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Madeleine McCann: Neue Hoffnung! SO will die Polizei Christian B.s Schuld beweisen

Der deutsche Pädophile Christian B. ist aktuell der Hauptverdächtige im Vermisstenfall Madeleine McCann. Die Polizei ist überzeugt, dass er Maddie im Jahr 2007 entführt hat. Die Ermittler setzen alles daran, seine Schuld zu beweisen.

Seit 2007 wird Madeleine McCann vermisst. Bild: picture alliance/dpa/LUSA FILE | Luis Forra

Seit Mai 2007 ist Madeleine McCann verschwunden. Gemeinsam mit ihren Eltern Kate und Gerry McCann und ihren Geschwistern war die kleine Maddie damals im Urlaub im portugiesischen Praia da Luz. Eines Nachts, als die Eltern zum Abendessen ausgegangen und die Kinder allein im Apartment gelassen haben, verschwand die damals Dreijährige spurlos. Seitdem suchen die Eltern unermüdlich nach ihrem Kind. Immer in der Hoffnung, Maddie eines Tages wiederzusehen.

Christian B. Hauptverdächtiger im Fall der vermissten Maddie

Jahrelang gab es kaum eine heiße Spur im Vermisstenfall, doch seit letztem Jahr haben die Ermittler einen neuen Hauptverdächtigen: Der Deutsche Christian B.Seit Juni wird gegen ihn ermittelt. Der mehrfach wegen Sexualdelikten vorbestrafte Verdächtige lebte zwischen 1995 und 2007 an der Algarve. Er sitzt zurzeit in einem niedersächsischen Gefängnis eine mehrjährige Haftstrafe für eine Vergewaltigung ab. Aktuell laufen gegen den Beschuldigten weitere Ermittlungen.Im April 2007, also wenige Wochen vor dem Verschwinden der kleinen Maddie, soll der Mann an der Algarve vor einem zehnjährigen Mädchen aus Deutschland masturbiert haben.

Neue Hoffnung! Ermittler beantragen weitere finanzielle Zuschüsse

Bisher haben die Ermittlungen im Fall Maddie mehr als 12,5 Millionen Pfund (etwa 14,6 Millionen Euro) verschlungen. Laut "The Sun" planen die Behörden aktuell, weitere Gelder für die Untersuchungen zu beantragen, um Christian B.s Schuld zu beweisen. Der aktuell bewilligte Sonderzuschuss von Scotland Yard vom Innenministerium läuft in diesem Monat aus, aber die Ermittler hoffen, dass sie weitere finanzielle Zuschüsse erhalten, um ein weiteres Jahr lang ermitteln zu können. In den nächsten zwei Monaten soll laut "The Sun" in Lissabon ein Gipfeltreffen zwischen britischen, deutschen und portugiesischen Detektiven stattfinden.

Vermisstenfall Madeleine McCann: Es gibt Beweise für Maddies Tod

Es bleibt abzuwarten, ob Christian B. tatsächlich etwas mit dem Verschwinden der kleinen Madeleine McCann zu tun hat und ob seine Schuld beziehungsweise seine Unschuld bewiesen werden kann. Ende September hatte der deutsche Staatsanwalt Hans Christian Wolters in einem TV-Interview mit dem portugiesischen Sender RTP erklärt, es gebe "materielle Beweise" für Madeleine McCanns Tod. Auf Nachfrage der "Bild"-Zeitung sagte Christian Wolters damals: "Wir haben einen tatsachengestützten Verdacht. Diese Tatsachen basieren auf Beweismitteln, die für uns keinen anderen Schluss zulassen, als dass Maddie tot ist beziehungsweise von Christian B. getötet wurde."

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fka/sig/news.de