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Unwetter über Deutschland: Gewitter, Hagel, Erdrutsche! 4 Verletzte bei Krawall-Wetter

Der Monat Juni 2022 hat sich mit heftigen Unwettern aus Deutschland verabschiedet. Nicht nur im Ruhrgebiet, auch im südlichen Bayern sorgten schwere Gewitter, Hagen und Regengüsse für Chaos, die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

Der Monat Juni 2022 hat sich mit heftigen Unwettern aus Deutschland verabschiedet (Symbolfoto). (Foto) Suche
Der Monat Juni 2022 hat sich mit heftigen Unwettern aus Deutschland verabschiedet (Symbolfoto). Bild: Adobe Stock / OFC Pictures

Deutschland stehen zum Wochenende hin schwankende Temperaturen und wechselhaftes Wetter ins Haus. Meteorologen warnen vorheftigen Unwetteran den kommenden Tagen über der Bundesrepublik: Bereits am Donnerstag (30. Juni 2022) fegten starke Gewitter über weite Teile des Landes hinweg. Sowohl im Ruhrgebiet als auch im südlichen Bayern sorgten die Unwetter für Verwüstungen, überflutete Keller und umgestürzte Bäume.

+++ Umgestürzte Bäume! 4 Verletzte bei Unwettern in Nordrhein-Westfalen +++

In Nordrhein-Westfalen wurden bei Unwettern vier Personen leicht verletzt. In Hünxe wurde ein Traktorfahrer von Baumteilen am Kopf getroffen. In Dinslaken wurde ein Autofahrer durch einen umgestürzten Baum verletzt.

+++ Dachstuhlbrand durch Blitzeinschlag! Aufräumen nach Unwettern in Westen +++

Eine Gewitterfront mit Starkregen und Sturmböen hat im Westen Deutschlands ihre Spuren hinterlassen. In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen waren die Feuerwehren am Donnerstagabend im Dauereinsatz - etwa wegen umgekippter Bäume, unter Wasser stehender Keller und Straßen. Im Bahnverkehr kam es zu Ausfällen und Streckensperrungen. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor der Gewitterfront mit Starkregen gewarnt. Am Freitag verlagern sich die Unwetter in die Osthälfte Deutschlands.

Im Duisburger Stadtteil Baerl fielen zeitweise die Telefone aus, so die Feuerwehr, die in kurzer Zeit 500 Notrufe abarbeiten musste. Bis 22 Uhr seien der Feuerwehr in der Stadt mehr als 600 Einsätze mit Bezug zum Unwetter gemeldet worden. Es gab eine Vielzahl umgestürzter Bäume sowie Überschwemmungen von Straßen und Kellern. Auf der Ruhr rettete die Feuerwehr Personen, die mit einem Boot gekentert waren.

Vermutlich durch einen Blitzeinschlag wurde in Mülheim/Ruhr eine etwa 20 Meter hohe Eiche gespalten. Eine Baumhälfte stürzte auf ein zweigeschossiges Wohnhaus und beschädigte das Dach. Ein Auto wurde von dem Baum getroffen. Menschen kamen nicht zu Schaden.

An einem Einfamilienhaus in Bergisch Gladbach verursachte ein Blitzeinschlag einen Dachstuhlbrand. Vor Eintreffen der Feuerwehr versuchte ein Bewohner noch, die Flammen von einer Leiter aus mit einem Gartenschlauch selbst zu bekämpfen. Verletzt wurde niemand, wie die Feuerwehr mitteilte.

In Krefeld war die Feuerwehr wegen des Unwetters im Dauereinsatz. Viele Bürger zogen kleinere Bäume und Äste von den Straßen. Einige Zugstrecken waren zeitweise durch Bäume blockiert.

Durch einen Blitzschlag geriet eine Scheune in Hatten bei Oldenburg in der Nacht zum Freitag in Brand. Das Gebäude brannte Polizeiangaben zufolge vollständig nieder. In der Scheune waren Fahrzeuge und Werkzeuge eines landwirtschaftlichen Betriebs gelagert.

Auf der Bahnstrecke zwischen Gronau und Enschede lag ebenfalls ein Baum. Der Abschnitt wurde gesperrt, Züge warteten an Bahnhöfen, wie die DB Regio twitterte. Es gebe Verspätungen und Teilausfälle. Ausfälle gab es wegen des Unwetters auch bei der S-Bahn zwischen Bergisch Gladbach und dem Düsseldorfer Flughafen.

In Köln meldete die Feuerwehr via Twitter 32 Einsätze. Auch dort waren Bäume umgestürzt. In Bottrop zog aus dem Süden ab etwa 19 Uhr ein schweres Gewitter über das gesamte Stadtgebiet - mit Starkregen und heftigen Sturmböen. Die Feuerwehr teilte mit, sie sei zu mehreren Einsätzen wegen umgestürzter Bäume gerufen worden. In Oberhausen wurden drei Fahrzeuge von umgestürzten Bäumen beschädigt, wie die Feuerwehr mitteilte.

+++ Schwere Gewitter im Rheinland - Duisburg besonders betroffen +++

Eine Gewitterfront hat am Abend des 30. Juni 2022 im Rheinland heftige Schäden verursacht. Besonders Duisburg war davon betroffen. Im Stadtteil Baerl seien die Telefone ausgefallen, berichtete die Feuerwehr, die in kurzer Zeit 500 Notrufe abarbeiten musste. Bei Einsätzen ohne Gefahr für Menschen könne es dauern, bis die Feuerwehr eintreffe, hieß es.

Vermutlich durch einen Blitzeinschlag wurde im benachbarten Mülheim/Ruhr eine etwa 20 Meter hohe Eiche gespalten. Eine Baumhälfte stürzte auf ein zweigeschossiges Wohnhaus und beschädigte das Dach. Ein Auto wurde von dem Baum begraben. Menschen kamen nicht zu Schaden.

In Krefeld wurden Straßen und Keller überflutet, Bäume stürzten um - auch auf die Zugstrecke zwischen Krefeld und Meerbusch, die dadurch zeitweise blockiert war. In Köln meldete die Feuerwehr via Twitter 32 Einsätze. Auch dort waren Bäume umgestürzt. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor der Gewitterfront mit Starkregen gewarnt.

+++ Erdrutsche, Hagel- und Blitzschäden in Südbayern +++

Ein Unwetter mit Gewittern, Starkregen und Hagel ist am Donnerstagabend über den bayerischen Alpenraum hinweggezogen. In Kempten legte ein Blitzschlag das Stellwerk der Bahn still, auf der Strecke bis Kaufering standen Züge zeitweise. In Oberstdorf gingen Muren ab, mehrere Straßen wurden von Geröll und Wasser blockiert, Keller und Ställe liefen voll Wasser.

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen musste die Feuerwehr am Donnerstagabend zu 47 Einsätzen ausrücken. Hagelschlag habe Dachfenster zerstört, bei Aldi in Oberau sei Wasser eingetreten, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Oberland. Die Bundesstraße 2 sei in Oberau kurzzeitig unpassierbar gewesen. Keller seien überflutet worden. Im Landkreis Bad Tölz habe es zwei Unwetter-Einsätze gegeben.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für die Region vor extremen Gewittern gewarnt und die höchste Warnstufe ausgerufen. Bis 18 Uhr drohten am Alpenrand im Allgäu bis Richtung Garmisch-Partenkirchen Überflutungen, Hagel und Blitzschlag.

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/news.de/dpa

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