Deutschland-Wetter spielt verrückt: Erst 31 Grad, dann kommt der Wettersturz – ist der Sommer endgültig vorbei?
Deutschland bekommt noch einmal einen ordentlichen Sommer-Schub. Nach einem freundlichen Wochenstart steigen die Temperaturen auf bis zu 31 Grad. Gleichzeitig wächst die Gewittergefahr. Doch dann droht der große Wetterumschwung.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
Suche
- Sonne satt zum Wochenstart: Am Montag wird es vielerorts freundlich und bis zu 28 Grad warm
- Bis zu 31 Grad: Zur Wochenmitte meldet sich der Hochsommer zurück – allerdings steigt auch die Gewittergefahr
- Wettersturz zum Wochenende: Am Freitag zieht ein Regenband auf, örtlich sind kräftige Gewitter und Sturmböen möglich
Der Sommer meldet sich zurück. Nach einem Wochenende, das sich vielerorts fast schon herbstlich anfühlte, startet Deutschland mit reichlich Sonne und angenehmen Temperaturen in die neue Woche. Doch Obacht: Zwar soll das Quecksilber erneut über die 30-Grad-Marke klettern, doch gleichzeitig steigt auch die Gewittergefahr.
Weitere aktuelle Wetter-Meldungen finden Sie am Ende dieses Artikels.
Sonne und Gewitter im Wechsel: Wetter zeigt sich zweigeteilt in Deutschland
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet am Montag (24.08.2026) überwiegend freundliches Wetter. Die Höchstwerte liegen meist zwischen 22 und 25 Grad, im Südwesten sind sogar bis zu 28 Grad möglich. Zwar ziehen im Nordosten und Südwesten zeitweise Wolken auf, doch die dürften das Sommergefühl kaum trüben. Abgesehen von ganz vereinzelten Schauern zwischen Vorpommern und der Uckermark bleibt es trocken. "Wir starten mit einem super Tag in die neue Woche", zeigt sich Wetter-Experte Karsten Brandt gegenüber der "Bild" optimistisch. Doch das freundliche Sommerwetter hält nicht überall und nicht die gesamte Woche über.
Bereits in der Nacht zum Dienstag (25.08.2026) stellt sich die Wetterlage um. Aus Richtung der Biskaya gelangt zunehmend wärmere und feuchtere Luft in den Südwesten Deutschlands. Schon am frühen Morgen kann von Frankreich und der Schweiz her teils gewittriger Regen aufziehen. Während der Nordosten weiterhin von sonnigem und trockenem Sommerwetter profitiert, verdichten sich im Südwesten rasch die Wolken. "Diese Niederschläge greifen im Tagesverlauf teils auch auf die mittleren Landesteile über. Nachfolgend treten im Südwesten Schauer und einzelne Gewitter auf", erklärt DWD-Meteorologe Nico Bauer. Die Temperaturen bleiben dennoch sommerlich und erreichen 20 bis 27 Grad. Damit beginnt eine deutliche Wetter-Zweiteilung: Während im Nordosten häufiger die Sonne scheint, müssen sich der Westen und Südwesten immer wieder auf Schauer und Gewitter einstellen.
Bis zu 31 Grad: Sommer-Hitze kommt zurück
Zur Wochenmitte dreht das Thermometer dann weiter auf. Am Mittwoch (26.08.2026) sind laut DWD im Markgräfler Land bereits bis zu 30 Grad möglich. An der Küste bleibt es dagegen mit rund 22 Grad deutlich kühler. Abseits des Nordostens können sich allerdings teils kräftige Sommergewitter entwickeln. Der Donnerstag (27.08.2026) könnte schließlich zum heißesten Tag der Woche werden. Der DWD erwartet örtlich bis zu 31 Grad. Doch der rasche Temperaturanstieg könnte für viele Menschen spürbar werden. Dr. Karsten Brandt spricht gegenüber "Bild" von "Kopfschmerz-Temperaturen". "Erst war es kühl, jetzt geht es von heute auf morgen wieder nach oben. Unser Kreislauf wird ganz schön gefordert." Besonders in der Mitte und im Süden Deutschlands steigt am Donnerstag die Gefahr kräftiger Schauer und Gewitter. Der äußerste Nordosten kann dagegen erneut auf viel Sonnenschein hoffen.
Wetterumschwung am Freitag: DWD schließt Unwetter nicht aus
Die sommerliche Wärmephase könnte allerdings ein schnelles Ende finden. Bereits in der Nacht zum Freitag (28.08.2026) zieht von Westen ein gewittrig durchsetztes Regenband über Deutschland. Der DWD schließt dabei eine Unwetterentwicklung ausdrücklich nicht aus. Auch schwere Sturmböen können in Gewitternähe auftreten. Am Freitag dominieren dann vielerorts dichte Wolken und teils kräftiger Regen, der sich langsam in Richtung Nordosten verlagert. Dabei zeigt sich erneut ein deutlicher Temperaturunterschied: Während es im Westen nur noch etwa 22 Grad warm wird, können im Osten und in Bayern noch 27 bis 28 Grad erreicht werden. Mit dem Durchzug der Front geht die kurze Hitzephase dann deutlich zurück. DWD-Meteorologe Bauer hatte bereits zu Wochenbeginn einen spürbaren Temperaturrückgang zum Wochenende angekündigt. Am Alpenrand kann es zudem in der Nacht zum Samstag länger anhaltend regnen.
Wochenende wieder wechselhaft, windig und deutlich frischer
Nach der kurzen Sommer-Offensive wird das Wetter zum Wochenende wieder unbeständiger. Am Samstag und Sonntag erwartet der DWD erneut Schauer und einzelne Gewitter. Zwar kann sich zwischendurch immer wieder die Sonne zeigen, eine stabile Schönwetterlage ist jedoch nicht in Sicht. Die Temperaturen erreichen nur noch 22 bis 26 Grad. Nachts kann es mit 10 bis 14 Grad deutlich frischer werden. Dazu weht teils kräftiger bis starker Wind aus Südwest bis West.
Wie geht es im Spätsommer weiter? Hoch und Tief liefern sich "Machtkampf"
Wie sich das Wetter danach entwickelt, hängt laut Meteorologen von einem Kräftemessen über dem Atlantik ab. Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt gegenüber "Bild": "Über dem Atlantik liegen gerade zwei Wetter-Schwergewichte im Clinch: ein Blockadehoch einerseits, ein Skandinavien-Tief andererseits." Setzt sich das Hoch durch, könnten die Temperaturen bis weit in den September hinein noch einmal auf 28 bis 30 Grad steigen. Gewinnt dagegen das Tief die Oberhand, droht laut Jung eine "eiskalte Abfuhr" mit Wind und ungemütlichem Wetter. Der DWD rechnet derzeit zunächst mit einer wechselhaften Westwetterlage bis Anfang September – inklusive weiterer Schauer und zeitweise auffrischendem Wind.
Weitere Meldungen rund ums Wetter finden Sie hier:
- DWD warnt vor neuen Unwettern – dann kommt die Hitze zurück
- Hitze am Lorenzi-Tag: Das sagt eine alte Bauernregel über das Wetter im Winter voraus
- Deutschland schwitzt weiter: Hitze-Keule kehrt nach kurzer Verschnaufpause zurück
- Umgestürzter Baum erschlägt Mann – Videos zeigen Verwüstung nach Unwetter-Tragödie
- Sommer-Showdown mit Achterbahnfahrt? Das sagt der 100-jährige Kalender
bua/bos/news.de/dpa
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.