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Beulenpest-Ausbruch im Kongo: "Schwarzer Tod" fordert erste Todesopfer! Droht die nächste Pandemie?

In der Demokratischen Republik Kongo sind elf Menschen nach dem Ausbruch der Beulenpest ums Leben gekommen. Die Patienten im Alter von 30 Jahren hatten zuvor Blut erbrochen, ehe sie schließlich gestorben sind. Droht die nächste Pandemie?

Im Kongo ist die Beulenpest ausgebrochen. Bild: AdobeStock/ grandfailure (Symbolbild)

Während die Coronavirus-Pandemie noch immer nicht gebannt ist, breitet sich auf dem afrikanischen Kontinent die nächste Seuche aus. Wie aktuell der britische "Daily Star" berichtet, sind in der Demokratischen Republik Kongo nach dem Ausbruch der Beulenpest bereits elf Menschen ums Leben gekommen. Die Menschen im Kongo wurden aufgefordert, unbedingt eine Maske zu tragen und sich von den Leichen fernzuhalten, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Beulenpest-Ausbruch im Kongo: Bereits elf Todesopfer durch "Schwarzen Tod"

Dr. Louis Tshulo, Direktor des Gesundheitsamtes der Provinz Ituri, erklärte gegenüber dem "Daily Star": "Die Opfer zeigen Symptome von Kopfschmerzen, Fieber, Husten und Erbrechen von Blut." Insgesamt haben sich dem Mediziner zufolge 15 Menschen mit dem Schwarzen Tod infiziert, wovon elf bereits gestorben sind. Aktuell wird sogar vermutet, dass die reelle Infektionszahl deutlich höher liegen könnte, dadie Daten, welche die nordöstliche Provinz im Kongo herausgegeben hat, nur vom 23. April bis zum 8. Mai reichen.

Beulenpest verläuft in 30 bis 60 Prozent der Fälle tödlich

Die vier verbliebenen Patienten werden laut "Daily Star" aktuell in Gesundheitseinrichtungen in Bule und in Bukachele behandelt. Die Anwohner sind ebenso wie in der Corona-Pandemie dazu angehalten, die Abstands- und Hygiene-Regeln zwingend einzuhalten. Die Beulenpest verläuft in 30 bis 60 Prozent der Fälle tödlich und wird hauptsächlich von Nagetieren übertragen.

Schwarzer Tod löschte ein Drittel der Weltbevölkerung aus

Der "Schwarze Tod" steht als Synonym auch für eine der verheerendsten Pandemien der Weltgeschichte. Damals hatte die Beulenpest die in Europa zwischen 1346 und 1353 geschätzt 25 Millionen Todesopfer (ein Drittel der damaligen Bevölkerung) gefordert. Es dauerte ungefähr 300 Jahre bis die Weltbevölkerung nach dem Ausbruch im 14. Jahrhundert wieder auf das Niveau vor der Pest zurückgekehrt war. Damals wurden auch Massenmorde an Juden und Leprakranken verübt, die für die Krankheit verantwortlich gemacht wurden.

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fka/sig/news.de

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