29.06.2021, 13.48 Uhr

Tödlicher Fallschirmsprung in den USA: Löcher im Fallschirm! Brite stürzt im Grand Canyon in den Tod

Es sollte das Abenteuer seines Lebens werden, stattdessen stürzte ein Tourist bei einem Fallschirmsprung im Grand Canyon in den Tod. Man hatte dem Briten einen löchrigen Fallschirm gegeben, der ihn das Leben kostete. 

Weil er mit einem defekten Fallschirm ausgestattet wurde, stürzte ein Brite im Grand Canyon in den Tod. Bild: (Symbolbild) Bon/AdobeStock

Ein britischer Tourist ist im legendären Grand-Canyon-Nationalpark (Arizona, USA) in den Tod gestürzt. Der Urlauber machte einen Fallschirmsprung, wobei ihm ein defekter Fallschirm zum Verhängnis wurde.

Tourist stürzt mit Fallschirm in den Tod

Christopher S. (55) aus Harrogate, North Yorkshire, bekam den Fallschirmsprung im Grand Canyon von seiner Frau Deborah (53) zum 30-jährigen Hochzeitstag geschenkt. Die beiden machten im September 2019 Urlaub in den USA. Eine Untersuchung ergab nun, dass die Ursache für den tödlichen Fallschirmunfall ein defekter Fallschirm gewesen sein könnte. Das berichtet die "Daily Mail".

Tandemsprung geht fatal schief - Fallschirm kollabiert im Flug

Fallschirmsprunglehrer Matthew M. begleitete den Fallschirmsprung per Tandem. Gegenüber den Ermittlern gab er an, dass zunächst alles normal schien, als er mit Christopher per Tandem-Sprung aus dem Cessna-Jet sprang. Der Fallschirm öffnete sich ordnungsgemäß, kollabierte jedoch kurz danach, woraufhin Christopher und Matthew im freien Fall nach unten stürzten.

Matthew versuchte, die beiden weiter nach links zu befördern, damit sie dennoch auf dem Landeplatz ankommen. Dort stürzten die beiden Männer jedoch viel zu schnell auf den Boden. Matthew verletzte beim Aufprall seine Seite, Christopher erlitt schwere Verletzungen, denen er noch am Unfallort erlag. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos, sodass Christopher an der Unfallstelle für tot erklärt wurde.

Untersuchung stellte Unregelmäßigkeiten fest

Eine Untersuchung wurde eingeleitet, in deren Rahmen einige Verstöße festgestellt wurden. Beispielsweise betrug die Windstärke an dem Tag 27 mph (Miles per hour) und lag damit 2 mph höher, als beispielsweise für einen britischen Fallschirmsprung erlaubt sind. Der Fallschirmsprung-Coach Matthew M. (34) gab an, dass es im Vorfeld des Sprungs bereits "ein wenig Chaos wegen der Sitzordnung" gegeben habe.

Am Unfalltag wehte stärkerer Wind als üblich

Mit mehr als 1.500 durchgeführten Sprüngen zählt Matthew M. zu den Fallschirmsprungveteranen. Gegenüber der Polizei sagte er: "Das Einzige, was einzigartig war, war, dass der Wind etwas stärker war als normal - aber das war an sich nicht ungewöhnlich, da ich mit starken Winden Erfahrung hatte." Er gab auch an, dass er und Chris die Cessna 20 Minuten nach Start als erste verließen. "Er erklärte, sie seien aus dem Flugzeug gesprungen, sie seien für kurze Zeit frei gefallen, woraufhin er ihren Fallschirm geöffnet habe", heißt es in einem Bericht des Sheriff-Büros von Coconino County.

Fallschirmsprunglehrer schildert Sprung

"Er erklärte, ihr Fallschirm öffnete sich und sie begannen langsamer zu fallen, wobei sie von dem Schirm aufgehalten wurden. Er erklärte, dass er in der letzten Kurve, als sie sich dem Landeplatz näherten, eine Druckänderung wahrnahm und möglicherweise sein Schirm zusammenbrach. An diesem Punkt fielen er und die Person, mit der er verbunden war, zu Boden, was dazu führte, dass er verletzt wurde." Erst im Krankenhaus habe Matthew M. erfahren, dass Christopher verstorben sei, worauf er "sehr aufgebracht" reagiert habe.

Fallschirm wies Beschädigungen auf

Die Reise war von Paragon Skydiving genehmigt worden, dessen Besitzer Jason T. (38) den Unfall vom Boden aus miterlebte. Der Untersuchungsbericht gab an, dass Jason T. den roten Fallschirm vom Tatort entfernte, weil dieser "die Rettungsdienste behindert" habe. Der Schirm wurde auf Anweisung der Ermittler aus dem Lagerraum des Paragon-Hauptquartiers "beschlagnahmt" und untersucht. "Während der Inspektion habe ich zahlreiche in den Stoff eingenähte Flicken oben am Schaft gesehen", sagte der untersuchende Sergeant Joshua Keyes von der US Air Force.

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sig/fka/news.de

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