Prozess in München: Missbrauch auf dem Schulweg? Mann schweigt vor Gericht

Mitten am Tag überfällt ein Mann ein Mädchen – doch sie wehrt sich mutig und entreißt ihm das Messer. So jedenfalls sieht es die Staatsanwaltschaft. Jetzt steht der Mann vor Gericht.

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Ein zwölf Jahre altes Mädchen ist Mitte Juli 2025 auf dem Heimweg von einer Schulveranstaltung. Dabei soll ein Mann nach bisherigen Ermittlungen das Mädchen mit einem Klappmesser bedroht haben, um sie zu missbrauchen. Der Fall beschäftigt nun das Landgericht München I.

Die Staatsanwaltschaft wirft einem heute 49-Jährigen unter anderem schweren sexuellen Missbrauch von Kindern und gefährliche Körperverletzung vor. Zum Prozessauftakt schwieg der Angeklagte zu den Vorwürfen.

Messer entrissen - Mann flüchtet

Laut Anklage hatte der Mann am Nachmittag des 14. Juli 2025 das Kind, das von einer Schulveranstaltung nach Hause zurückkehren wollte, in Ottobrunn (Landkreis München) zunächst verfolgt und dann mit "Pst-Geräuschen" auf sich aufmerksam gemacht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kannten sich der Angeklagte und das Mädchen nicht.

Als sich das Mädchen zu dem Mann umdrehte, soll der Angeklagte die damals Zwölfjährige gepackt und ihr eine circa 6 Zentimeter lange Klinge an den Hals gedrückt haben. Den Ermittlern zufolge soll er sie dann auf eine Sitzbank gedrückt und auf die Lippen geküsst haben, während er ihr weiterhin das Messer an den Hals hielt.

Mädchen erlitt schwere Verletzungen an der Hand

Nach dem Kuss sei es dem Mädchen gelungen, mit ihrer rechten Hand die Klinge zu greifen und dem Mann das Messer aus der Hand zu reißen, erklärte die Staatsanwältin weiter. Der Angeklagte sei darauf zu Fuß geflüchtet. Bei dem Abwehrkampf verletzte sich das Mädchen an der Hand, die dann operiert werden musste. Außerdem soll das Mädchen psychisch stark belastet worden sein, was einen stationären Aufenthalt in einem Krankenhaus zur Folge hatte.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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