05.12.2020, 09.29 Uhr

Coronavirus-Impfung aktuell: Cyberattacke! SO bedrohen Internet-Hacker den Impfstoff

Die Aussicht auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus hebt die Stimmung in Deutschland. Doch Cyberkriminelle können der Impfung noch einen Strich durch die Rechnung machen. Das Bundesamt für IT-Sicherheit und Interpol sind alarmiert.

Die Impfstoffe gegen das Coronavirus könnten durch Cyberangriffe in Gefahr gebracht werden. Bild: (Symbolbild) weyo/AdobeStock

Die News zu neuen Impfstoffen gegen das Coronavirus versetzten die Welt in den vergangenen Wochen in Hochstimmung. Doch wie die "Bild"-Zeitung berichtet, könnten die Sars-CoV-2-Impfungen von Cyberkriminellen in Gefahr gebracht werden.

IBM warnt: Impfstoff-Lieferketten könnten von Hackern angegriffen werden

Impfstoffe werden nicht nur bei ihrer Lagerung, sondern auch bei der Auslieferung von der Polizei bewacht. Doch an einer Stelle können die Security-Kräfte nichts ausrichten: die Gefahr, die aus dem Internet droht. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, warnte der IT-Konzern IBM gestern davor, dass Hacker die Kühlketten des Impfstoffs angreifen könnten. Einige Impfstoffe, darunter der neue mRNA-Impfstoff von Pfizer und Biontech müssen bei Temperaturen von bis zu minus 80 Grad Celsius gekühlt werden. Eine Unterbrechung der Kühlkette könnten den Impfstoff unbrauchbar machen.

Bundesamt für IT "in Alarmbereitschaft" wegen Angriffen aus dem Netz

Arne Schönbohm, der Präsident des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), warnte gegenüber "Bild", dass die Bedrohungslage bei den Herstellern von Impfstoffen derzeit "als hoch" eingeschätzt wird. Das Bundesamt sei im Moment "in Alarmbereitschaft".

Impfstoff aktuell: Interpol besorgt über Angriff von Cyberkriminellen

Und sogar Interpol sei laut "Bild"-Angaben besorgt. Der Generalsekretär Jürgen Stock sagte: "Während sich Regierungen darauf vorbereiten, den Impfstoff zu verbreiten, planen kriminelle Organisationen, in die Versorgungsketten einzudringen oder sie zu unterbrechen." Hacker könnten im Tausch gegen die Impfstoffsicherheit millionenhohe Lösegelder fordern.

Biontech und Pfizer mussten Zahl der Impfdosen halbieren

Gestern hatte der Pharmagigant Pfizer eingräumt, dass die Produktionsmengen von Biontech halbiert werden mussten. Statt wie angekündigt 100 Millionen Impfdosen könnten bis Ende 2020 nur 50 Millionen geliefert werden. Ein Sprecher des Unternehmens: „Die Produktions­steigerung der nötigen Ausgangsstoffe dauerte länger als erwartet." Laut „Wall Street Journal" habe es an der mangelnden Qualität der Ausgangsstoffe gelegen, die zur Herstellung des mRNA-Impfstoffes verwendet wurden. „Frühe Chargen entsprachen nicht den Standards."

Biontech liefert 50 Millionen Impfdosen noch bis Ende 2020

Auf Nachfrage der "Bild"-Zeitung bestätigte Biontech die sichere Lieferung von 50 Millionen Dosen bis Ende 2020. 2021 sollen bis 1,3 Milliarden Impfdosen geliefert werden. Während Großbritannien noch in diesem Jahr mit dem Impfen beginnen möchte, geht Gesundheitsminister Jens Spahn davon aus, dass in Deutschland zum Jahreswechsel mit dem Impfen gegen Sars-CoV-2 begonnen werden kann.

Knappheit an medizinischem Personal bedroht schnelle Impfstoff-Erfolge

Es kann aber noch viel schiefgehen. Neben der Gefahr, die im Netz von Cyberkriminellen lauert, bedroht auch eine Personalknappheit die Impffortschritte in Deutschland. Der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, sagte zur "Bild"-Zeitung. Gesucht werden Ärzte, Krankenschwestern, freiwillige Helfer."

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sig/news.de