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Kim Jong-un: Nordkorea zittert vor Putin! Machthaber befürchtet russischen Einmarsch

Kim Jong-un zittert vor Wladimir Putin! Der Nordkorea-Machthaber hegt die Befürchtung, seinem Land könnte es schon bald wie der Ukraine ergehen. Einzig Nordkoreas Atomwaffen verhindern momentan einen russischen Einmarsch, sind sich Partei-Funktionäre sicher.

Fürchtet Kim Jong-un eine russische Invasion? Bild: picture alliance/dpa/KCNA | -

Nicht nur der Westen sondern auch Nordkorea-Machthaber Kim Jong-un scheint die Entwicklungen im Ukraine-Krieg mit Sorge zur verfolgen. Wie aktuell der britische "Mirror" berichtet, fürchtet der Diktator bereits, dass es Nordkorea schon sehr bald wie der Ukraine ergehen könnte und Wladimir Putin auch hier einmarschieren könnte.

Kim Jong-un fürchtet Einmarsch Putins in Nordkorea

Demnach sind sich hochrangige Partei-Funktionäre sicher, dass Nordkoreas Atomwaffen das einzige sind, was das Land derzeit vor einer russischen Invasion schützt. Demnach sind die Beamten von Kim Jong-un der Meinung, Putin wäre niemals in die Ukraine einmarschiert, hätte dieseihr Lager mit sowjetischen Atomwaffen behalten.

Kim Jong-un kann Ukraine-Invasion als Rechtfertigung für Atomwaffen-Arsenal nutzen

"Seit Russlands Invasion in der Ukraine sagen immer mehr Parteikader in Nordkorea, dass Pjöngjang seine Atomwaffen niemals aufgeben kann", berichtet aktuell auch das Nachrichtenblatt "Daily NK". Dabei handelt es sich um eine Zeitung, die Quellen innerhalb Nordkoreas hat, aber im benachbarten Südkorea sitzt. "Nordkorea hängt offenbar seit der Krise in der Ukraine immer mehr an seinem Nukleararsenal", ist in dem Bericht weiter zu lesen.

Kim Jong-un sicher: Ukraine hätte Atomwaffen behalten sollen

Nach dem Fall der UdSSR im Jahr 1991 besaß die Ukraine laut "Mirror" etwa ein Drittel des sowjetischen Nukleararsenals, gab die Waffen jedoch 1994 im Austausch gegen Sicherheitsgarantien von Russland und Großbritannien auf. Laut Kim Jong-uns Partei-Funktionären ein schwerer Fehler, der sich nun rächt.

Nordkorea auf altem Atomtestgelände zugange - was plant Kim Jong-un?

Der Nordkorea-Diktator scheint derweil sein eigenes Arsenal wieder flott zu machen. Zumindest zeigen aktuelleSatellitenbilder neue Aktivitäten am nordkoreanischen Atomtestgelände Punggye-ri, das zuletzt 2017 für eine Detonation verwendet wurde, bevor es 2018 offiziell geschlossen wurde. Zudem meldete dieInternationale Atomenergiebehörde (IAEA) am Montag Bauarbeiten im Atomkraftwerk Yongbyon, welches Material für Atomwaffen herstellt.

Ukraine-Krieg bremst Denuklearisierung Nordkoreas aus

Rückt damit das Ziel einer Denuklearisierung einmal mehr in Weite ferne? Im Gespräch mit "NK News" erklärte Lee Yang-goo, ehemaliger südkoreanischer Botschafter in der Ukraine: "Nordkorea hatte bereits keine große Bereitschaft zur Denuklearisierung. Aber wenn man sich die grafischen Szenen aus der Ukraine ansieht, wird Pjöngjang seine interne und externe Rechtfertigung für den Besitz von Atomwaffen weiter festigen. Jetzt nach dieser Krise wird es für jedes Land schwierig sein, Nordkorea einen Denuklearisierungsantrag zu stellen."

Kim Jong-un gibt US-Regierung Schuld am Ukraine-Krieg

Die Bedenken der nordkoreanischen Elite stehen im direkten Widerspruch zu dem, was Nordkorea öffentlich verlautbaren ließ. Kim Jong-un gab die Schuld am Ukraine-Krieg den USA. Bei einer UN-Abstimmung am 2. März stimmte Nordkorea als eines von nur vier Ländern gegen eine Resolution zur Verurteilung der Invasion. "Für Nordkorea ist es wichtiger, Russland zu unterstützen und diese Unterstützung in Begriffen des anhaltenden westlichen Imperialismus als Bedrohung der nationalen Souveränität Russlands zu kleiden, was auch Pjöngjang fürchtet", erklärte Chris Ogden, Dozent an der School of International Relations an der University of St. Andrews.

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