Tom Skerritt tot: Überwältigende Trauer um "Top Gun"-Star - Hollywood verabschiedet sich
Vor sechs Jahrzehnten begann Tom Skerritt seine Schauspielkarriere. Neben "Alien" und "Top Gun" prägte ihn eine TV-Rolle, für die er 1993 ausgezeichnet wurde. Nun muss Hollywood Abschied nehmen.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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- US-Schauspieler Tom Skerritt mit 93 Jahren gestorben
- Unvergessliche Rollen in „Alien", „Top Gun" und „MASH"
- Emmy-Auszeichnung für seine Hauptrolle in „Picket Fences"
- Julia Roberts und weitere Weggefährten nehmen emotional Abschied
Über sechs Jahrzehnte hinweg prägte Skerritt das amerikanische Kino mit unvergesslichen Auftritten. Als Kapitän Dallas steuerte er in Ridley Scotts Science-Fiction-Meilenstein "Alien" das Raumschiff Nostromo, neben Tom Cruise gab er in "Top Gun" den erfahrenen Commander "Viper" Metcalf. Auch in Robert Altmans Kriegssatire "MASH" und dem Robert-Redford-Drama "Aus der Mitte entspringt ein Fluss" hinterließ er bleibenden Eindruck.
"Wir sind untröstlich über seinen Verlust", teilte seine Familie laut "Hollywood Reporter" mit. "Während die Welt Tom durch seine bemerkenswerte Schauspielkarriere kannte, kannten wir ihn für seinen Humor, seine Neugier, Weisheit, Großzügigkeit und die Liebe, die er in unser Leben brachte."
Tom Skerritt tot - vom Kriegsfilm-Debüt zum gefragten Charakterdarsteller
Geboren wurde Skerritt 1933 in Detroit, Michigan. Seine Laufbahn vor der Kamera nahm 1962 ihren Anfang, als er gemeinsam mit Robert Redford in dem Kriegsdrama "Hinter feindlichen Linien" erstmals auf der Leinwand zu sehen war.
Den entscheidenden Karriereschub erhielt er acht Jahre später durch Robert Altman. Der Regisseur besetzte ihn 1970 als Captain Augustus "Duke" Forrest in der preisgekrönten Kriegssatire "MASH" – an der Seite von Donald Sutherland. Der Film machte Skerritt in Hollywood zu einem gefragten Namen.
In den folgenden Jahren etablierte er sich als vielseitiger Charakterdarsteller, der sowohl in großen Blockbustern als auch in anspruchsvollen Dramen überzeugte. Zu seinen frühen bemerkenswerten Arbeiten zählt auch "The Turning Point" von 1977, der für elf Academy Awards nominiert wurde.
Von "Alien" bis "Top Gun" – Skerritts größte Leinwandmomente
1979 übernahm Skerritt in Ridley Scotts Sci-Fi-Horror "Alien" die Rolle des Nostromo-Kapitäns Dallas – eine Figur, die Filmgeschichte schrieb. Obwohl er in keiner der Fortsetzungen mitwirkte, lieh er der Figur 2014 im Videospiel "Alien: Isolation" erneut seine Stimme.
Sieben Jahre nach "Alien" stand er für "Top Gun" neben Tom Cruise vor der Kamera und verkörperte den abgeklärten Ausbilder Commander "Viper" Metcalf. In "Magnolien aus Stahl" (1989) mimte er gemeinsam mit Sally Field den Vater einer schwerkranken jungen Frau, gespielt von Julia Roberts.
Besonders am Herzen lag Skerritt das Drama "Aus der Mitte entspringt ein Fluss" (1992) unter Robert Redfords Regie. Darin gab er einen strengen Geistlichen im Montana der 1920er Jahre, dessen rebellischen Sohn Brad Pitt in einer seiner ersten großen Rollen verkörperte. Zum 30-jährigen Jubiläum bezeichnete Skerritt den Film auf Instagram als eines seiner "absoluten Lieblingsprojekte".
Emmy-Triumph und ein Leben jenseits der Leinwand
Neben seiner Filmkarriere war Skerritt auch im Fernsehen äußerst präsent. Seinen größten TV-Erfolg feierte er als eigenwilliger Sheriff Jimmy Brock in der Dramaserie "Picket Fences" (1992–1996). Für diese Rolle wurde er 1993 mit dem Emmy als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie ausgezeichnet – im darauffolgenden Jahr erhielt er eine weitere Nominierung.
Darüber hinaus trat er in zahlreichen bekannten Serien auf, darunter "Cheers", "The West Wing", "Will & Grace", "Roseanne" und "The Twilight Zone". Auch auf der Theaterbühne war er aktiv und gab 2013 sein Broadway-Debüt in einer Adaption von John Grishams "A Time to Kill".
Abseits der Schauspielerei engagierte sich Skerritt für Militärveteranen. Er half bei der Gründung des Red Badge Project, einer Organisation, die Veteranen durch kreatives Schreiben und Geschichtenerzählen unterstützt.
Emotionale Abschiedsworte von Weggefährten
Oscar-Preisträgerin Julia Roberts, die in "Magnolien aus Stahl" Skerritts Film-Tochter spielte, würdigte ihren verstorbenen Kollegen auf Instagram. Zu einem gemeinsamen Foto mit gebrochenem Herz-Emoji schrieb die 58-Jährige, Skerritt sei "ein leuchtendes Vorbild eines sanftmütigen Mannes" gewesen.
Auch Schauspielerin Lauren Holly, die in "Picket Fences" an seiner Seite stand, meldete sich zu Wort. Auf Instagram erklärte sie, Skerritt sei von allen geliebt und respektiert worden – gemeinsam hätten sie viel gelacht.
Seine Familie betonte, dass Skerritt neben Kreativität und Vorstellungskraft besonders die Natur und das Geschichtenerzählen am Herzen gelegen hätten. Hinter ihm lässt er seine dritte Ehefrau Julie Tokashiki, fünf Kinder, fünf Enkelkinder sowie zwei Urenkel zurück. 2022 war er noch mit dem Mary Pickford Award der International Press Academy für sein künstlerisches Lebenswerk geehrt worden.
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ife/sfx/news.de/dpa/stg
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