20.02.2021, 12.55 Uhr

Blutbad in Lüneburg: Zwei Tote in der Psychiatrie! 21-Jähriger schweigt nach Tötungsdelikt

In einer psychiatrischen Klinik in Lüneburg hat sich eine Gewalttat zugetragen, bei der zwei Personen tödlich verletzt wurden. Die Polizei konnte nach dem Angriff auf einer Patientenstation einen 21-Jährigen festnehmen.

Nach dem gewaltsamen Tod eines Patienten in einer psychiatrischen Klinik in Lüneburg gibt es ein weiteres Todesopfer. Bild: picture alliance/dpa | Philipp Schulze

In den frühen Morgenstunden des 19. Februar 2021 ging bei der Polizei in Lüneburg (Niedersachsen) ein Notruf ein: Ein Patient (21) des Psychiatrischen Klinikums "Am Wienebütteler Weg" griff mehrere Pfleger und andere Patienten brutal an.

Tötungsdelikt in Psychiatrie: 21-Jähriger greift Personal und Mitpatienten an

Als die Polizei am Ort des Geschehens eintraf, ging der 21-Jährige, so ist es einer Mitteilung der Polizeiinspektion Lüneburg zu entnehmen, auch auf die Einsatzkräfte los und warf Gegenstände nach den Beamten. Der Randalierer konnte schließlich mithilfe von Pfefferspray überwältigt und festgenommen werden.

Zwei Tote, mehrere Verletzte: Psychiatrie-Patient (21) festgenommen

Im Zuge der weiteren Ermittlungen muss sich der junge Mann nun wegen zwei Tötungsdelikten verantworten. Ein 54 Jahre alter Mann, der ebenso wie der Angreifer Patient in der Psychiatrie war, kam "durch Gewalteinwirkung auf den Hals" zu Tode. Wenig später erlag auch ein 56-jähriger Patient seinen schweren Verletzungen - zuvor war der ebenfalls Angegriffene mit einem Rettungswagen in eine Klink gebracht worden, dort starb der Mann jedoch wenige Stunden später.

Zur traurigen Bilanz der Gewalttat zählen auch mehrere Verletzte: Der Polizei zufolge wurde eine 61 Jahre alte Krankenpflegerin von dem randalierenden Patienten schwer verletzt, eine 42-jährige Kollegin und ein Polizeibeamter erlitten leichtere Verletzungen. Der Auslöser für die Gewalttat mit zwei Todesopfern sind bislang noch nicht bekannt, die Ermittlungen dauern an.

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Nach Angaben einer Kliniksprecherin war der junge Mann am Donnerstag freiwillig zur stationären Behandlung in die Einrichtung gekommen. Er sei zunächst auf einer geschlossen geführten Station aufgenommen worden, wobei es keine Hinweise auf eine Fremd- oder Eigengefährdung gegeben habe. Details zur Tat und einer möglichen Tatwaffe gab es zunächst nicht.

Psychiatriepatient schweigt nach Tötung von zwei Menschen

Nach der Tötung von zwei Patienten in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg schweigt der 21-jährige mutmaßliche Angreifer. "Er hat sich nicht eingelassen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lüneburg am Samstag. Gegen den 21-jährigen sei am Freitag Haftbefehl wegen zweifachen Totschlags erlassen worden. Drei Personen waren verletzt worden. Die Ermittlungen dauerten an.

Der Gewaltausbruch hatte sich in der Nacht zum Freitag ereignet, wobei der junge Mann erst Stunden zuvor freiwillig zur Beobachtung in die Klinik gekommen war. Er soll einen 54 Jahre alten Patienten durch Gewalteinwirkung auf den Hals getötet haben. Ein 56-jähriger Patient wurde so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus starb. Bei dem Angriff wurde auch eine 61-jährige Krankenpflegerin schwer verletzt, eine 42 Jahre alte Kollegin und ein Polizeibeamter erlitten leichte Verletzungen. Der Hintergrund der Angriffe war zunächst unklar.

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loc/news.de/dpa

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