Bundestagswahl 2021

Landtagsabgeordnete Demuth fordert Armin Laschets Rücktritt

Nach 16 Jahren Kanzlerschaft von Angela Merkel stürzt die Union mit Armin Laschet auf ein Rekordtief, die SPD mit Olaf Scholz legt zu. Laut vorläufigem Ergebnis hat die SPD gewonnen. Alle aktuellen News zur Bundestagswahl 2021 gibt es hier.

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Coronavirus News am Sonntag: Laschet schließt verlängerten Lockdown nach 10. Januar nicht aus

Auch heute meldeten die Gesundheitsämter wieder über 20.000 neue Corona-Infektionen. An diesem Sonntag wollen sich Bund und Länder auf Details des geplanten Lockdowns einigen. Schon ab Mittwoch sollen die meisten Geschäfte geschlossen bleiben.

Die aktuellen Coronavirus-News aus Deutschland. Bild: AdobeStock/peterschreiber.media

Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 20.200 neue Corona-Infektionen übermittelt. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor. Der Höchststand war am Freitag mit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil amWochenendeweniger getestet wird. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 17.767 gelegen.

Coronavirus-Lage in Deutschland: Neuinfektionen, Todesfälle und R-Wert

Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 321 neue Todesfälle. Der bisherige Höchstwert von 598 Toten war ebenfalls am Freitag erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21.787.

Insgesamt zählt das Robert Koch-Institut seit Beginn der Pandemie 1.320.716 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 13.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 967.900 Menschen inzwischen genesen. Rund 331.000 Menschen sind hierzulande aktuell an Covid-19 erkrankt.Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,11 (Vortag: 1,03). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 111 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Lesen Sie auch: Experte erklärt: Warum die Infektionszahlen nicht fallen können

Die aktuellen Corona-News vom Sonntag

Die aktuellen Neuigkeiten zum Coronavirus in Deutschland erfahren Sie hier in unserem Ticker.

+++ Laschet schließt harte Maßnahmen auch nach 10. Januar nicht aus +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) schließt eine Verlängerung der harten Corona-Auflagen über den 10. Januar hinweg nicht aus. Wenn erforderlich, werde es auch danach weitere Maßnahmen geben, sagte Laschet am Sonntag nach den telefonischen Bund-Länder-Beratungen in Düsseldorf. Es werde jetzt alles getan, die Corona-Zahlen bis dahin zu senken.

Laschet wollte aber keine konkreten Prognosen abgeben: "Das hat die Pandemie in diesem Jahr gelehrt: Jegliche Prognose (...), die über vier Wochen ausgerichtet ist, geht schief", sagte er. "Es ist meistens anders gekommen, als Experten geraten haben und als wir selbst auch in unseren Verordnungen festgelegt haben."

+++ Schwesig: Schulen bis Klasse 6 und Kitas können offen bleiben +++

An den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern kann Präsenzunterricht in den Jahrgangsstufen bis zur 6. Klasse im verschärften Corona-Lockdown weiterhin grundsätzlich möglich sein. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte am Sonntag in Schwerin aber, dass sie empfehle, Kinder, wo dies möglich sei, zu Hause zu lassen. Die Präsenzpflicht könne auch nach den Weihnachtsferien zunächst ausgesetzt werden, und es könne stattdessen von zu Hause aus gelernt werden.

Kitas sollen demnach ebenfalls grundsätzlich offen bleiben. Auch hier sprach sich Schwesig dafür aus, dass Eltern ihre Kinder, sofern möglich, zu Hause lassen sollen. Von Montag an sind in weiten Teilen des Bundeslandes bereits verschärfte Maßnahmen für Schüler ab der 7. Klasse geplant. Diese sollen dann per Internet unterrichtet werden. Diese Maßnahmen sind zunächst bis zum 10. Januar vorgesehen.

+++ Präsenzpflicht an Schulen in Rheinland-Pfalz bis 15.1. ausgesetzt +++

Rheinland-Pfalz setzt die Präsenzpflicht an den Schulen von Mittwoch an aus. Das sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Sonntag nach einer Schalte der Länderregierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Für die Schüler, die bis zum Ferienbeginn am Freitag nicht zu Hause betreut werden könnten, blieben die Schulen offen. Nach den Ferien werde es vom 4. Januar bis 15. Januar Fernunterricht geben.

+++ Bayrischer Landkreis überschreitet Inzidenzwert von 600 +++

Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt der bayerische Landkreis Regen die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (13. Dezember, 0.00 Uhr) hat die Region im Bayerischen Wald die Schwelle von 600 neuen Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche übersprungen und weist nun einen Wert von 604,6 auf (Vortag: 572,3). Zudem liegen den RKI-Angaben zufolge drei sächsische Landkreise über der 500er-Marke: Bautzen (574,1 | Vortag: 538,1), Görlitz (510,4 | 457,8) und der Erzgebirgskreis (505,8 | 472,3).

+++ Ab Mittwoch kein Unterricht an Thüringens Schulen mehr +++

Ab Mittwoch wird aufgrund der Corona-Pandemie der Präsenzunterricht in allen Schulen Thüringens laut Bildungsministerium ausgesetzt. Damit werden alle Schülerinnen und Schüler bis 22. Dezember im häuslichen Lernen unterrichtet. Gleiches gilt vom 4. bis 8. Januar.

Ausnahmen gelten für Klassenarbeiten und Klausuren, die für den Schulabschluss 2021 unaufschiebbar sind. Diese dürfen unter Einhaltung der Hygienebestimmungen stattfinden. Für Kinder der Klassenstufen Eins bis Sechs und der Förderschulen werde bei Bedarf eine Notbetreuung angeboten. Eine Vorabanmeldung ist laut Mitteilung dafür nötig.

+++ Bund erhöht Corona-Finanzhilfen für Unternehmen +++

Angesichts des harten Lockdowns ab Mittwoch erweitert der Bund Corona-Finanzhilfen für Unternehmen. Das geht aus dem Beschlusspapier nach den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am Sonntag hervor.

+++ Merkel: Corona-Auflagen von Anfang November haben "nicht gereicht" +++

Der seit Anfang November geltende Teil-Lockdown hat nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) "nicht gereicht". Das exponentielle Wachstum der Corona-Neuinfektionen habe eine Zeit lang gestoppt werden können, sagte Merkel nach Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am Sonntag in Berlin. Dann habe es aber eine "Seitwärtsbewegung" gegeben, und seit einigen Tagen gebe es wieder ein exponentielles Wachstum.

Das Vorhaben sei immer gewesen, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden, sagte Merkel. Die nun beschlossene Verschärfung der Maßnahmen habe Auswirkungen auf die Feiertage. Aber: "Wir sind zum Handeln gezwungen und handeln jetzt auch."

+++ Trotz Pandemie Geburtstag mit 23 Freunden - jede Menge Anzeigen +++

Ein junger Mann aus der Nähe von Garmisch-Partenkirchen (Bayern) hat die Warnungen vor Corona in den Wind geschlagen und mit 23 Freunden seinen Geburtstag gefeiert. Anwohner in dem Ort Wallgau hatten die Polizei informiert, dass sich mehrere Personen in einer Garage zu einer Party getroffen hätten, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Als die Beamten eintrafen, waren 24 Feierende im Alter zwischen 19 und 27 Jahren in der Garage. Die Beamten lösten die Party am Samstagabend auf, der Gastgeber und seine 23 Freunde erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

+++ Entwurf vor Bund-Länder-Runde: Lockdown vom 16. Dezember an +++

Deutschland steht angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen vor einem harten Lockdown deutlich vor Weihnachten. In einem am Sonntagmorgen vom Bundeskanzleramt an die Länder geschickten Beschlussentwurf zur Bund-Länder-Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) von 10.00 Uhr an wird vorgeschlagen, den Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf vom 16. Dezember bis zum 10. Januar zu schließen. Der der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren Quellen vorliegende Entwurf trägt die Datumszeile 13. Dezember, 7.46 Uhr.

Nach dpa-Informationen ist der Entwurf nach Beratungen im Bund-Länder-Kreis vom Samstag mit einzelnen Ländern abgestimmt. Mehr dazu, welche Geschäfte ab Mittwoch geschlossen sind und welche noch geöffnet haben, das lesen Sie HIER!

+++Vor Corona-Beratungen: Lockdown schon ab Mitte der Woche möglich +++

Wegen der weiter steigenden Corona-Infektionszahlen müssen sich die Menschen in Deutschland noch vor Weihnachten auf einen harten Lockdown einstellen. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten wollen an diesem Sonntagvormittag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer Videokonferenz zusammenkommen und werden mit großer Wahrscheinlichkeit deutliche Verschärfungen der geltenden Regeln beschließen.

Laut dem Magazin "Business Insider" soll der Lockdown spätestens ab dem 16. Dezember gelten. Darauf hätten sich die Chefs der Staatskanzleien mit dem Kanzleramt am Samstagabend verständigt. Weiter hieß es, das Kanzleramt wolle lieber schon den 15. Dezember als Starttermin. Eine endgültige Entscheidung solle am Sonntagmorgen bei einer Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten fallen.

Daneben sollen private Treffen nach dem Bericht weiterhin auf zwei Haushalte und maximal fünf Personen beschränkt werden - Kinder unter 14 Jahren nicht eingerechnet. Vom 24. bis 26. Dezember werde die Obergrenze auf maximal zehn Personen erhöht. Dann sollen auch mehr als zwei Haushalte erlaubt sein, wenn es sich um direkte Verwandte handele. Der umstrittenste noch offene Punkt ist dem Bericht zufolge das Thema Schulen und Kitas. Grundsätzlich einig sei man sich, dass es bis 10. Januar keinen Präsenzunterricht geben soll. Wie das konkret umgesetzt werde, hänge von den Regelungen der einzelnen Länder ab. Bei den Kitas plädiere das Kanzleramt für eine Schließung, die Länder wollten sie offen halten.

+++ Polizei bewacht Impfstoff-Transporte +++

Wie die "Bild" am Sonntag berichtet, stellt sich die Berliner Polizei darauf ein, die Corona-Impfstoff-Transporte zu bewachen. Auch die künftigen sechs Impfzentren in der Hauptstadt werden unter dem Schutz der Polizei stehen, wie Innensenator Andreas Geisel gegenüber dem Blatt sagte. "Selbstverständlich wird es einen angemessenen Schutz geben." Gesichert würden zudem die geheimen Orte, an denen die Impfdosen gelagert werden.

+++ Ikea, Media Markt und Saturn: Abholservice muss bleiben +++

Ikea, Media Markt und Saturn fordern angesichts des bevorstehenden harten Lockdowns, dass ihr Abholservice weiter erlaubt bleibt. "In der aktuellen Situation halten wir es für dringend geboten, dem von Geschäftsschließungen betroffenen Einzelhandel weiterhin einen Abholservice mit kontaktloser Übergabe flächendeckend möglich zu machen", sagte eine Ikea-Sprecherin dem Nachrichtenportal "watson".

Auch bei Saturn und Media Markt hofft man, nicht gänzlich auf reinen Online-Handel umsteigen zu müssen. "Wir stehen aktuell mit den politischen Entscheidungsträgern auf Bundes- und Landesebene im Austausch, um die Möglichkeit von "Click & Collect", der Abholung online bestellter Waren an separaten Abholstationen an unseren Märkten, weiterhin zu ermöglichen", zitiert das Portal eine Sprecherin der Elektronik-Ketten.

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sba/news.de/dpa

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