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Unglück auf Insel Ikaria: Freund telefoniert mit Forscherin kurz vor ihrem Tod

Zwei Tage lang galt Dr. Natalie Christopher als vermisst - nun wurde die britische Wissenschaftlerin tot auf der griechischen Insel Ikaria gefunden. Über die Todesursache soll eine Obduktion Aufschluss geben.

Die Leiche der britischen Wissenschaftlerin Dr. Natalie Christopher wurde auf der griechischen Insel Ikaria gefunden - zwei Tage, nachdem die Astrophysikerin als vermisst gemeldet worden war (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Leiche der britischen Wissenschaftlerin Dr. Natalie Christopher wurde auf der griechischen Insel Ikaria gefunden - zwei Tage, nachdem die Astrophysikerin als vermisst gemeldet worden war (Symbolbild). Bild: Georg Ismar / picture alliance / dpa

Eine als vermisst gemeldete britische Wissenschaftlerin ist nach zwei Tagen tot auf der griechischen Insel Ikaria gefunden worden. Suchkommandos entdeckten die Leiche der Astrophysikerin Dr. Natalie Christopher in einer Schlucht.

Aktuelle Infos zum Todesfall der britischen Wissenschaftlerin im News-Ticker

+++ 09.08.2019: Telefonat mit ihrem Freund kurz vor ihrem Tod +++

Die am Mittwochabend auf der griechischen Insel Ikaria tot aufgefundene britische Wissenschaftlerin ist nach den Worten eines Gerichtsmediziners verunglückt. "Alle Indizien deuten darauf hin", sagte der Gerichtsmediziner Nikos Karakoukis am Donnerstag, wie das Staatsfernsehen (ERT) berichtete. Es gebe keine Anzeichen eines Kampfes mit einer anderen Person, hieß es.

Der Freund der toten Wissenschaftlerin soll während ihrer Jogging-Runde noch mit ihr telefoniert haben, berichtet die "Bild"-Zeitung. Auf ihre Aussage hin, sie sei in felsigem Gelände unterwegs, appellierte er noch, sie solle vorsichtig sein. Leider schien Natalie Christopher nicht vorsichtig genug gewesen zu sein.

+++ 08.08.2019: Blutspuren auf Kissen - Jogging-Unfall +++

Traurige Gewissheit im Fall einer vermissten Wissenschaftlerin: Die Frau ist auf der griechischen Insel Ikaria tot entdeckt worden. Die Spuren deuten auf einen tödlichen Unfall beim Joggen hin.

Die Polizei von einem Unfall aus. Wie das staatliche griechische Fernsehen ERT und mehrere griechische Nachrichtenportale am Mittwochabend berichteten, hätten Rettungsmannschaften die Frau unter Steinen begraben in einem Steilhang gefunden. Sie sei an ihrem letzten Urlaubstag vermutlich ohne Ausrüstung entlang des Steilhangs gelaufen und dabei ausgerutscht. Die genaue Todesursache soll jedoch noch die gerichtsmedizinische Untersuchung klären, sagte ein Polizeibeamter der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend.

"Wir untersuchen alle Möglichkeiten. Im Moment sieht es nach einem Unglück aus", erläuterte der Ermittler. Er wollte aber vor Abschluss der gerichtsmedizinischen Untersuchung auch einen kriminellen Hintergrund nicht kategorisch ausschließen.

Die Tatsache, dass Blutspuren auf einem Kissen im Zimmer des Opfers gefunden worden waren, hatte Spekulationen über einen kriminellen Hintergrund angeheizt. Der Freund des Opfers sagte jedoch bei der Polizei aus, seine Freundin habe Nasenbluten am Vorabend des Unglücks gehabt.

Dr. Natalie Christopher auf Zypern vermisst - Leiche gefunden

Der Freund des Opfers - ein 38-jähriger Zyprer - hatte die 35-jährige Astrophysikerin am Montag als vermisst gemeldet, nachdem die Wissenschaftlerin nach dem Jogging nicht in ihre Pension zurückgekehrt war. Dr. Natalie Christopher arbeitete nach ihrem Studium in Oxford und an der Universität Durham als Astrophysikerin an der Europäischen Universität Zypern in Nikosia.

Todesursache von britischer Wissenschaftlerin zunächst unklar

Über die Todesursache wurde zunächst nichts bekannt. Die Leiche müsse noch von Gerichtsmedizinern untersucht werden, hieß es aus Polizeikreisen. Die Polizei schließt einen kriminellen Hintergrund nicht aus. Aus diesem Grund waren am Mittwochmorgen Mitarbeiter einer Mordkommission aus Athen nach Ikaria geflogen.

Tod von Dr. Natalie Christopher erinnert an tragischen Mord an Suzanne Eaton

Erst kürzlich war auf der griechischen Insel Kreta die Forscherin Suzanne Eaton ermordet worden. Die gebürtige Amerikanerin hatte in Dresden geforscht.

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/news.de/dpa

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