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Hai-Angriff - was tun?: DIESE Tipps können bei einer Hai-Attacke Leben retten

Es gibt Lebewesen, denen möchten die wenigsten Menschen in freier Wildbahn begegnen - Haie dürften zweifelsohne dazu gehören. Was im Falle einer Hai-Attacke lebensrettend sein kann, verraten die Tipps eines Experten.

Oh Schreck, ein Hai! Im Falle einer Begegnung mit einem solchen Meeresmonster kann das richtige Verhalten lebensrettend sein. Bild: Adobe Stock / Uryadnikov Sergey

Bei Wassersport-Fans und solchen, die es werden wollen, stehen die Küsten vor Florida, Kalifornien oder Hawaii in den USA ebenso als Traumziele hoch im Kurs wie die malerischen Küstenabschnitte in New South Wales und Queensland in Australien oder die Gewässer an der brasilianischen Küste. Allerdings fühlen sich dort nicht nur Surfer, Schwimmer oder Taucher pudelwohl. Die vermeintlichen Traumziele sind nämlich auch bei Haien äußerst beliebt, was immer wieder für Schlagzeilen sorgt.

Hai-Angriffe weltweit: Hier gibt's die meisten Hai-Attacken laut Statistik

Der weltweiten Statistik zufolge sind nicht nur vor Papua Neuguinea und Brasilien sowie den US-Bundestaaten South Carolina, Kalifornien, Florida und Hawaii überdurchschnittlich viele Hai-Angriffe gezählt worden, die Meeres-Bestien tummeln sich auch mit Vorliebe vor den Küsten Australiens. Hartgesottene Wassersport-Enthusiasten, die sich deshalb Reisen zu den schönsten Küstenabschnitten der Welt nicht vermiesen lassen wollen, sollten also nicht nur ihre Sportausrüstung im Gepäck haben, sondern auch einige Notfall-Tricks kennen, die bei einer unliebsamen Begegnung mit einem Hai lebensrettend sein könnten.

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Hektik unbedingt vermeiden! Bei Hai-Angriffen ist Regungslosigkeit lebensrettend

Der erste Reflex, wenn im Meer plötzlich aus dem Nichts ein bedrohlicher Hai auftaucht und die Zähne fletscht, ist gewiss hektisches Wegschwimmen - doch genau das ist die falsche Reaktion bei einer Hai-Begegnung, die vielmehr einer Garantie dafür gleichkommt, von dem angreifenden Meeresungetüm schwer bis tödlich verletzt zu werden. Der Biologe und Hai-Experte Erich Ritter empfiehlt vielmehr, bei einer Hai-Begegnung sofort sämtliche Bewegungen einzustellen: "Beine hängen lassen, sich nur noch mit den Händen in Position halten, aber sich nicht zurückziehen", so lautet der oberste Überlebenstipp des Experten, wie Ritter gegenüber "deutschlandfunknova.de" erklärte. Wer hektisch im Wasser herumzappelt, weckt schlimmstenfalls nur den Jagdtrieb des Hais, der jedem noch so geübten Schwimmer ohnehin weit überlegen wäre. Wer Ruhe bewahrt, hat den Hai-Angriff schon halb überlebt.

Piks in die Kiemen, Stupser auf die Nase: So verscheucht man einen Hai effektiv

Für den Fall, dass ein Hai auf Kuschelkurs geht und sich auf wenige Zentimeter nähert, kann es hilfreich sein, nicht nur Nerven aus Stahl zu bewahren, sondern auch jene Körperstellen eines Hais zu kennen, an denen das Meeresmonster Berührungen besonders unangenehm findet. Eine nicht zu forsche Abwehrberührung an der Hai-Nase ist ideal, um den tierischen Angreifer zu verscheuchen. Zudem hilft direkter Augenkontakt, das Tier in Schach zu halten.

Was zudem kein Hai der Welt leiden kann, sind Berührungen an den Kiemen. Ein gezielter Piks an die schlitzförmigen Einkerbungen hinter den Augen eines Hais dürften jedes noch so neugierige Tier in die Flucht schlagen. Wer Wassersport-Zubehör wie Schnorchel in Griffweite hat, kann diese ebenfalls dazu verwenden, um den Hai mit Piksen zu verscheuchen.

Hai-Angriffe in der Statistik: Wie wahrscheinlich ist es, von einem Hai angegriffen zu werden?

Bevor Ihnen jetzt beim nächsten Abstecher zum Meer die Nerven flattern und Sie sich schon als Hai-Beute sehen - lassen Sie sich von der Statistik beruhigen. Die Chancen, von einem Hai angegriffen zu werden, liegen statistisch gesehen bei eins zu 11,5 Millionen. Die Wahrscheinlichkeit eines Hai-Angriffs sinkt zudem, wenn man sich sichere Plätze für Wassersport aussucht. Flussmündungen beispielsweise sind bevorzugte Tummelplätze für Haie, auch in der Nähe von Fischerbooten sollten sich Wassersportler, die auf Hai-Kontakte nicht sonderlich scharf sind, lieber nicht ins Wasser gehen - zu groß ist die Gefahr, dass Haie von der Beute der Fischer angelockt werden und sich im schlimmsten Fall einen menschlichen Snack aussuchen.

Ebenso ausschlaggebend ist die Tageszeit. Haie sind vorwiegend in der Dämmerung aktiv und interessieren sich vor allem in den frühen Morgenstunden oder in der Abenddämmerung für (menschliche) Beute. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen kann es nämlich vorkommen, dass Haie Menschen im Wasser als Beute verkennen und kurzerhand zuschnappen.

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