02.08.2020, 06.39 Uhr

Hadsch-Wallfahrt 2020 endet heute: Maskenpflicht bei Pilgerreise nach Mekka! DAS müssen Muslime beachten

Die Pilgerreise nach Mekka, auch als Hadsch bekannt, gehört für gläubige Muslime zu den Grundfesten ihres Glaubens. In diesem Sommer unterliegt die Wallfahrt besonderen Regeln, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Muslimische Pilger umrunden die Kaaba in der al-Haram-Moschee bei der muslimischen Pilgerreise Hadsch. Bild: Amr Nabil / AP / picture alliance / dpa

Für gläubige Muslime gehört die Hadsch genannte Wallfahrt nach Mekka zu den unverrückbaren Grundsäulen ihres Glaubens. Im Jahr 2020 beginnt die Pilgerreise am Dienstag, dem 28. Juli und endet am Sonntag, dem 2. August.Sie ist für das ölreiche Königreich Saudi-Arabien auch eine wichtige Einnahmenquelle.

Hadsch 2020: Das bedeutet Muslimen die Pilgerreise nach Mekka

Der Tradition folgend hat jeder Muslim, egal ob weiblich oder männlich, einmal in seinem Leben die Pilgerreise nach Mekka anzutreten, vorausgesetzt, er oder sie ist volljährig, körperlich gesund und finanziell dazu in der Lage. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie müssen Muslime im Sommer 2020 jedoch einige Einschränkungen bei der Pilgerfahrt nach Mekka hinnehmen.

Hadsch 2020 während der Corona-Pandemie: Mundschutzpflicht und Abstandsgebote in Kraft

Muslimische Pilger müssen bei der diesjährigen Wallfahrt Hadsch in Saudi-Arabien zur Eindämmung des Coronavirus einen Mundschutz tragen. Zusätzlich zur Maskenpflicht sollen Ordner zu großes Menschengedränge verhindern und dafür sorgen, dass die Gläubigen einen Mindestabstand von anderthalb Metern einhalten. Das gelte bei Gebeten und religiösen Ritualen wie auch in Restaurants und Zelten, teilte das Zentrum für Seuchenprävention und -bekämpfung laut der staatlichen Nachrichtenagentur SPA mit.

Hadsch 2020 mit drastischen Einschnitten: Pilgerreise nur für junge Muslime im Inland erlaubt

An der Pilgerfahrt nahmen 2019 fast 2,5 Millionen Menschen teil, darunter 1,8 Millionen aus dem Ausland. Wegen der Corona-Pandemie hat das Königreich ihre Zahl dieses Jahr drastisch auf wenige Tausend verringert. Teilnehmen dürfen nur Gläubige unter 65 Jahren, die sich bereits im Land befinden. Sie würden vorab auf das Coronavirus getestet, um sicherzustellen, dass sie nicht infiziert seien. Nach der Hadsch müssten sie in Quarantäne. Der Hadsch beginnt dieses Jahr am 28. Juli. Der genaue Termin für die Pilgerreise hängt vom Erscheinen der Neumondsichel ab.

Pilgerreise Hadsch nach Mekka: Strenge Regeln für Wallfahrt verhängt

Wegen des Coronavirus gelten während der Wallfahrt weitere strikte Verhaltensregeln. So dürfen Pilger das würfelförmige Gebäude der Kaaba im Hof der Großen Moschee von Mekka nicht berühren, das sie zum Beginn ihrer Wallfahrten sieben Mal umrunden. Sie dürfen auch keine persönlichen Dinge wie Kleidung, Handtücher oder Handys mit anderen Menschen teilen. Busse dürfen nur bei halber Belegung fahren, heißt es im neuen Regelkatalog.

Mit mehr als 209.000 gemeldeten Infektionen und über 1.900 Toten ist Saudi-Arabien im Vergleich zu anderen Ländern im arabischen Raum besonders stark vom Coronavirus betroffen. Am Sonntag lag die Zahl der täglichen Neuinfektionen bei etwa 3.600. Die Regierung hatte die Ausgangsbeschränkungen zuletzt trotzdem gelockert.

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Wallfahrt Hadsch in Mekka - Pilger umrunden die Kaaba mit Mundschutz

Unter strengen Corona-Auflagen und mit einer stark begrenzten Zahl von Pilgern hat in Saudi-Arabien die muslimische Wallfahrt Hadsch begonnen. Mit Mundschutz und in deutlichem Abstand zueinander umrundeten die Gläubigen, die eine Zulassung erhalten hatten, am Mittwoch (29.07.2020) die Kaaba im Hof der Großen Moschee von Mekka. Für das mehrtägige religiöse Großereignis gelten wegen der Pandemie die strengsten Vorschriften der jüngeren Geschichte des Landes.

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, sind dieses Jahr nur wenige Tausend Pilger zugelassen - ein Bruchteil der rund 2,5 Millionen, die 2019 teilnahmen. Nur Gläubige unter 65 Jahren ohne chronische Vorerkrankungen, die sich bereits im Land aufhielten, wurden zugelassen. 70 Prozent von ihnen stammen dieses Jahr aus anderen Ländern, 30 Prozent sind saudische Staatsbürger. Vor und nach der fünftägigen Pilgerfahrt müssen sie sich in Quarantäne begeben.

Die Gesundheit und Sicherheit der Pilger habe höchste Priorität, hatte Hadsch-Minister Mohammed Salih Bintin zum Auftakt gesagt. Das Königreich habe Wert darauf gelegt, die Wallfahrt in Mekka trotz der Pandemie zu ermöglichen.

Mekka und die nahe gelegene Stadt Medina gelten als die Wiege des Islams. Der saudische König Salman gewinnt einen Teil seiner Legitimation aus der Hoheit über diese Orte. Er trägt deswegen auch den Titel "Diener der beiden Heiligen Stätten". Zudem beschert der Hadsch dem Land wichtige Einnahmen.

Pilger müssen dieses Jahr wegen des Coronavirus unter anderem einen Abstand von anderthalb Metern einhalten und bei den religiösen Ritualen Mundschutz tragen. Die Kaaba, das würfelförmige Gebäude in der Großen Moschee, dürfen sie nicht berühren. Normalerweise umrunden die Gläubigen die heilige Stätte während der Hadsch-Rituale siebenmal. In vergangenen Tagen war zu sehen, wie Arbeiter Böden und Oberflächen vor Ankunft der Pilger desinfizieren. In Saudi-Arabien wurden mehr als 270.000 Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet.

Für gläubige Muslime zählt die Wallfahrt zu den fünf Grundpflichten. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern. Für die weite Anreise aus Asien, Afrika oder anderen Teilen der Welt sparen viele von ihnen Jahre. Die Wallfahrt, die auch durch Reisebüros und Touranbieter organisiert wird, kann einen Pilger schnell mehrere Tausend Dollar kosten.

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loc/news.de/dpa

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