31.07.2020, 14.39 Uhr

Löwen-Attacke in Tansania: Raubkatze beißt Safari-Gast (64) Arm ab

Um Raubtiere wie Löwen, Leoparden oder Nashörner hautnah zu erleben, sind Safaris eine beliebte Option - doch ein Paar aus Frankreich bezahlte die Erfahrung beinahe mit dem Leben. Der 64-jährige Mann wurde von einem Löwen zerfleischt!

Eine Löwen-Attacke bezahlte ein Safari-Teilnehmer in Tansania um ein Haar mit dem Leben. Bild: Ipol Peter Skinner / ipol / picture alliance / dpa

Die atemberaubende Landschaft des schwarzen Kontinents hautnah erleben, wilde Tiere wie Löwen, Leoparden oder Nashörner aus nächster Nähe beobachten und unvergessliche Momente genießen - das versprechen sich die meisten Safari-Teilnehmer von den touristischen Ausflügen, die in vielen Teilen Afrikas angeboten werden. Für ein Ehepaar aus Frankreich, das vor fünf Jahren eine Luxus-Safari buchte, ging der Traum jedoch beinahe tödlich aus.

Luxus-Safari in Tansania endet mit Löwen-Attacke auf Senior (64)

Patrick Fourgeaud und seine Ehefrau Brigitte aus Mont-Saxonnex in Frankreich, so der Name der beiden Afrika-Urlauber, hatten Schilderungen der britischen "Metro" zufolge 2015 eine luxuriöse Safari über einen britischen Anbieter gebucht. Das Seniorenpaar, er 64, sie 63 Jahre alt, wollte bei dem Ausflug in Tansania die atemberaubende Landschaft bestaunen und mit der Tierwelt auf Tuchfühlung gehen. Dass sich letzterer Wunsch allerdings in lebensbedrohlicher Form erfüllen würde, wagte das Ehepaar vor Reiseantritt nicht zu hoffen.

Raubtierattacke in Afrika: Löwe zerfleischt Franzosen in Safari-Zelt

Im Rahmen der Safari durften die Teilnehmer den Schilderungen der "Metro" zufolge im Ruaha National Park in Zelten übernachten - auch Patrick und Brigitte Fourgeaud schlugen ihre Camping-Unterkunft in dem Nationalpark auf und legten sich schlafen, als ein ungebetener Gast die Nachtruhe störte. Als die 63-Jährige erwachte, wurde sie eines ausgewachsenen männlichen Löwen gewahr, der in das Zelt des Ehepaares eingedrungen war und die Safari-Teilnehmer ausgiebig beschnupperte.

Safari-Teilnehmer muss nach Raubtier-Angriff unzählige Operation über sich ergehen lassen

Beim Schnuppern sollte es jedoch nicht bleiben: Das Raubtier stürzte sich kurzerhand auf Patrick Fourgeaud und zerfleischte den 64-Jährigen. Bei dem Löwen-Angriff wurde dem Franzosen der linke Arm regelrecht zerfetzt. Seit der Attacke vor fünf Jahren musste der Rentner zehn Operationen über sich ergehen lassen, um den Arm rekonstruieren zu lassen, weitere Eingriffe sollen folgen.

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Ehepaar verklagt Safari-Veranstalter nach Löwen-Attacke

Nach der beinahe tödlichen Löwen-Attacke leiden Brigitte Fourgeaud und ihr Mann nicht nur körperliche, sondern auch seelische Qualen - neben einer Posttraumatischen Belastungsstörung wurden auch Depressionen bei dem Paar diagnostiziert. Nun will das Safari-Paar gerichtlich gegen den Reiseanbieter vorgehen. Der Veranstalter habe keine hinreichenden Vorkehrungen getroffen, die Safari-Gäste vor Tierangriffen zu schützen, hieß es in der Anklage. Der Reiseanbieter wies zunächst alle Anschuldigen von sich, die Sorgfaltspflicht verletzt zu haben. Wann es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, steht noch nicht fest.

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loc/news.de

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