Polizei-News Rinteln, 13.10.26: Betrug nach Schockanruf - 75-Jährige übergibt mehrere tausend Euro, Polizei sucht Zeugen

Ein Unfall wurde aktuell von der Polizei in Rinteln gemeldet. Was ist heute passiert?

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Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Friso Gentsch

KEM) Am Montagnachmittag, 12.10.2026, ist eine 75-jährige Frau aus Rinteln Opfer eines professionell organisierten Schockanrufs geworden und übergab einem Unbekannten am Abend Bargeld im fünfstelligen Bereich.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand erhielt die Rintelnerin gegen 16:00 Uhr den Anruf einer angeblichen Polizeivollzugsbeamtin namens Anna Miller der Kriminalpolizei. Die Anruferin täuschte vor, dass die Tochter der Seniorin einen Verkehrsunfall verursacht habe und nun dringend Geld für zwingend erforderliche Krankenhauskosten benötige. Zur Bekräftigung der Notlage spielten die Täter der Geschädigten gefälschte Audiodateien der angeblichen Tochter vor. Die Betrüger verwickelten die 75-Jährige über vier Stunden lang in das Telefongespräch und setzten sie massiv unter Druck. Gegen 20.40 Uhr übergab die Seniorin an der Breslauer Straße eine Summe von mehreren tausend Euro an eine bislang unbekannte Person.

Diese wird wie folgt beschrieben:

  • männlich

  • ca. 20-25 Jahre alt

  • ca. 180cm groß

  • schlank

  • osteuropäisches Erscheinungsbild

  • russische Mundart, akzentfrei

  • glatte, dunkle, kinnlange Haare

  • dunkelgraue Jacke

Die Polizei bittet Zeugen, die im relevanten Zeitraum an der Breslauer Straße in Rinteln verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder Hinweise zur Geldübergabe oder dem unbekannten Geldabholer geben können, sich bei der Polizei Rinteln unter 05751/96460 zu melden. Zusätzlich werden Anwohnende gebeten, vorhandene Videoaufzeichnungen zu überprüfen und verdächtigte Feststellungen der Polizei zu melden.

Zudem warnt die Polizei erneut ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche:

  • Die Polizei fordert niemals am Telefon dazu auf, Auskünfte über Vermögensverhältnisse, Bargeld oder Wertgegenstände zu geben.

  • Die Polizei fordert niemals am Telefon dazu auf, Bargeld oder Wertsachen zu übergeben.

  • Die Polizei nimmt niemals Wertsachen oder Geld zur "sicheren Verwahrung" entgegen. Weder Polizei noch Justiz verlangen am Telefon Kautionen oder Vorschüsse für medizinische Behandlungen.

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und legen Sie im Zweifel sofort auf.

  • Nutzen Sie für einen Rückruf bei der Polizei nicht die Wiederwahltaste, sondern wählen Sie die Telefonnummer der örtlichen Polizeidienststelle eigenständig oder nutzen Sie den Notruf 110.

  • Beenden Sie bei derartigen Anrufen umgehend das Gespräch und kontaktieren Sie Ihre Angehörigen direkt unter den Ihnen bekannten Telefonnummern.

  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an fremde Personen.

  • Die Polizei bittet darum, Angehörige, insbesondere ältere Familienmitglieder sowie Nachbarn, über diese Betrugsmaschen zu informieren und entsprechend zu sensibilisieren.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeiinspektion Nienburg vom 13.10.2026 gegen 11:04 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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