andere können nicht verstehen, wieso Schäuble ausgerechnet jetzt so hart mit der Ex-Kanzlerin ins Gericht fährt. "Der nächste, bitte: Alte, weiße Dudes, die es ihr Leben lang nicht verkraftet haben, dass sich eine Frau erdreistet hat, 16 Jahre lang Kanzlerin zu sein. #Schäuble #Merkel", heißt es in einem Tweet.

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/bos/news.de/dpa

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