Todesstrafe: Bericht: Papst setzte sich für Aussetzung von Pike-Hinrichtung ein

Die Hinrichtung von Christa Pike scheiterte - trotz Giftspritze. Der erste Papst aus den USA soll sich im Vorfeld für die Aussetzung eingesetzt haben. Auch US-Bischöfe kritisierten das Vorgehen.

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Papst Leo XIV., der US-Amerikaner Robert Prevost, winkt nach dem Konklave auf dem Balkon des Petersdoms im Vatikan. (Foto) Suche
Papst Leo XIV., der US-Amerikaner Robert Prevost, winkt nach dem Konklave auf dem Balkon des Petersdoms im Vatikan. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alessandra Tarantino

Papst Leo XIV. hat sich einem italienischen Medienbericht zufolge für die Aussetzung der Hinrichtung der zum Tode verurteilten Christa Pike aus den USA eingesetzt. Der Vatikan habe darum bereits vor dem gescheiterten Hinrichtungsversuch gebeten, berichtete die Zeitung "La Repubblica". Eine Antwort habe der Heilige Stuhl allerdings nicht erhalten, hieß es weiter. Eine Bestätigung des Berichts aus dem Vatikan gab es zunächst nicht.

Die 50 Jahre alte Pike sollte am Mittwochabend mit einer Giftspritze hingerichtet werden. Doch nachdem ihr nach Angaben der Behörden die im Protokoll vorgesehenen zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht worden waren, lebte sie weiter. Sie wurde anschließend in eine medizinische Einrichtung außerhalb des Gefängnisses gebracht. Wie Pikes Prognose ist und welche gesundheitlichen Folgen sie davontragen könnte, ist bislang unklar.

Leo forderte schon weltweite Abschaffung der Todesstrafe

Der Vatikan lehnt die Todesstrafe ab. Leo - der erste Papst aus den USA - forderte schon in der Vergangenheit die weltweite Abschaffung der Todesstrafe. Anlässlich des 15. Jahrestages der Abschaffung der Todesstrafe im US-Bundesstaat Illinois erklärte das katholische Kirchenoberhaupt im April, die Würde des Menschen gehe auch nach dem Begehen sehr schwerer Verbrechen nicht verloren. Menschliches Leben müsse geschützt werden.

Bischöfe aus dem US-Bundesstaat Tennessee, in dem Pike hingerichtet werden sollte, hatten sich ebenfalls im Vorfeld für die Aussetzung der Hinrichtung eingesetzt. Die Bischöfe von Nashville, Memphis und Knoxville hätten den Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, dazu aufgefordert, hieß es in einer Erklärung. Sie erklärten, "weiter in allen Belangen für das Leben einzutreten und die Menschenwürde zu verteidigen, die jeder Mensch als Kind Gottes besitzt".

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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