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Wladimir Putin attackiert: Viel zu auffällig! China wütend wegen Putins Atom-Bombern

Es sollte eine Demonstration von Macht und Stärke sein, es könnte jedoch zu einer Verstimmung zwischen Moskau und Peking geführt haben. Chinesische Einsatzkräfte haben eine gemeinsame Militär-Übung vorzeitig beendet.

Steht es um das russisch-chinesische Verhältnis nicht zum Besten? Bild: picture alliance/dpa/AP | Eraldo Peres

Ziehen da etwa dunkle Wolken am Himmel zwischen den sonst so eng befreundeten Verbündeten Russland und China auf? Einige Beobachter wollen neuesten Berichten zufolge Spannungen im Verhältnis der beiden Weltmächte ausgemacht haben. Die Grenzen war bis zuletzt klar definiert: China erklärte erst jüngst, dass es Moskaus Recht auf "Sicherheit und Souveränität" in der Ostukraine voll und ganz unterstütze. Im Umkehrschluss wird davon ausgegangen, dass Peking einen ähnlichen Schritt wie Wladimir Putin in Bezug auf Taiwan durchführen könnte.

Wladimir Putin und Xi Jinping: Ist ihre Freundschaft belastet?

Allerdings steht China auch vor einem schwierigen Problem. Die Verantwortlichen in Peking sind bestrebt, gerade wegen der zunehmenden Isolierung Russlands, an allen Fronten ein globaler Akteur zu bleiben. Auch das Verhältnis zu den USA sollte nicht noch weiter belastet werden. Als wichtiger Handelspartner Moskaus wirkt sich der Krieg nachteilig auf die chinesische Wirtschaft aus, da der direkte Handel und die globale Unsicherheit ihren Tribut von China fordern. Angesichts des bevorstehenden Kongresses der Kommunistischen Partei Chinas im August ist Präsident Xi Jinping zudem bestrebt, die Beziehungen sowohl zu Russland als auch zu den Vereinigten Staaten zu stabilisieren.

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Peking will russisch-chinesische Atom-Bomber nicht zeigen

Vor diesem Hintergrund muss wohl die vermeintliche Missstimmung betrachtet werden, die zwischen Russland und China aktuell herrschen soll. Die beiden Mächte hatten eine gemeinsame Militärübung geplant, die als Machtdemonstration während der in Japan abgehaltenen Quad-Gespräche zwischen Australien, Indien, Japan und den USA stattfinden sollte. Danil Bochkov, ein Russland-China-Experte, schrieb auf Twitter dazu: "Die Präsentation strategischer russisch-chinesischer Bomber, die Atomwaffen tragen können, war als Gegenschlag zum Vierergipfel in Japan gedacht."

China zögert bei Militär-Demonstration mit Russland

Wie "Express.co.uk" berichtet, wollten russische Beamte die Machtdemonstration noch weiter treiben, indem sowohl gemeinsame Überwasseroperationen als auch Luftmanöver durchgeführt werden sollten. Auch von der Demonstration eines mutmaßlichen Bodeneinsatzes war die Rede. Stattdessen habe Peking sein Militär angewiesen, ausschließlich Luftübungen durchzuführen. Angeblich habe die chinesische Seite gezögert, da die "Aktivitäten zu auffällig" gewesen wären. Ist es der Beweis für einen ersten kleinen Bruch zwischen China und Russland?

Das erscheint doch eher unwahrscheinlich, zumal Bochkov bei Twitter mittlerweile nachlegt: "Am Donnerstag und Freitag wurden sieben russische Kriegsschiffe gesichtet, die sich vor der Küste von Japans nördlichster Insel Hokkaido in Richtung Süden bewegten. Zwei chinesische Raketenzerstörer wurden auf dem Weg von der Tsushima-Straße ins Ochotskische Meer gesichtet, als sie die japanischen Gewässer passierten." Offenbar war die Verstimmung nur von kurzer Dauer.

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