20.04.2021, 13.43 Uhr

Horror-Infektion: Junge stirbt blitzschnell durch infizierten Zehnagel

Alex Baers wollte sich in einem Krankenhaus nur helfen lassen, doch er starb kurze Zeit später. Denn er erlitt eine bakterielle Infektion, die ihn schnell tötete. Wahrscheinlich brachte ihn ein entzündeter Zehnagel um, meinen Ärzte.

Alex Baes starb vermutlich durch eine Infektion, die durch einen entzündeten Zehnagel ausgelöst wurde. Bild: AdobeStock/ H_Ko (Symbolfoto)

Hat ein medizinischer Fehler Alex Braes (18) das Leben gekostet? Er kam humpelnd in die Notaufnahme eines Krankenhauses in Sydney. Doch der Arzt hat nicht alle wichtigen Diagnoseparameter gecheckt, wie das Portal 7news" berichtete. Der Jugendliche soll innerhalb von 46 Stunden an einer sich schnell ausbreitenden Infektion gestorben sein.

Horror-Infektion: Junge stirbt durch Streptokokken-Infektion

Am 20. September humpelte Alex Braes um 3 Uhr morgens ins Broken Hill Base Hospital. Der Arzt untersuchte ihn, prüfte aber nicht alle wichtigen Vitalwerte. So soll er ihn nicht auf eine Infektion hin getestet haben. Auch den Blutdruck hat er nicht gemessen. "Ich zog eine Infektion in Betracht, aber sie stand ganz unten auf meiner Liste der Differentialdiagnosen", sagte Dr. Arangala.

Haben die Ärzte die tödliche Infektion übersehen?

Ein Expertengremium kam zu dem Ergebnis, dass Alex Braes an einer invasiven Streptokokken-Infektion der Gruppe A erkrankte und daraufhin ein toxisches Schocksyndrom entwickelte. Das kann dazu führen, dass Gewebe abstirbt. Das wird in der Medizin als nekrotisierende Fasziitis bezeichnet. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 50 Prozent, selbst bei frühem Einschreiten. Das rechtsmedizinische Gremium vermutet einen entzündeten Zehnagel hinter dem Tod. Dr. Arangala denkt, ein entzündetes Band im Knie sei dafür verantwortlich. "Er sah sicherlich unbehaglich aus, aber er konnte gehen, was für mich ein beruhigendes Zeichen war. Aber ansonsten sah er gut aus", sagte Dr. Arangala. Die Untersuchung dauert weiter an.

Als Alex Braes Fieber bekam, hat eine Krankenschwester die Temperatur gemessen. Sie notierte aber nicht den Wert in Grad Celsius. Sie dachte, seine Verletzung sei nicht lebensbedrohlich, deshalb ging sie so vor. Nach dem Tod hat das Krankenhaus seine Diagnoserichtlinien überarbeitet und überprüft bei jedem jetzt alle wichtigen Parameter, sagte Dr. Arangala. 

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bos/news.de

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