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Wladimir Putin: "Unausweichlich"! Russland-Angriff auf Ukraine steht "unmittelbar bevor"

Es sind drastische Worte, die Außenpolitik-Experte Tobias Ellwood findet. Nach einem Hacker-Angriff ist er überzeugt: Ein Putin-Angriff auf die Ukraine sei "unausweichlich" und würde schon "unmittelbar" bevorstehen.

Ein Ukraine-Soldat blickt gebannt Richtung russische Grenze. Bild: picture alliance/dpa/AP | Andriy Dubchak

Es ein Konflikt, der sich immer weiter zuspitzt: Die USA und die Nato beklagen seit Monaten einen massiven Aufmarsch russischer Truppen nahe der ukrainischen Grenze. Sie befürchten, dass Wladimir Putin einen Einmarsch in das Nachbarland planen könnte. Russland wies das bislang stets zurück. Doch die Zweifel an einem militärischen Einsatz lassen sich nicht ausräumen.

Wladimir Putin: Russen fordern Beweise für militärische Eskalation in Ukraine

Der Kreml hat den USA angesichts der Spannungen um die Ukraine "falsche Anschuldigungen" gegen Russland und die Verbreitung von Lügen vorgeworfen. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte im Interview mit dem US-Fernsehsender CNN, dass Washington die angekündigten Belege für eine militärische Eskalation von russischer Seite an der Grenze zur Ukraine bisher nicht vorgelegt habe. "Wir warten noch immer auf Beweise", sagte Peskow. Auf die Frage, ob Russland einen Überfall auf die Ukraine ausschließen könne, sagte er, dass es diesen augenscheinlich nicht gebe.

Auftakt zum Putin-Krieg? Hacker-Angriff auf Ukraine-Computer

Neue Brisanz erhielt der Konflikt zuletzt, als Sicherheitsforscher von Microsoft auf Dutzenden Computern in der Ukraine neue Schadsoftware entdeckt haben, die sie unbrauchbar machen könnte. Das Programm tarne sich zwar als ein Erpressungstrojaner, sei aber in Wirklichkeit dafür gedacht, auf Befehl des Angreifers Daten zu zerstören, teilte Microsoft mit. Die Software sei unter anderem auf Computern von Regierungsbehörden und IT-Spezialisten gefunden worden. Die Experten äußerten sich nicht zur möglichen Herkunft der Attacke. Zugleich machte Microsoft deutlich, dass dahinter ein im Auftrag eines Staates agierender Angreifer vermutet werde. Bisherige Cyberattacken in der Ukraine werden von westlichen IT-Experten und Behörden als Werk russischer Hacker gesehen, zum Teil mit Verbindung zu Geheimdiensten.

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Putin-Angriff auf Ukraine steht "unmittelbar" bevor

Wie bedrohlich die Lage wirklich sein könnte, erklärt jetzt Tobias Ellwood laut "Daily Mail". Er geht davon aus, dass ein Putin-Angriff auf die Ukraine "unausweichlich" sei und schon "unmittelbar" bevorstehen würde. "Nur Präsident Putin weiß, was er als nächstes tun wird, aber die nächste Woche scheint entscheidend zu sein. Er hat sich selbst in die Enge getrieben, und nachdem die Nato sich geweigert hat, sich seinen Drohungen zu beugen, scheint es nur noch eine Option zu geben.", geht Ellwood vom schlimmsten Szenario aus.

Ukraine-Krieg: Waffenlieferungen aus Deutschland bei Putin-Angriff

In einem anschließenden Tweet schrieb der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des britischen Unterhauses: "Russland steht am Rande einer Invasion. Und wird wieder einmal versuchen, die Landkarte Osteuropas neu zu zeichnen." In der Konfrontation mit Russland macht sich die Ukraine derweil angesichts des Antrittsbesuchs von Außenministerin Annalena Baerbock neue Hoffnung auf deutsche Waffenlieferungen. Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, forderte die Grünen-Politikerin eindringlich auf, Kiew die Lieferung von Waffen zur Landesverteidigung zuzusagen.

Die Zurückhaltung oder sogar Ablehnung von Rüstungshilfe durch Baerbock und die gesamte neue Bundesregierung sei "sehr frustrierend und bitter", sagte der Diplomat. Baerbock reist an diesem Montag zunächst zu ihrem Antrittsbesuch in die Ukraine, wo sie Präsident Wolodymyr Selenskyj und Außenminister Dmytro Kuleba trifft. Noch am Abend reist sie in die russische Hauptstadt weiter. In Moskau stehen am Dienstag unter anderem Gespräche mit Außenminister Sergej Lawrow an.

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rut/news.de/dpa