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Taliban-Schock-News: Afghanen müssen Organe verkaufen, um zu überleben

Es sind besorgniserregende Berichte, die uns aktuell aus Afghanistan erreichen. Um unter der Taliban-Herrschaft zu überleben, verkaufen Afghanen jetzt lebenswichtige Organe. Mediziner schlagen Alarm.

Um zu überleben, verkaufen zahlreiche Frauen und Männer in Afghanistan ihre Organe. Bild: picture alliance/dpa/AP | Petros Giannakouris

Die Lage in Afghanistan spitzt sich immer weiter zu. Seit dem Abzug der USA, des Vereinigten Königreichs und der NATO Mitte August 2021 hat sich das Leben von Millionen Menschen unter der Vorherrschaft der Taliban dramatisch verschlechtert. Jüngste Medienberichte aus Afghanistan machen deutlich, wie sehr die Menschen dort unter dem Terror-Regime leiden.

Taliban-Schock-News: Bevölkerung verkauft Organe, um zu überleben

Wie aus einem aktuellen Bericht des britischen "Daily Star" hervorgeht, hat die dramatische Lage in Afghanistan dazu geführt, dass einige Menschen ihre Organe verkaufen, um zu überleben. Seit dem Rückzug der US-amerikanischen, britischen und NATO-Truppen aus dem Land im August - der dazu führte, dass die Terrorgruppe Taliban nach mehr als 20 Jahren wieder die Kontrolle erlangte - leidet die afghanische Bevölkerung unter zunehmender Verarmung.

Afghanen verkaufen Niere für 1.677 Euro

Jetzt wurde bekannt, dass immer mehr Menschen ihre Organe verkaufen - nur wenige Monate, nachdem bekannt geworden war, dass verzweifelte Mütter ihre eigenen Babys verkaufen, um zu überleben. Nach Angaben des Urologen und Nierentransplantationschirurgen Dr. Nasir Ahmad - der nach eigenen Angaben in den letzten 12 Monaten 85 Nierentransplantationen durchgeführt hat - werden Nieren zum Preis von 600.000 Afghanis transplantiert, das entspricht etwa 5.393 Euro pro Eingriff. Die Niere selbst kostet je nach Blutgruppe umgerechnet etwa 1.677 Euro, während der Rest auf die Krankenhauskosten, einschließlich Medikamente und Operationskosten, entfällt.

Mediziner schlagen Alarm: Menschen werden gesundheitliche Probleme bekommen

Dr. Ahmad Shekaib, Facharzt für Innere Medizin, sagte im Gespräch mit dem Briten-Blatt, dass die Menschen, die ihre Organe spenden, damit "ihr Leben riskieren". "Die meisten Menschen, die ihre Nieren aus wirtschaftlichen Gründen verkaufen, werden auf lange Sicht gesundheitliche Probleme bekommen, weil ihnen eine Niere fehlt.", warnte der Mediziner. "Die Kultur der Nierenspende ist in Afghanistan nicht normal. Die meisten Nierenspender sind Freiwillige mit wirtschaftlichen Problemen, die ihre Nieren an andere Menschen verkaufen."

Taliban will Armut mit neuem Programm bekämpfen

Um die Krise zu lindern, kündigten die Taliban Anfang der Woche an, ihr Programm "Nahrung für Arbeit" auszuweiten, bei dem Beschäftigte des öffentlichen Sektors mit von anderen Ländern gespendetem Weizen bezahlt werden. Rund 40.000 Arbeiter erhalten etwa 10 kg Weizen pro Tag. Der größte Teil davon wird für die Arbeiter in der Hauptstadt Kabul verwendet, soll aber nun auch auf den Rest des Landes ausgeweitet werden. Pakistan hat 18 Tonnen Weizen zur Verfügung gestellt, weitere 37 werden folgen, während Indien 55 Tonnen zur Finanzierung des Programms bereitgestellt hat. Auch die UN will helfen. Sie hat zu mehr als 3,8 Milliarden Euro an Hilfe für das Land aufgerufen.

Noch nie dagewesene Not in Afghanistan! UN-Sprecher schlägt Alarm

"Wir gehen in das Jahr 2022 mit einer noch nie da gewesenen Not der Frauen, Männer und Kinder in Afghanistan. 24,4 Millionen Menschen sind in humanitärer Not - mehr als die Hälfte der Bevölkerung", sagte ein Sprecher des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten.

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sba/bua/news.de