08.07.2020, 09.23 Uhr

Badeunfälle 2020: Frau (84) tot aus See geborgen, geretteter Schwimmer in Klinik gestorben

Badeunfälle mit tödlichem Ausgang sind die traurigen Begleiterscheinungen des Sommers - auch 2020 reißen News über Badeunfälle nicht ab. Im News-Ticker finden Sie alle aktuellen Meldungen zum Thema.

Jeden Sommer verunglücken Menschen bei Badeunfällen tödlich - unter den Opfern sind nicht nur Kinder (Symbolbild). Bild: Georg Wendt / picture alliance / dpa

In jedem Jahr wird die Sommerfreude getrübt durch tragische Badeunfälle. Bereits die ersten sommerlich-warmen Tage im Juni 2020 wurden von tödlichen Unglücken überschattet. Alle News zu Badeunfällen in Deutschland haben wir für Sie in unserem News-Ticker zusammengefasst.

Badeunfälle 2020: News-Ticker zu tödlichen Unfällen in Deutschland

+++ 07.07.2020: Vermisster 16-Jähriger tot aus Stausee geborgen +++

Ein seit Tagen vermisster 16-Jähriger ist tot aus einem Stausee in der Sächsischen Schweiz nahe der Grenze zu Tschechien geborgen worden. Die Ermittlungen zur Todesursache seien noch nicht abgeschlossen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der Verdacht auf eine Straftat bestehe nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen nicht. Polizeitaucher entdeckten die Leiche des Jugendlichen am Montag in dem Rückhaltebecken des Mordgrundbaches in Bad Gottleuba-Berggießhübel.

Der 16-Jährige war am vergangenen Freitag gemeinsam mit Freunden in dem Hochwasserrückhaltebecken schwimmen. Nach Angaben der Polizei war er abgetaucht, aber nicht wieder an die Wasseroberfläche gekommen. Eine Suche mit Tauchern und einem Sonarboot blieb erfolglos. Die Ermittler vermuteten schon bald, dass der Teenager ums Leben gekommen ist.

+++ 08.07.2020: Seniorin (84) tot in Thansauer See in Oberbayern entdeckt +++

Ein tragischer Todesfall beschäftigt die Polizei in Oberbayern. Am Dienstag, dem 7. Juli 2020, entdeckte die Wasserwacht im Thansauer See den leblosen Körper einer Seniorin. Die 84-Jährige konnte von den Rettungskräften nur noch tot geborgen werden. Am Ufer des Badesees hatten Passanten zuvor persönliche Gegenstände der Frau entdeckt und Hilfe gerufen. Ersten Ermittlungen zufolge soll die Verstorbene aus der Ortschaft Neubeuern kommen. Offenbar starb die 84-Jährige bei einem Badeunfall, Fremdverschulden oder Gewalteinwirkung wurde zunächst ausgeschlossen.

+++ 06.07.2020: Schwimmer (56) aus Bodensee nach Rettung in Klinik gestorben +++

Badeunfall im Bodensee: Wie die Polizei in Göppingen mitteilte, trieb ein 56 Jahre alter Mann am Sonntag unweit der Ortschaft Bodman leblos im Wasser. Eine Augenzeugin fackelte nicht lange und rettete den leblosen Schwimmer, der als Gast aus dem Hochschwarzwald am Bodensee weilte, ans sichere Ufer. Dort wurde der bewusstlose Mann von DLRG-Helfern wiederbelebt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Dort verlor der Mann zwei Tage nach dem Badeunfall jedoch seinen Kampf ums Überleben, wie die Polizei am 8. Juli mitteilte. Die Wasserschutzpolizei in Überlingen hat die Ermittlungen zu dem Zwischenfall aufgenommen.

+++ 05.07.2020: Mann ertrinkt bei Junggesellenabschied in der Donau +++

Bei einem Junggesellenabschied auf der Donau ist ein 30 Jahre alter Mann in Baden-Württemberg ertrunken. Zehn Männer und Frauen hatten sich am Samstagvormittag in Obermarchtal zu einer Tour mit Booten aufgemacht, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Gruppe machte an verschiedenen Stationen Zwischenstopps und trank "nicht unerhebliche Mengen Alkohol", wie es hieß.

Ersten Ermittlungen zufolge suchte der 30-Jährige am späten Nachmittag seine Sonnenbrille im Wasser, die er dort zum wiederholten Mal verloren haben soll. Ohne Schwimmweste stand er laut Polizei zunächst im niedrigen Wasser und war dann plötzlich weg. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei suchten nach Angaben eines Polizeisprechers mit 118 Kräften nach ihm. Die Suche mit Boot, Hubschrauber und Drohne blieb zunächst erfolglos. Taucher fanden den Mann schließlich tot im Wasser.

+++ 05.07.2020: 3 Männer nach Motorboot-Unfall gerettet, 30-Jähriger vermisst +++

Nach einem Motorboot-Unfall auf dem Tegeler See in Berlin retteten Einsatzkräfte am Freitagabend drei Männer aus dem Wasser - von einem vierten fehlte seither jede Spur. Auch am Sonntag hätten die Einsatzkräfte weiter nach dem 30-Jährigen gesucht, bei dem es sich vermutlich um den Fahrer des Bootes handele, teilte die Polizei mit. Die vier Männer waren aus bislang ungeklärter Ursache während der Fahrt auf dem See über Bord gegangen. Es könnte Alkohol im Spiel gewesen sein, hieß es. Passanten fanden den Angaben zufolge das führerlose Boot, nachdem diesem der Sprit ausgegangen war und alarmierten die Polizei.

+++ 04.07.2020: Zwei Mädchen sterben bei Badeunfällen in Niedersachsen und NRW +++

In Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen sind zwei Kinder bei Badeunfällen ums Leben gekommen. In Hannover starb ein fünfjähriges Mädchen. Es sei am Freitagabend beim Spielen mit anderen Kindern im Märchensee unter Wasser verschwunden, teilte die Polizei mit. Ein Zeuge habe daraufhin Alarm geschlagen. Die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr eilten daraufhin ins Wasser, um das Kind zu suchen. Nach etwa zehn Minuten habe ein Polizeibeamter das Mädchen ertastet und ans Ufer gezogen, hieß es. Trotz Wiederbelebungsversuche starb die Fünfjährige wenig später im Krankenhaus.

An einem See in Hückelhoven kam laut Polizei eine Elfjährige ums Leben. Sie ging demnach am Freitagabend in den Adolfosee, verlor den Halt und geriet unter Wasser. Eine Gleichaltrige, die am Ufer wartete, den Angaben zufolge Nichtschwimmerin, versuchte, mit ihrem Fahrrad Hilfe zu holen. Währenddessen kamen Spaziergänger zum See, die den im Wasser treibenden Körper sahen und den Rettungsdienst alarmierten. Das Mädchen starb im Krankenhaus.

+++ 02.07.2020: Kind ertrinkt in Pool! Vierjährige hatte eigentlich Angst vor Wasser +++

Am Montag wurde die vierjährige Ursula leblos in einem Kinderpool gefunden. Wenige Tage später starb das Mädchen im Krankenhaus. Nun wurden weitere schreckliche Details zum Unglück bekannt. Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, spielte das Kind vor dem Haus, während ein Nachbar kurz auf sie aufpasste."Ihre Mutter war im Haus, weil es dort einen Wasserschaden gab", sagte ihr Onkel Omran A. gegenüber dem Blatt. Dann sei der Nachbar plötzlich in seine Wohnung gegangen und wollte Schokolade holen. Als er wieder raus kam, war sie plötzlich verschwunden."Meine Schwester und Nachbarn haben sofort angefangen, sie zu suchen", zitiert die "Bild" den Onkel. Auf einem Nachbargrundstück wurde Ursula schließlich gefunden. leblos auf dem Grund eines Aufstellpools."Ursula dachte bestimmt, die Leiter sei ein Spielgerät wie auf dem Spielplatz. Freiwillig wäre sie nicht ins Wasser gegangen", sagte ihre Mutter. Nun prüft die Polizei, ob ein Dritter verantwortlich für den tragischen Todesfall sei.

+++ 02.07.2020:32-jähriger Lebensretter in Ahrenshoop war Vater eines der Kinder +++

Der Mann, der am Strand von Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst einem Mädchen und einem Jungen beim Baden das Leben gerettet hat und dabei selbst gestorben ist, ist der Vater eines der Kinder gewesen. Das andere war das Kind seiner Lebenspartnerin, wie die Polizei auf Anfrage am Donnerstag mitteilte. Der 32-Jährige war am Mittwoch in Ahrenshoop im Wasser verschwunden, nachdem er die beiden Zehnjährigen auf eine Steinmole gehievt hatte. Die Kinder waren im Bereich eines Steinwalls von der Strömung erfasst worden und konnten sich nicht aus eigener Kraft an Land retten. Ein Zeuge brachte die Kinder an Land. Der Lebensretter sei dann ebenfalls von der Strömung erfasst und nicht mehr gesehen worden. Der Mann, der aus der Region in Mecklenburg-Vorpommern kommt, konnte nur noch tot geborgen werden.

+++ 01.07.2020: Badeunfall in Ahrenshoop! Vater rettet Sohn (9) und Freund (10) aus der Ostsee - Mann stirbt +++

In Mecklenburg-Vorpommern ist ein Mann (32) beim Versuch seinen Sohn (9) und dessen Freund (10) aus der Ostsee zu ziehen ertrunken. Laut der Polizei, sollen die beiden Jungen vor einem Steinwall gespielt haben, als sie von der Strömung mitgerissen wurden. Sie schafften es nicht wieder zurück ans Ufer. "Dem Mann gelang es, die beiden Kinder auf die Steinmole zu setzen", sagte Polizeisprecherin Stefanie Peter gegenüber "Bild". Doch der Mann wurde wieder in die Fluten gerissen. Nach langer Suche wurde er zunächst nicht gefunden. Die Leiche des Mannes konnte aber später geborgen werden. Die Kinder wurden in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 01.07.2020: Mädchen leblos in Pool in Burladingen gefunden - 4-Jährige ist tot +++

Ein vierjähriges Mädchen ist in Baden-Württemberg leblos in einem Gartenpool aufgefunden worden und nach rund zwei Tagen im Krankenhaus gestorben. Die Staatsanwaltschaft habe eine Obduktion beantragt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Es werde derzeit überprüft, ob Dritte für den tragischen Todesfall in Burladingen verantwortlich sein könnten.

Das Mädchen hatte nach Angaben der Behörden am Montag zunächst unter Aufsicht vor dem Haus seiner Mutter gespielt. Die Mutter ließ das Kind für kurze Zeit aus den Augen - als sie wieder kam, war ihre Tochter verschwunden. Bei einer Suchaktion der Polizei wurde die Vierjährige im Pool auf einem Nachbargrundstück entdeckt. Das Mädchen wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo es in der Nacht zu Mittwoch starb.

+++ 27.06.2020: Mutter will Sohn vor Ertrinken retten - beide sterben im Rhein +++

Beim Baden im Rhein ist ein fünfjähriger Junge ertrunken - bei dem Versuch, ihn zu retten, ist auch seine Mutter gestorben. Die beiden gingen am Samstag im hessischen Treburg im Wasser unter, wie die Polizei am Abend mitteilte. Nachdem der Junge verschwunden war, hatte die Mutter versucht, ihn zu retten. Sie geriet selbst in Not und ein Passant zog sie aus dem Wasser. Laut Polizei war die 30 Jahre alte Frau daraufhin erneut in den Rhein gelaufen. Auch ihre 13-jährige Tochter hatte im Fluss versucht, dem Bruder zu helfen. Der Wasserschutz brachte das Mädchen unversehrt an Land. Mutter und Sohn wurden nach je einer und zwei Stunden Suche gefunden. Trotz Wiederbelebungsversuchen konnten die beiden nicht gerettet werden.

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+++ 25.06.2020: Vater und Tochter in Badesee ums Leben gekommen +++

Ein Mann und seine vierjährige Tochter sind in einem Badesee in Trebgast (Bayern) ums Leben gekommen. Die beiden Leichen seien am Donnerstagabend nach stundenlanger Suche geborgen worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Ehefrau und Mutter hatte die beiden mittags vermisst gemeldet. Sie war mit einem zweiten Kind auf ihrem Platz an dem See in Trebgast nördlich von Bayreuth zurückgeblieben, während der Mann mit der Vierjährigen auf dem Gelände unterwegs war. Als sie nach zweieinhalb Stunden nicht zurückgekehrt waren, starteten Polizei, Rettungsdienst, Wasserwacht und Feuerwehr eine Suchaktion. Ein Kriseninterventionsteam betreute die Ehefrau.

+++ 24.06.2020: Mann (40) nach Badeunfall in Inselsee bei Scharnebeck in Lebensgefahr +++

Um Haaresbreite entging ein 40 Jahre alter Mann im niedersächsischen Scharnebeck dem sicheren Tod. Der Mann aus Polen wurde in den Abendstunden des 24. Juni leblos auf dem See treibend entdeckt - dem beherzten Agieren von Augenzeugen ist es zu verdanken, dass der in Bauchlage treibende Schwimmer auf eine Insel gebracht und reanimiert werden konnte. Wenig später trafen Rettungskräfte und Notärzte ein, bevor der bewusstlose Mann in ein Krankenhaus gebracht wurde. Der 40-Jährige schwebt der Polizei zufolge in Lebensgefahr.

+++ 18.06.2020: Frau in Bullensee bei Rotenburg (Niedersachsen) ertrunken +++

Unweit von Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen ist eine 25 Jahre alte Frau bei einem Badeunfall tödlich verunglückt. Wie die Polizei Rotenburg informierte, war die 25-jährige aus Kamerun stammende Frau mit einem 28 Jahre alten Mann im Bullensee schwimmen, als das Paar aus ungeklärter Ursache in eine Notlage geriet. Einen aufmerksamen Zeugen ist es zu verdanken, dass der Mann gerettet werden konnte. Der Körper der 25-Jährigen konnte erst nach Stunden aus dem Wasser geborgen werden, für die junge Frau kam jede Hilfe zu spät.

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Sicher durch den Sommer: Wo beim Baden Gefahren lauern

In der Sommerhitze ist jede Abkühlung willkommen. Doch manche Badestellen bergen erhebliche Gefahren, warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Ein Überblick:

- Baggerseen: "Die sind anfangs sehr seicht und gehen plötzlich sehr steil ab in die Tiefe", sagt DLRG-Sprecher Achim Wiese. "Da marschiert man also rein und ist plötzlich unter Wasser." Ungeübte und schlechte Schwimmer kann das in Gefahr bringen. Die Wassertemperaturen in einem Baggersee können zudem extrem unterschiedlich sein. "Oben durch die Sonne 28 bis 30 Grad und schon 80 Zentimeter tiefer sind es mitunter plötzlich 10 bis 12 Grad weniger. Das kann zu Krämpfen führen."

- Flüsse: Ihre Gefahr liegt in der Fließgeschwindigkeit des Wassers und der Schifffahrt. "Wer etwa im Rhein oder in anderen Bundeswasserstraßen baden geht - das ist, als würde man mit den Kindern auf der Autobahn spielen gehen", sagt der Experte.

- : Hier beobachtet der Experte immer wieder, dass Menschen zu weit vom Ufer wegschwimmen und es dann schwer haben, zurück zum Strand zu gelangen. Sein Rat: "An der Küste schwimmt man lieber parallel zum Ufer und nicht einfach gerade raus."

Badeunfällen vorbeugen: Lieber nicht ganz alleine baden

Generell sollte man möglichst an Stellen baden, wo es eine Badeaufsicht gibt. Und wenn keine da und man alleine unterwegs ist, sucht man sich lieber einen Platz, an dem auch andere Menschen sind - so bemerkt es jemand, wenn man in Schwierigkeiten gerät.

Der DLRG-Sprecher sieht auch immer wieder, dass einfache und eigentlich allseits bekannte Baderegeln nicht befolgt werden - mit mitunter schlimmen Folgen.

Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät: Langsam an kaltes Wasser gewöhnen

Aufgeheizt ins kalte Wasser zu rennen ist zum Beispiel keine gute Idee. "Der Körper wärmt sich beim Sonnenbaden auf, die Adern dehnen sich - und ziehen sich dann plötzlich zusammen, wenn man ins Wasser hüpft", erklärt Wiese. "Das kann zu Bewusstlosigkeit oder Herzinfarkt führen, und damit dazu, dass man ertrinkt. Gerade Senioren sollten sich unbedingt langsam ans Wasser gewöhnen." Das geht, indem man erstmal Füße oder Arme vorsichtig ins kühle Nass hält.

Auch mit leerem Magen geht man lieber nicht schwimmen - das gilt insbesondere für Menschen mit Diabetes. Das könne zu Unterzuckerung führen, so Wiese, "und das ist dann lebensgefährlich."

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loc/news.de/dpa

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