02.02.2021, 12.12 Uhr

Hefepilz Candida auris: Droht die nächste Pandemie? Experten warnen vor tödlichem Superfungus

Ein für schwerkranke Menschen gefährlicher Hefepilz breitet sich weltweit immer mehr aus. Experten warnen nun vor der nächsten globalen Pandemie. Studien belegen bereits die tödliche Gefahr des japanischen Superfungus.

Wie gefährlich ist der Hefepilz? Bild: AdobeStock/ Kateryna_Kon

Von den Medien als neuer "Killerpilz" betitelt, wurde der gefährliche Hefepilz namens Candida auris im Jahr 2009 erstmals in Asien entdeckt. Seitdem breitet sich die Pilzart weltweit unentwegt weiter aus. Wissenschaftler haben sich nun besorgt darüber geäußert, dass der Superfungus aus Japan uns die nächste globale Pandemie bescheren könnte. Darüber berichtet aktuell der britische "Daily Star".

Droht die nächste Pandemie? Experten warnen vor tödlichem Superfungus

Die Experten der US-Gesundheitsbehörde CDCzeigten sich alarmiert ob des japanischen Superfungus. Die Wissenschaftlerin Johanna Rhodes erklärte gegenüber dem "Daily Star": "Eines der Dinge, die Candida auris so beängstigend machen, ist die Tatsache, dass er lange Zeit auf leblosen Oberflächen verweilen und allem standhalten kann, was man darauf wirft."

Experten warnen vor Pilz-Pandemie und vergleichen Superfungus mit der Beulenpest

Zudem sei der Hefepilz resistent gegen jegliche Medikamente, was ihn im Falles eines globalen Ausbruchs mit Sicherheit zu einer tödlichen Gefahr machen würde. Die Forscher gingen sogar so soweit, den Superfungus mit dem Schwarzen Tod also der Beulenpest-Pandemie, die in Europa zwischen 1346 und 1353 etwa 25 Millionen Todesopfer forderte, zu vergleichen. Die Wissenschaftler betonten in diesem Zusammenhang und mit Blick auf die aktuelle Covid-19-Pandemie, wie wichtig es sei, Zeit und Geld in die Prävention und Verfolgung infektiöser Krankheitserreger zu investieren. Denn am Ende könnten diese Erkenntnisse Millionen Leben retten.

Hefepilz Candida auris lebensgefährlich für schwerkranke Menschen

Der Hefepilz kann zu Blutvergiftungen sowie Harnwegs- und Wundinfektionen führen. Speziell für diesen Pilz typische Symptome seien bislang nicht erfasst, sagte Kurzai. Der Erreger sei nur im Labor identifizierbar. "Das wichtigste ist deshalb, dass man den Pilz erkennt", erklärte Oliver Kurzai vom Nationalen Referenzzentrum für invasive Pilzinfektionen bereits im Jahr 2017. Der Hefepilz, der gegen viele Anti-Pilz-Mittel resistent sein kann, kann zu Blutvergiftungen sowie Harnwegs- und Wundinfektionen führen. Für einen gesunden Menschen stelle der Pilz keine Bedrohung dar.

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fka/bua/news.de/dpa

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