01.04.2020, 14.59 Uhr

Coronavirus-Maßnahmen aktuell: Wie gefährlich ist die Hausparty-App?

Seit man zur Eindämmung des Coronavirus das Haus nur noch für das Allernötigste verlassen darf, boomt die "Houseparty"-App vor allem bei jungen Leuten. Doch die Anwendung birgt auch einige Gefahren.

User machen der Smartphone-App "Housparty" schwere Vorwürfe. Bild: micro/AdobeStock

Besonders junge Menschen haben an den Coronavirus-bedingten Ausgangsbeschränkungen schwer zu knabbern. Statt mit ihren Freunden zu feiern, müssen sie daheim ausharren. Da kam die App "Houseparty" wie gerufen. Die ist jedoch wohl nicht ganz so harmlos, wie User auf den ersten Blick meinten.

"Houseparty"-App verspricht Partyfeeling von der Couch aus

Zusammen Party zu machen, ohne die Regeln zur Kontaktsperre zu brechen - so lautet die süße Verheißung der App "Houseparty". Per Videochat kann man sich nicht nur mit mehreren Personen unterhalten - wie wir es schon von Sykpe oder Facetime kennen - man kann tatsächlich eine Party mit diesen und anderen Menschen feiern.

Hausparty-App ist anders als andere Videochat-Apps

Als wäre man zu Gast auf einer Party, fühlt man sich, wenn man "Houseparty" öffnet. Entdeckt man plaudernde Gäste, kann man sich dazugesellen. Dabei können auch Leute dabei sein, die man persönlich noch nicht kennt, sondern die lediglich über einen Freund in die "Houseparty" gekommen sind. Laut "t-online" können bis zu acht Partypeople gleichzeitig an der Feierei teilnehmen. Zudem sind in der App auch Spiele integriert. Der wöchentliche Spieleabend ist also trotz Kontaktverboten gesichert!

Hier geht'szum Tweet über die "Houseparty"-App.

User machen der App schwere Vorwürfe

Nach der anfänglichen Euphorie über die Spaß-App, werden nun aber immer mehr Stimmen in den sozialen Netzwerken laut, die eindringlich vor dem Gebrauch der Smartphone-Anwendung warnen. Von gehackten Spotify-Konten ist da ebenso die Rede wie von geknackten E-Mail-Accounts und geplünderten Geldkonten.

Hausparty-App bietet 1 Million Dollar Belohnung

Die Macher der Anwendung dementierten jegliche Gefahr, die durch ihre App ausgehe. Wenn Kontos und Accounts gehackt worden seien, dann lag das nicht an "Houseparty" - so das Statement des Unternehmens auf Twitter.

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Mittlerweile geht das Start-up davon aus, dass der Shitstorm gegen "Houseparty" von einem Konkurrenten finanziert wurde, der ein ähnliches Produkt auf den Markt bringen wolle. Denjenigen, der es schafft, den Strippenzieher gegen "Houseparty" zu entlarven, belohnt das Unternehmen mit 1 Million US-Dollar. Das wäre doch mal eine Recherche wert, oder?

Hier geht's zum YouTube-Video über Corona.

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sig/sba/news.de

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