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Coronavirus-News: Neue Studie zeigt: Keine Infektion nach Chlor-Behandlung

Was für eine Ironie: Während hierzulande Einzelhändler, Künstler, Gastronomen und Tourismusbeschäftige gegen das Ertrinken kämpfen, eröffnen in England die Schwimmbäder. Eine Studie zeigt, wie schnell Chlor den Coronaviren den Garaus macht.

Gegen Chlorwasser haben Coronaviren keine Chance. Bild: dpa

In England, wo dem Coronavirus anders als hierzulande rechtzeitig und entschlossen mit einer massiven Impfkampagne begegnet wurde, die (zumindest gefühlt) fast abgeschlossen war, als in Deutschland immer noch darüber diskutiert wurde, wen man aus welchen Gründen zuerst impfen könne, dürfte DIESE Studie richtig gut ankommen.

Während bei uns Politiker immer noch darüber streiten, wie man es schafft, den Menschen nach sechs vertrödelten Monaten einen Bundes-Lockdown zur Verbesserung der Corona-Lage zu verkaufen und dann auch noch weltfremd auf Akzeptanz hoffen, werden auf der Insel in dieser Woche die Schwimmbäder wiedereröffnet. Hierzulande schwimmen maximal Einzelhändler, Fitnessstudiobetreiber, Künstler, Gastronomen und Tourismusbeschäftige - ohne zu wissen, ob sie vielleicht ertrinken werden.

Coronavirus-Studie zeigt: Keine Infektion nach Chlor-Behandlung möglich

Doch zurück zur angesprochenen Corona-Studie. Virologen des Imperial College London haben die Auswirkungen unterschiedlicher Chlorkonzentrationen im Wasser auf das SARS-CoV-2-Virus untersucht und festgestellt: Gechlortes Schwimmbadwasser kann das Coronavirus, das Covid-19 verursacht, in nur 30 Sekunden regelrecht ausschalten. Die Ergebnisse legen nahe, dass das Risiko einer Covid-19-Übertragung über Schwimmbadwasser "unglaublich" gering ist, berichteten die Forscher. "Wir haben diese Experimente in unseren Hochsicherheitslaboratorien in London durchgeführt", erklärte Studienautorin Wendy Barclay vom Imperial College London laut "Daily Mail".

Infektiosität der Coronaviren in 30 Sekunden um mehr als das 1.000-fache reduziert

Unter diesen sicheren Bedingungen war das Team in der Lage, die Fähigkeit des Virus, Zellen zu infizieren, zu messen, was der erste Schritt bei der Übertragung des Virus ist. Indem das Virus mit Schwimmbadwasser gemischt wurde, konnte gezeigt werden, dass das Virus in Schwimmbadwasser nicht überlebt - es war nicht mehr infektiös.

In der Studie fanden Professor Barclay und ihre Kollegen heraus, dass eine Konzentration von freiem Chlor von 1,5 Milligramm pro Liter und ein pH-Wert zwischen 7-7,2 die Infektiosität der Coronaviren innerhalb von nur 30 Sekunden um mehr als das 1.000-fache reduzierte.

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rut/sig/news.de

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