Unwetter-Warnung heute 03.01.2026: Warnung vor Sturmflut und Orkanböen - Schnee und Glätte sorgen für Unfälle

Orkanböen mit bis zu 130 Stundenkilometer und Wasserstände bis zu zwei Meter über normal – der zweite Januar traf die Republik mit voller Wucht. Auch am Wochenende herrscht in Deutschland weiterhin Wetter-Ausnahmezustand. Wo es besonders brenzlig wird, verrät die aktuelle Wettervorhersage.

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An der Nordseeküste drohte eine Sturmflut. (Foto) Suche
An der Nordseeküste drohte eine Sturmflut. Bild: AdobeStock/ Mahmud (Symbolbild)
  • Aktuelle Wetterprognose für Deutschland im Januar
  • Unwetter-Warnung am 3. Januar 2026
  • Orkanböen von bis zu 130 Stundenkilometer drohen

Deutschland erlebte einen stürmischen Start in den 2. Januar. An der Nordseeküste drohte eine Sturmflut mit Wasserständen von bis zu zwei Metern über dem mittleren Hochwasser. Besonders die nordfriesische Küste und das Elbegebiet waren betroffen.

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Wetter im Januar 2026 aktuell - Orkanböen von bis zu 130 Stundenkilometer drohen

Auf dem Brocken im Harz erreichten die Windgeschwindigkeiten Orkanstärke mit Spitzen von 130 Kilometern pro Stunde. Der Deutsche Wetterdienst warnte in Niedersachsen und Schleswig-Holstein vor schweren Sturmböen. Gleichzeitig fiel die Schneefallgrenze in der Nacht bis ins Flachland, wodurch erhebliche Glätte entstanden ist. Das Bergland und der Norden Deutschlands waren besonders stark vom Wintereinbruch betroffen.

Unwetter-Warnung 2026 - Sturmflut-Warnung an der Nordseeküste

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie rechnete am Freitagmorgen mit einer Sturmflut entlang der deutschen Nordseeküste. An der nordfriesischen Küste sowie im Elbegebiet wurden Pegelstände zwischen 1,5 und zwei Metern über dem mittleren Hochwasser erwartet. Die ostfriesische Küste und das Wesergebiet mussten sich auf Wasserstände von etwa 1,5 Metern über dem Durchschnittswert einstellen. In Wilhelmshaven hatte die Feuerwehr bereits reagiert und forderte Autofahrer auf, sämtliche Parkplätze im Hafenbereich zu meiden.

Unwetter-Alarm in Deutschland: Alle aktuellen Meldungen im News-Ticker

+++ Nacht zu Sonntag laut Wetterdienst wieder glatt +++

Im Laufe des Samstagvormittags soll das Eis nach Prognosen des DWD auf den Straßen wegtauen. Nur im Süden kann es bei Frühwerten bis zu minus neun Grad glatt bleiben. In Teilen Norddeutschlands soll es immer wieder Schneeschauer und kurze Graupelgewitter geben. Gegen Abend werden an der Nordsee schwere Sturmböen erwartet. In der Nacht sinken die Temperaturen auf Tiefstwerte zwischen null und minus neun Grad. In den Alpen sind sogar minus zehn Grad möglich. Dabei rechnen die Wetterexperten wieder mit glatten Straßen.

Im Laufe des Sonntags soll sich dann vor allem im Süden die Sonne zeigen. Im restlichen Land soll es überwiegend bewölkt bleiben. Nördlich des Mains kann es vereinzelt Schneeschauer geben. Die Temperaturen steigen auf bis zu drei Grad. In den Bergen wird das Thermometer aber nicht über minus fünf Grad steigen.

+++ Schnee und Glätte sorgen für Unfälle +++

Wegen vereisten und zugeschneiten Straßen ist es in der Nacht an vielen Orten in Deutschland zu Unfällen gekommen. In Bayern und Norddeutschland blockierten Lkw Autobahnen, die dann für Aufräumarbeiten gesperrt wurden. In Hamburg waren bereits am Freitagnachmittag Dutzende Fahrzeuge auf der Köhlbrandbrücke stecken geblieben. Laut dem Deutschen Wetterdienst können die Straßen auch noch heute Vormittag glatt sein. In der kommenden Nacht muss dann erneut mit glatten Straßen durch überfrierende Nässe, Schnee und Schneematsch gerechnet werden.

+++ Lastwagen kippt um - Lachs fällt auf Autobahn in Bayern +++

Auf der A 93 in der Oberpfalz kippte ein Lastwagen mit Lachs um. Durch den Unfall war der Anhänger des Lastwagens aufgeplatzt und der Fisch verteilte sich über die Fahrbahn, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte. Die Autobahn war bei Wernberg-Köblitz (Landkreis Schwandorf) unter anderem wegen der Bergungs- und Aufräumarbeiten für mehr als zehn Stunden gesperrt. Grund für den Unfall war laut Polizei die glatte Straße, auf der der Lastwagen ins Rutschen geriet. Der Fahrer blieb unverletzt.

+++ Lastwagen blockiert A1 kurz vor Bremen +++

Auch auf der A1 kurz vor Bremen rutschte ein Lastwagen auf der glatten Straße und kollidierte unter anderem mit einem LED-Schild und der Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt. Die Beamten sperrten die Autobahn. Um die Fahrbahn von Eis und Schnee zu befreien, musste die Polizei die Streufahrzeuge durch die Rettungsgasse zum Unfallort lotsen.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern kam es zu zahlreichen Glätteunfällen. Die Polizeidirektion in Neubrandenburg zählte in der Nacht zwölf Unfälle wegen glatter Straßen. Die Direktion in Rostock registrierte 57 Unfälle in den vergangenen 24 Stunden. Dabei wurden neun Menschen leicht verletzt.

+++ Verkehrschaos in Hamburg - Dutzende Fahrzeuge bleiben an Brücke stecken +++

Bereits am Freitagnachmittag hatte das Wetter auch für ein größeres Chaos in Hamburg gesorgt. Auf der Köhlbrandbrücke, die die Hansestadt mit der A7 verbindet, blieben Dutzende Lastwagen und Autos stecken. Sie schafften es nicht mehr die Brücke nach oben zufahren, wie ein Polizeisprecher sagte.

Ein Lastwagen sei auch ins Rutschen gekommen und habe sich gedreht. Die Polizei war mehr als sechs Stunden damit beschäftigt, den Verkehr zu regeln. Erst als der Winterdienst die Brücke streute, konnten Fahrzeuge die Brücke wieder passieren. Zu Unfällen sei es nicht gekommen.

+++ Fährverkehr zu den Inseln massiv eingeschränkt +++

Der Sturm hat bereits am Neujahrstag den Schiffsverkehr stark beeinträchtigt. Zahlreiche Fährverbindungen in Niedersachsen wurden gestrichen oder zeitlich verschoben. Am Freitag (02.01.) sind die Verbindungen nach Wangerooge und Norderney weiterhin betroffen. Wer nach Borkum übersetzen möchte, muss mit Verzögerungen rechnen. Auch auf der Strecke zwischen Cuxhaven und Helgoland kommt es zu Ausfällen und Verspätungen.

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