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Coronavirus-News aktuell: Kein Lockdown für Geimpfte! Kanzleramtschef warnt vor 4. Welle

Experten warnen vor einer vierten Welle im Herbst. Kanzleramtschef Helge Braun sieht für Geimpfte jedoch keinen Grund zur Panik. Lediglich Ungeimpfte müssten mit Einschränkungen rechnen. Rechtlich sei das sogar möglich.

Helge Braun wirbt für die Corona-Impfung. Bild: dpa

Mit steigenden Infektionszahlen wächst die Angst vor einer vierten Coronawelle im Herbst. Einen Lockdown wie bisher dürfte es aber nicht geben. Solange die Impfstoffe gegen die Delta-Variante so gut helfen, sei ein klassischer Lockdown nicht mehr nötig, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU). Aber wenn Deutschland eine hohe vierte Welle bekäme, würde das nicht ohne Auswirkungen bleiben.

Coronavirus-News aktuell: Kanzleramtschef Braun kündigt an: Kein Lockdown für Geimpfte

Der CDU-Politiker hat die Menschen zur Corona-Impfung aufgerufen und mögliche Einschränkungen im Herbst für Ungeimpfte angekündigt. Es gebe zwei Argumente für die Impfung, sagte Braun der "Bild am Sonntag". Die Impfung schütze zu 90 Prozent vor einer schweren Corona-Erkrankung. "Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte." Und weiter: "Bei hohem Infektionsgeschehen trotz Testkonzepten würden Ungeimpfte ihre Kontakte reduzieren müssen", erklärte er. "Das kann auch bedeuten, dass gewisse Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich wären, weil das Restrisiko zu hoch ist."

Einschränkungen für Ungeimpfte rechtlich möglich? Staat muss Bürger*innen schützen

Auf die Frage, ob das rechtlich zulässig wäre, antwortete Braun mit einem "Ja". "Der Staat hat die Pflicht, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen", erklärte er. "Dazu gehört ein Gesundheitswesen, das im Winter nicht erneut Krebs- und Gelenkoperationen zurückstellen muss, um Corona-Patienten zu behandeln. Und dazu gehört auch der Schutz derjenigen, die ungeimpft sind."

Wenn die Inzidenz wie erwartet steige, werde es auch sehr schwer werden, die Infektionen aus den Schulen herauszuhalten. "Daher ist für mich ganz klar: Eltern, Lehrer, Hausmeister und Schulbus-Fahrer müssen sich impfen lassen. Wenn diese Gruppen alle geimpft sind, ist die Gefahr für die Kinder geringer." Zudem müsse die Maskenpflicht in öffentlichen Bussen und Bahnen und im Schulunterricht konsequent gelten, wo Abstand und Lüftung nicht ausreichten.

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bua/news.de/dpa