Gefährliches Wetter: Waldbrand-Gefahr steigt in Deutschland durch zu viel Sonnenschein
Viel Sonne, trockenes Wetter und eine angenehme Brise: Was für die meisten nach dem perfekten Frühlingstag klingt, bereitet Meteorologen Sorgen. Warum derzeit wieder Waldbrand-Gefahr droht.
Erstellt von Felix Schneider - Uhr
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- Waldbrand-Gefahr steigt aufgrund des anhaltend trockenen Wetters
- Trotz der teils noch kühlen Temperaturen könnte es zu Bränden kommen
- Auch die nächsten Tage bleiben weitgehend trocken und sonnig
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Immer wieder zeigt die Sonne ihr frühlingshaftes Gesicht - das Wetter bleibt trocken, freundlich und leicht windig. Wetterexperten warnen jedoch: Hält das sonnige, trockene Wetter weiter an, könnte es später brenzlig werden. Denn schon ein kleiner Funke kann ausreichen, um bei diesen Bedingungen große Wiesen- und Waldbrände auszulösen.
Wie könnten bei sonnigem Wetter Waldbrände entstehen?
Wetterexperte Dr. Karsten Brandt warnt gegenüber "Bild", dass seine letzten Messungen am Nachmittag eine Luftfeuchtigkeit von 20 Prozent anzeigten. "Das ist schon staubtrocken und extrem niedrig. Normal wären jetzt um die 50 und 60 Prozent." Bleibt die Luftfeuchtigkeit weiterhin niedrig und scheint die Sonne weiter, trocknet das auch die Umgebung - insbesondere die Gräser und Bäume in der Region - stark aus.
Unter diesen Bedingungen können schon kleinste Hitzequellen - etwa ein achtlos weggeworfener Zigarettenstummel oder ein Funke von einem Grill - ein Feuer entfachen. Dieses könnte sich wiederum dank des Windes rasant ausbreiten. Ähnlich können aber auch Blitzeinschläge, starke, direkte Sonneneinstrahlung und Hitze oder andere natürlich bedingte Ursachen einen Brand auslösen.
Wetter bleibt weiterhin trocken und freundlich
Dabei liegen die Höchsttemperaturen für den Freitag laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) derzeit im Norden und Osten gerade einmal bei 12 bis 17 Grad. An Küstenabschnitten mit starkem Wind sind es sogar nur 10 Grad. Andernorts könnten die Temperaturen allerdings 18 bis frühsommerliche 24 Grad erreichen, am wärmsten wird es am Hoch- und Oberrhein. In der Nacht zum Samstag bleibt es weiterhin trocken - auch das Wochenende lockt mit viel Sonnenschein nach draußen. Die Temperaturen können im Südwesten erneut bis zu 24 Grad erreichen.
In der Nacht zum Sonntag dürfte es nur zu geringem Niederschlag kommen, dafür kühlt es sich auf 6 bis 0 Grad runter. Teils ist auch mit Bodenfrost zu rechnen. Tagsüber geht es dafür teils sonnig und trocken mit 12 bis 16 Grad im Nordosten und 16 bis 22 Grad in den anderen Gebieten weiter. Entlang der Küstengebiete erreichen die Temperaturen allerdings wieder nur 10 Grad. Dafür wird es im Breisgau und am Hochrhein am wärmsten. Die Nacht zum Montag bleibt meist gering bewölkt, vereinzelt sind Nebelfelder zu erwarten. Im Nordosten ist außerdem mit mäßigem Frost in Bodennähe zu rechnen.
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sfx/ife/news.de
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