Von news.de-Redakteurin - 16.06.2021, 10.54 Uhr

"Zutritt nur für Nicht-Geimpfte!": Inhaber misstrauen dem Corona-Impfstoff! HIER haben Geimpfte keinen Zutritt

Ein Trachtenladen in Hof sorgt für Wirbel: Weil die Inhaber dem Corona-Impfstoff misstrauen, haben Geimpfte hier ab sofort keinen Zutritt mehr. Auf Twitter sorgte das Ladenverbot für reichlich Spott und Hohn.

Corona-Geimpfte haben im Trachtenladen der Schulers keinen Zutritt mehr. Bild: AdobeStock/ fabio murru

"Bitte haben Sie Verständnis – Zutritt nur für Nicht-Geimpfte", ist auf einem Zettel im Schaufenster des "Trachtenlod'n Wolpderdingar" in Hof zu lesen. Weil der Ladeninhaber und seine Frau dem Corona-Impfstoff misstrauen, haben Geimpfte bei ihnen nun keinen Zutritt mehr. Das Nachrichtenportal "inFranken.de" berichtet aktuell über den ungewöhnlichen Entschluss der Trachtenladen-Besitzer.

Inhaber misstrauen dem Corona-Impfstoff! Geimpfte haben keinen Zutritt

Seit 2015 betreibt das Ehepaar Schuler inzwischen seinen"Trachtenlod'n Wolpderdingar". Durch die Corona-Pandemie hatten sie Umsatzeinbußen von 90 Prozent. Zu dem ungewöhnlichen Schritt haben sie sich nun entschieden, um ihr kleines Geschäft zu "schützen", wie sie erklären. "Alle anderen Impfstoffe wurden immer getestet, das ist gar kein Problem. Aber diesem Mittel vertrauen wir nicht", so das Ehepaar gegenüber "inFranken.de".

Twitter verhöhnt Ladenbesitzer: "Ich würde unwohl fühlen dort mein Geld auszugeben"

Seit Dienstag verbieten die Besitzer daher Corona-Geimpften den Zutritt zu ihrem Laden. Seitdem sorgt der Zettel nicht nur vor Ort sondern auch in den sozialen Netzwerken für Wirbel. "Die Impfgegner sind in der Minderheit. Wie lange wollen sie so etwas durchziehen? Anstatt dass sie froh sind, wieder mehr Kundschaft empfangen zu dürfen", fragt sich dieser Twitter-User verwundert. "Reichen denen 90 % Umsatzeinbußen nicht?", will auch dieser User wissen. "Ich würde unwohl fühlen dort mein Geld auszugeben", heißt es in einem weiteren Tweet. "Naja, dann sind die letzten 10% wohl auch bald weg... selber schuld", ist sich auch dieser Nutzer sicher.

Ladenbesitzer verweigern Corona-Geimpften aus Angst vor Impfstoff den Zutritt

Die Reaktionen auf ihren Aushang sind den Ladenbesitzern aber egal. "Wir stehen zu unserer Meinung, egal was andere davon halten." Denn sie haben nicht nur Gegenwind erfahren, sondern auch Zuspruch erhalten. "Wir sind mit unserer Meinung nicht allein", ist sich der Besitzer des Trachtenladens sicher. "Wir waren jetzt eineinhalb Jahre gesund und wollen es bleiben."

Twitter-Spott für Trachtenladen wegen Zutrittsverbot für Geimpfte

Ob sie ihr Geschäft so allerdings wieder ankurbeln, ist fraglich. Dieser Meinung sind auch die Twitter-User. "Ob der Inhaber damit das Geschäft wieder zum Laufen bringen bleibt abzuwarten. Geschäftsinhabern ist doch mehr daran gelegen ist, den Umsatz wieder zu beleben", heißt es in diesem Tweet. "Geimpfte Kunden unerwünscht Mal eben 70-80% Kundschaft weglassen ist schon arg quer gedacht", hat auch dieser Twitter-Nutzer Zweifel an der Entscheidung der Trachtenladen-Besitzer.

Irre Theorie behauptet, alle Corona-Geimpften sterben im Herbst

Doch die Verunsicherung der Ladenbesitzer dürfte nicht von ungefähr kommen. Denn immer wieder sorgen krude Theorien die Corona-Impfung betreffend, die von Corona-Leugnern und Impfgegnern großzügig im Netz gestreut werden, für Wirbel. Zuletzt hatten die Schwurbler für Aufsehen gesorgt, weil sie behauptet hatten, dass angeblich alle Corona-Geimpften im Herbst sterben sollen.

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fka/bua/news.de