30.06.2021, 13.58 Uhr

Wladimir Putin: Russischer Präsident lüftet Impf-Geheimnis - und stichelt gegen Westen

Mehr als drei Monate nach seiner Impfung gegen das Coronavirus hat Wladimir Putin das Geheimnis zu dem ihm verabreichten Vakzin gelüftet. Im russischen Staatsfernsehen sprach der Russland-Präsident über seine Impferfahrung - und stichelte gegen den Westen.

Wladimir Putin sprach im russischen Staatsfernsehen über seine Impfung - und stichelte gegen den Westen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Sergei Savostyanov

Mehr als drei Monate nach seiner Impfung hat der russische Präsident Wladimir Putin nun doch das Geheimnis zu dem ihm im März verabreichten Präparat gelüftet. Er habe sich mit dem russischen Impfstoff Sputnik V impfen lassen, verriet Putin am Mittwoch bei der im Staatsfernsehen übertragenen Sendung "Der direkte Draht".

Putin spricht über Erfahrung mit Russen-Vakzin Sputnik V

"Die Impfung ist ungefährlich", sagte Putin im TV und betonte, dass es keine ernsthaften Nebenwirkungen gebe. Zuvor hatte der 68-Jährige stets abgelehnt, den Namen des Impfstoffs zu nennen.

Russischer Präsident stichelt gegen Impfstoffe von Astrazeneca und Pfizer

Zugleich behauptete Putin, dass das Vakzin besser sei als andere Impfstoffe. "Gott sei Dank, gibt es bei uns keine solchen tragischen Situationen nach der Impfung - wie nach der Verabreichung von Astrazeneca und Pfizer", sagte Putin.

Impfstoff Sputnik V bisher ohne Zulassung der WHO und EU

Russland steht im Westen immer wieder in der Kritik, dort entwickelte Vakzine schlecht zu reden. Im Gegensatz zu westlichen Impfstoffen hat Sputnik V bisher keine Zulassung der Weltgesundheitsorganisation oder der EU. Das Vakzin ist inzwischen in mehr als 60 Ländern zugelassen. Russland selbst erlaubt keine westlichen Impfstoffe.

Putin möchte keine landesweite Impfpflicht in Russland einführen

Der Kremlchef sprach sich einerseits erneut gegen eine landesweite Impfpflicht in Russland aus. Zugleich verteidigte er die Einführung einer verpflichtenden Impfung in einzelnen Regionen, um dort einen wirtschaftlich folgenreichen Lockdown zu verhindern.

In Moskau etwa hatte es zuletzt einzelne Proteste gegen eine Zwangsimpfung gegeben. In der besonders stark vom Coronavirus betroffenen Hauptstadt sind Arbeitgeber in vielen Branchen aufgefordert, die Impfung ihrer Mitarbeiter durchzusetzen.

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sig/fka/news.de/dpa