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Wladimir Putin: Angst vor 3. Weltkrieg! Kreml-Boss schmiedet "Achse des Bösen"

Es verfehlt seine rhetorische Wirkung nicht, wenn in Medienberichten davon zu lesen ist, dass Kreml-Chef Wladimir Putin eine "Achse des Bösen" schmieden würde. Erinnerungen an den 2. Weltkrieg werden sofort wach.

Plant Wladimir Putin eine "Achse des Bösen"? Bild: picture alliance/dpa/Iranian Presidency

Es geht die Angst vor einem gigantischen militärischen Machtbündnis um. An mancher Stelle ist sogar von der Gefahr eines Dritten Weltkriegs zu lesen, den Russland, China und der Iran auslösen könnten. Die britische "Sun" nennt das Zusammenspiel von Kreml-Boss Wladimir Putin, China-Führer Xi Jinping und Iran-Präsident Ebrahim Raisi eine "Achse des Bösen". Der Begriff verfehlt seine Wirkung nicht. Es soll wohl nicht ohne Grund an frühere Verbindungen erinnern. Im Zusammenhang des Zweiten Weltkriegs verstand man unter dem Begriff Achsenmächte das Deutsche Reich und seine Bündnispartner Italien und das Kaiserreich Japan.

Wladimir Putin: Angst vor 3. Weltkrieg durch seine "Achse des Bösen"

Fakt ist: Russland, China und der Iran planen ein gemeinsames Militärmanöver. Ein Schiff der russischen Pazifikflotte sei dazu in der iranischen Hafenstadt Tschahbahar eingetroffen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau zuletzt mit. Bei einem Treffen solle es um Planungen für die Übung der Kriegsschiffe im Persischen Golf gehen. Ein Datum wurde zunächst nicht genannt. Der russischen Staatsagentur Ria Nowosti zufolge soll etwa die Bekämpfung von Piraten auf hoher See trainiert werden.

Es ist nicht die erste Zusammenarbeit der "Achse des Bösen". Die drei Länder haben bereits in der Vergangenheit gemeinsame Manöver abgehalten. Dennoch ist die internationale Wirkung eines Militärmanövers gerade jetzt nicht unwichtig. Man könnte annehmen, Putin will, neben einem aktuell immer wahrscheinlicher werdenden Angriff auf die Ukraine, auch so seinen Einflussbereich ausdehnen.

Wladimir Putin: Zusammenarbeit mit Iran auch in Syrien-Konflikt

Der Iran baut angesichts der zähen Verhandlungen über sein Atomprogramm im Gegenzug auf die Hilfe Russlands. "Wir haben keine Beschränkungen beim Ausbau der bilateralen Beziehungen", sagte Präsident Ebrahim Raisi bei einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin in Moskau. "Unsere Zusammenarbeit mit Russland im Kampf gegen den Terrorismus ist eine gute Basis für ähnliche Projekte." Putin sprach von einer engen Zusammenarbeit mit dem Iran. Dank der Kooperation der beiden Länder sei es etwa in Syrien gelungen, Präsident Baschar al-Assad zu helfen, sagte er dem Kreml zufolge.

Russische Großmanöver mit 10.000 Soldaten im Mittelmeer, im Atlantik und in der Nordsee

Doch damit nicht genug! Wie die "Bild" schreibt, wird Russlands Marine mehrere Manöver im "Mittelmeer, im Atlantik und in der Nordsee" abhalten. Daran sollen mehr als 140 Kriegsschiffe und 60 Flugzeuge beteiligt sein, schreibt das Blatt. Über 10.000 Soldaten sollen bei den Übungen bis Ende Februar zum Einsatz kommen. Ziel der Manöver sei demnach der "Schutz nationaler Interessen Russlands in den Weltmeeren und die Abwehr militärischer Bedrohungen". Gleichzeitig sollen Militärspiele in Belarus abgehalten werden. Laut "Bild" weisen "westliche Experten den eigentlichen Sinn eines möglichen Überraschungsangriffs auf die Ukraine aus nördlicher Richtung zu".

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/fka/news.de/dpa