Unfall: Krankenhausgesellschaft: Mehr Verletzte wegen Glätte

Knochenbrüche, Prellungen, Gehirnerschütterungen: Eine steigende Zahl von Glätteunfällen belastet die Notaufnahmen - besonders in der Hauptstadt und im Osten Deutschlands.

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Aktuelle Unfall-Meldungen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa | Marijan Murat

Wegen Stürzen aufgrund von Glätte werden in einigen Teilen Deutschlands zurzeit vermehrt Menschen in Kliniken behandelt. "Die Krankenhäuser berichten von verstärkter Belastung der Notaufnahmen und der stationären Bereiche durch Glätteunfälle", sagte Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft. "Betroffen sind die Regionen, die in den vergangenen Tagen Eisregen und Dauerfrost erlebt haben und weiter erleben". Das seien vor allem der Osten Deutschlands und insbesondere Berlin, wo besonders viele Menschen zu Fuß gehen.

"Leider muss man als Fußgänger in Berlin auch den Eindruck haben, dass die Stadt und die privaten Grundstückseigentümer es nicht schaffen, ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen", sagte Gaß. Davon seien auch Radfahrer betroffen.

Das BG Unfallkrankenhaus in Berlin sei derzeit jeden Tag voll, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Sowohl die Betten als auch die Personalkapazitäten seien mehr als ausgelastet. "Die Chirurgen arbeiten die Nächte durch", so Sprecherin Angela Kijewski.

Großes Spektrum bei Verletzungen

Während die Straßen eisfrei gehalten werde, funktioniere die Räumpflicht der Grundstückseigentümer auf den Geh- und Radwegen weder flächendeckend noch werde sie konsequent durchgesetzt, kritisierte Gaß. Die Krankenhausgesellschaft sehe hier politischen Regelungs- und Veränderungsbedarf. "Krankenhäuser und vor allem die verletzten Patientinnen und Patienten spüren gerade die Konsequenzen einer ungenügenden Regelung der winterlichen Räumpflichten", sagte Gaß.

Das Verletzungsspektrum aufgrund von Glatteis sei sehr breit. Zu den häufigsten Verletzungen gehören demnach Knochenbrüche und schwere Prellungen. In den Krankenhäusern gebe es jedoch auch Patientin mit Gehirnerschütterungen und Platzwunden sowie einige Schwerverletzte. Zudem seien unter den Verletzten alle Altersklassen vertreten. "Generell sind Verletzungen nach Stürzen aber keine Sache nur der Älteren", so Gaß.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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