Düstere Wetter-Prognose: Deutschland droht ein "tödlicher" Sommer – Meteorologen schlagen Alarm

Die kleine Verschnaufpause könnte schon bald vorbei sein: Wetterexperten zeichnen ein düsteres Bild für den weiteren Sommer. Sie warnen vor extremer Hitze, historischer Trockenheit und möglichen neuen Temperaturrekorden.

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Die Prognose für den restlichen Sommer ist "katastrophal". (Foto) Suche
Die Prognose für den restlichen Sommer ist "katastrophal". Bild: AdobeStock / Arlen
  • Jörg Kachelmann erwartet einen extrem heißen und trockenen Sommer in weiten Teilen Mitteleuropas
  • Klimatologe Karsten Brandt spricht von einer historischen Trockenlage mit gravierenden Folgen
  • Meteorologen halten neue Hitzerekorde im Laufe des Sommers für möglich

Nach einer kurzen Abkühlung könnte Deutschland schon bald die nächste Hitzewelle bevorstehen. Mehrere Meteorologen und Klimatologen erwarten einen außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer – mit weitreichenden Folgen.

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Besonders drastisch formuliert es Meteorologe Jörg Kachelmann. "Es wird ein Scheißsommer für weite Teile Mitteleuropas", schreibt er auf der Plattform X. Dabei meint Kachelmann nicht zu niedrige Temperaturen. Seine Sorge gilt vielmehr einer Kombination aus anhaltender Hitze und zunehmender Trockenheit. Mit Blick auf aktuelle Langfristprognosen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF) erklärt er, dass selbst der August "ziemlich katastrophal" aussehe. Laut ECMWF sollen die Temperaturen im Juli 2026 etwa 1,5 bis 4 Grad über dem langjährigen Mittel liegen, im August 2026 etwa 1,5 bis 3 Grad. Zudem soll der Niederschlag deutlich niedriger ausfallen.

"Man könnte ihn auch tödlich nennen!" Meteorologen mit düsterer Sommer-Prognose

Klimatologe Karsten Brandt teilt Kachelmanns düstere Einschätzung und geht sogar noch weiter. "Die Situation ist eine Katastrophe, wir haben eine historische Trockenlage", erklärt er gegenüber "Bild". Die Auswirkungen seien bereits jetzt dramatisch spürbar: Fische verenden in austrocknenden Gewässern, Vögel finden kaum noch Trinkwasser. Gleichzeitig kämpfen Feuerwehren landesweit gegen Waldbrände, während die Binnenschifffahrt mit erheblichen Einschränkungen zu kämpfen hat. Besonders betroffen sind der Süden und Westen des Landes, wo die Vegetation zunehmend verdorrt. Brandts Fazit fällt entsprechend drastisch aus: "So gesehen haben wir 2026 einen echten Scheißsommer. Man könnte ihn auch tödlich nennen."

Zwei Wochen ohne einen Tropfen Regen

Die kommenden Tage präsentieren sich zunächst von ihrer angenehmen Seite: In Berlin und Hamburg werden rund 27 Grad erwartet, München erreicht 29 Grad, während Köln und Stuttgart die 30-Grad-Marke überschreiten dürften. Doch der Schein trügt. Der Blick auf die nächsten zwei Wochen bereitet Experten erhebliche Sorgen. Weite Teile Deutschlands könnten laut Brandt keinen einzigen Regentropfen abbekommen – bei einer täglichen Verdunstung von zehn Litern und mehr pro Quadratmeter. "Dann reden wir noch mal völlig anders über die Lage", warnt der Klimatologe.

Satellitenaufnahmen der US-Wetterbehörde NOAA zeigen bereits jetzt völlig zerstörte Vegetation in Frankreich. Brandts düstere Prognose: "In einigen Tagen wird Deutschland so ähnlich aussehen."

Nächster Hitzerekord nur eine Frage der Zeit

Diplom-Meteorologe Dominik Jung hält einen erneuten Temperaturrekord für durchaus möglich. Besonders zwischen Ende Juli und Mitte August könnte der Wert von 41,8 Grad aus Möckern-Drewitz erneut erreicht oder übertroffen werden. "Etabliert sich in dieser Zeit eine blockierende Hochdrucklage und trocknen die Böden weiter aus, ist ein neuer Rekord nicht auszuschließen", so Jung. Wetterexperte Johannes Habermehl von Meteored Deutschland sieht die momentane Abkühlung lediglich als kurze Atempause. Bis Mitte Juli würden die Temperaturen vielerorts wieder auf 27 bis 33 Grad steigen – im Süden und Westen drohen tropische Nächte mit Werten über 20 Grad. Für die zweite Monatshälfte rechnet Habermehl damit, dass sich die Hitze festsetzt und täglich weiter zunimmt. Der jüngste Rekord könne "durchaus noch einmal wackeln".

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