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Doppelgänger-Getuschel in Teheran: Echter Putin oder Double? Das verrät die Körpersprache

Ist er's oder ist er's nicht? Als Wladimir Putin vergangene Woche in Teheran eintraf, schlugen die Gerüchte Purzelbäume. War der echte Kreml-Chef gelandet oder sprang ein Doppelgänger ein? Ein Blick auf die Körpersprache verrät die Antwort.

Ist er's oder ist er's nicht? Der Auftritt Wladimir Putins in Teheran ließ Doppelgänger-Gerüchte aufkommen. (Foto) Suche
Ist er's oder ist er's nicht? Der Auftritt Wladimir Putins in Teheran ließ Doppelgänger-Gerüchte aufkommen. Bild: picture alliance/dpa | Ebrahim Noroozi

Es war nicht nur das Gipfeltreffen zwischen dem iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und Russlands Präsident Wladimir Putin, das die Blicke der Welt am 19. Juli auf Teheran richtete - wilde Gerüchte um den Kreml-Despoten, der sich zu Gesprächen mit seinen Amtskollegen im Iran einfand, beschäftigten internationale Beobachter mindestens in gleichem Umfang wie die Inhalte des Gipfeltreffens. War es tatsächlich Wladimir Putin persönlich, der nach Teheran reiste - oder hatte der Kreml einen Doppelgänger geschickt?

Wladimir Putin von Doppelgänger ersetzt? Gerüchteküche brodelt bei Teheran-Besuch über

Den Stein ins Rollen gebracht hatte der ukrainische Generalmajor Kyrylo Budanow, der, kaum dass Wladimir Putin in Teheran gelandet war, ein bizarres Gerücht in die Welt setzte. "Schauen Sie sich bitte den Moment an, in dem Putin aus dem Flugzeug steigt. Ist es überhaupt Putin?", so die Andeutung von Budanow in einem TV-Interview.

Einer, der sich die Vermutung, anstelle des echten Wladimir Putin sei ein Double in den Iran geschickt worden, genauer angeschaut hat, ist Stefan Verra, seines Zeichens Experte für Körpersprache. Der österreichische Autor beschäftigt sich bereits mehrere Jahre mit Mimik und Gestik von Wladimir Putin und hat seine Erkenntnisse in Büchern wie "Leithammel sind auch nur Menschen. Die Körpersprache der Mächtigen" niedergeschrieben. Kann ein Blick auf die Körpersprache Wladimir Putins in Teheran entschlüsseln, ob hier tatsächlich der echte Kreml-Chef aus dem Flieger steigt?

Körpersprache-Experte analysiert Putin-Auftritt in Teheran: Wie krank ist der Kreml-Chef wirklich?

Für "Focus Online" hat Stefan Verra den jüngsten Auslandsauftritt Putins analysiert und mit Bewegtbildern der vergangenen Wochen und Monate verglichen. "Wir haben in den letzten Wochen und Monaten einen Wladimir Putin gesehen, der sehr wenig Mimik, sehr zurückhaltende Gestik gezeigt hat", schildert der österreichische Fachmann. "Viele Experten haben ihm da natürlich sofort Krankheiten angedichtet, Ferndiagnosen erstellt. Frage ist, wie geht das zusammen mit den Bildern?"

Energiegeladen und lächelnd in Teheran "Das ist ein ganz anderer Wladimir Putin"

In Teheran zeigte sich Wladimir Putin nämlich alles andere als schlapp und kraftlos, wie auch Stefan Verra erkannte: Man sehe deutlich, "wie schwungvoll er zum ersten Gesprächspartner geht", sogar ein Lächeln auf Putins Gesicht ist erkennbar. "Das ist ein ganz anderer Wladimir Putin. Aber nur, wenn man nicht genau hinschaut", gibt der Körpersprachen-Kenner zu bedenken. Bei genauerer Betrachtung sei dem Kreml-Chef die unterschwellige Anspannung anzusehen: "Seine linke Faust geht immer wieder auf und zu. (...) Dann ist natürlich noch sein linker Arm. Der schwingt sehr frei - aber sein rechter bewegt sich nahezu nie", beschreibt der österreichische Autor Putins Bewegungen weiter. In selbige sollte man jedoch nicht zu viel hineininterpretieren, mahnt Verra: "Jeder, der Wladimir Putin schon mehrere Jahrzehnte beobachtet, so wie ich das mache, der weiß: Das ist eine typische Bewegung und nun gilt in der Körpersprache: Bewegungen, die immer wieder gemacht werden, verlieren an Bedeutung."

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Echter Putin oder Doppelgänger? Das sagt der Körpersprachen-Experte

Bei seiner Antwort auf die Frage, ob die Videoaufnahmen den echten Putin oder ein Double zeigen, legt sich Stefan Verra ebenfalls fest: "Wahrscheinlich ist es Wladimir Putin selber. Warum? Seine Bewegungen sind typisch und fügen sich so gut in seine Bewegungen eben ein, die wir seit Jahrzehnten kennen." Gänzlich ausgeschlossen sei es jedoch nicht, dass lediglich eine Kopie des Kreml-Despoten in Teheran landete - allerdings erfordere es eine Menge Detailverliebtheit, um ein perfektes Ebenbild zu kreieren, wie Stefan Verra anmerkt: "Wenn es ein Double sein sollte, dann muss man sagen, dieses Double hat Wladimir Putin wahnsinnig gut beobachtet und nahezu perfekt kopiert."

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