21.01.2020, 12.57 Uhr

Unwetter im Januar 2020 aktuell: Monsterwellen und Schneehorror! Sturmtief Gloria wütet über Südeuropa

Ein heftiges Unwetter-Tief tobt derzeit über Spanien. Sturm, riesige Wellen, Starkregen und sogar Schnee forderten bereits zwei Todesopfer. Das Schlimme: Der Wetterdienst gibt noch keine Entwarnung.

Sturmtief Gloria tobt über Spanien. Bild: AdobeStock / Werner

Während das starke Hoch über Großbritannien sowie West- und Osteuropa für überwiegend freundliches Wetter sorgt, tobt über dem östlichen Mittelmeer Sturmtief Gloria - Schnee und Rekordwellen inklusive.

Unwetter im Januar 2020 aktuell:Schnee und Überschwemmungen in Südfrankreich

Heftiger Regen und Schnee haben in Süden Frankreichs Stromausfälle und Verkehrsbehinderungen verursacht. Das Sturmtief "Gloria" zog seit Montagabend über das Département Pyrénées-Orientales an der spanischen Grenze. Zahlreiche Straßen wurden gesperrt, wie die zuständige Präfektur am Dienstag mitteilte. Die Behörden warnen vor Überschwemmungen und Glätte. Medienberichten nach waren Tausende Haushalte ohne Strom, mancherorts gab es Erdrutsche. In der Region herrschte die zweithöchste Alarmstufe. Nach Angaben des französischen Wetterdiensts wird in Höhenlagen ab 500 Metern mit "erheblichen Schneemengen" gerechnet, in den Ebenen wird noch bis Donnerstag heftiger Regen erwartet.

Zwei Tote! Tief Gloria wütet über Spanien

Im Osten Spaniens haben Unwetter bereits Stromausfälle und Zugverspätungen ausgelöst. Besonders betroffen waren die Regionen rund um die Küstenstadt Valencia und die Balearen mit der Urlaubsinsel Mallorca. In der Gemeinde Gandia nahe Valencia sei ein 54-jähriger Obdachloser in der Nacht offenbar erfroren, berichteten spanische Medien.

In Nordspanien war bereits am Sonntag ein Mann ums Leben gekommen, als er Schneeketten aufziehen wollte und dabei von einem Kleintransporter erfasst wurde. Der Fahrer hatte auf der schneebedeckten Fahrbahn die Kontrolle über den Lieferwagen verloren.

8-Meter-Wellen! Wetterdienst warnt vor Sturmtief Gloria

An der Küste der Insel Dragonera südwestlich von Mallorca wurden laut staatlichem Wetterdienst Aemet Rekordwellen von knapp acht Metern gemessen - der bisherige Höchstwert lag dort bei sechs Metern, die im Januar 2017 verzeichnet wurden. Auf Mallorca selbst fielen an manchen Orten innerhalb von 24 Stunden um die 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Mehrere Bäche traten über die Ufer.

Wegen der Unwetterfront mussten zahlreiche Straßen vorübergehend gesperrt und Häfen geschlossen werden. In Alicante waren 20.000 Menschen zeitweise ohne Strom. In Dutzenden Gemeinden rund um Valencia blieben die Schulen geschlossen.

Unwetterwarnung aktuell für Spanien: Schnee, Sturm und Starkregen

Die Gefahr ist jedoch noch nicht vorüber. Weiterhin warnt der Wetterdienst bis Dienstag (20.01.2020) in Spanien vor Sturm, starkem Wellengang, Starkregen und sogar vor Schnee. In einigen Regionen werden bis zu 50 Zentimeter Schnee innerhalb von 24 Stunden erwartet. Die aktuelle Unwetterwarnung finden Sie auf der Seite von "meteoalarm.eu".

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bua/fka/news.de/dpa

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