06.11.2020, 12.09 Uhr

Coronavirus-News: Über 200 Menschen mit neuer Nerz-Corona-Variante infiziert

Corona-Schock-Nachrichten aus Dänemark: Dort ist das Coronavirus auf Tiere übergesprungen und mutiert. Schon zwölf Menschen sollen sich mit der Corona-Mutation infiziert haben. Übertragen wurde die mutierte Version von Sars-CoV-2 von Nerzen, die nun sterben sollen.

Bringt die Covid-19-Mutation den Corona-Impfstoff in Gefahr? Bild: dpa

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. In Dänemark tauchte jetzt eine mutierte Version des neuartigen Virus auf, die Anlass zur Sorge gibt. Wie es zur gefährlichen Mutation kam? Das Coronavirus ist höchstwahrscheinlich auf Tiere übersprungen, wo das Virus mutierte. Nun tauchten bereits erste Fälle auf, bei denen die Corona-Mutation auf den Menschen zurückgesprungen ist. Um weitere Ansteckungen mit der mutierten Version des Coronavirus Sars-CoV-2 zu verhindern, ergreift die Regierung jetzt drastische Schritte.

Coronavirus-News: Corona-Mutation in Dänemark gefährdet Impfstoff-Wirkung

Aus Sorge vor den Folgen für kommende Impfstoffe gegen das Coronavirus werden in Dänemark alle Nerze getötet. Das gab Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Mittwoch auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt. Dabei geht es um Millionen von Tieren. Das Fell der Nerze ist unter anderem für Pelzmäntel beliebt. Das Virus sei unter Nerzen mutiert und wurde auf den Menschen übertragen, sagte die Regierungschefin. Das Problem daran sei, dass diese Mutation dafür sorgen könnte, dass ein künftiger Impfstoff nicht seine erhoffte Wirkung entfalte.

Mutiertes Coronavirus schon auf zwölf Menschen übergesprungen

Bei zwölf Menschen im Norden Jütlands sei bereits eine mutierte Version des Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt worden, sagte Frederiksen. Zugleich warnte sie davor, dass die Mutation sich nicht nur auf weitere Teile Dänemarks, sondern auch im Rest der Welt ausbreiten könnte. Ob die Coronavirus-Mutation gefährlicher ist als die Ursprungsform des Covid-19-Erregers, wurde währenddessen nicht bekannt. Das Risiko weiterer Übertagungen der Corona-Mutation wolle man in Dänemark dennoch nicht eingehen. Daher auch der drastische Schritt. Die Nerzzüchter werden entschädigt, wie Lebensmittelminister Mogens Jensen sagte.

Corona-Mutation von Nerzen auf Menschen übertragen

Dänemark ist der weltweit größte Produzent von Nerzfellen. Im Land gibt es derzeit 1.139 Zuchtfarmen und etwa 15 bis 17 Millionen Nerze. Nach Angaben derdänischen Behörden sind bereits auf mehr als 200 Farmen Corona-Fälle festgestellt worden. Auf 67 Farmen wurde der Pelztierbestand bereits getötet. Die Niederlande hatten nach ähnlichen Ausbrüchen von Corona bei Nerzen Anfang Juni beschlossen, alle Pelztiere auf den betroffenen Farmen zu töten.

Über 200 Menschen mit von Nerzen stammender Corona-Variante infiziert

In Dänemark haben sich seit Juni mindestens 214 Menschen mit einer ursprünglich bei Nerzen aufgetretenen Variante des Coronavirus infiziert. Das teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Freitag mit. 200 der Fälle wurden in der Region Nordjütland nachgewiesen. In dieser Region befinden sich besonders viele Nerzfarmen. Landesweit wurde Sars-CoV-2 bereits in 216 Zuchtanlagen gefunden.

In sieben Regionen in Nordjütland sind die Menschen nun aufgefordert, in ihren Kommunen zu bleiben. Der öffentliche Nahverkehr wird ab Montag eingestellt. Restaurants, Schwimmbäder und Fitnessstudios müssen schließen. Betroffen von den Beschränkungen sind die Kommunen Hjørring, Frederikshavn, Brønderslev, Jammerbugt, Thisted, Vesthimmerland und Læsø.

 

Aus Sorge vor den Folgen für kommende Impfstoffe gegen das neuartige Coronavirus werden in Dänemark alle Nerze getötet. Bild: dpa

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sba/bua/news.de/dpa

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