Polizei-News München, 25.09.26: Münchner Zoll überprüft Hotel- und Gaststättengewerbe Europäisch koordinierte Kontrollaktion
Das Zollamt meldet einen aktuellen Fall in München von heute (Fr), dem 25.09.26. Alle bekannten Details zum Fall.
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Am 17. September 2026 beteiligte sich das Hauptzollamt München, Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), an den europaweit koordinierten EMPACT Joint Action Days zum Thema "Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung durch Beschäftigung, Ausbeutung der Arbeitskraft und Zwangsarbeit".
An der gemeinsamen Kontrollaktion unter Federführung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beteiligten sich mehr als 75 Beschäftigte des Hauptzollamtes München, acht Beamte der Landespolizei sowie Beschäftigte der Zentralen Ausländerbehörde Oberbayern, des Landratsamtes München und der Agentur für Arbeit.
Im Rahmen der Kontrollaktion wurden sechs Hotels, ein Restaurant und ein Einzelhandelsunternehmen geprüft. Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte 77 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus 25 Nationen. Im Fokus der Prüfungen standen insbesondere die Einhaltung der gesetzlichen Mindestlohnbestimmungen, die erforderlichen Arbeits- und Aufenthaltserlaubnisse sowie die ordnungsgemäße Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen.
Bei der Kontrollaktion wurden fünf Personen angetroffen, bei denen Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sie potenzielle Opfer von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung sein könnten. Darüber hinaus wurde eine Person als Tatverdächtiger im Zusammenhang mit dem Verdacht des Menschenhandels identifiziert.
Weiterhin stellte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit bereits während der Maßnahme 26 Verdachtsfälle auf Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz, das Asylgesetz sowie das Dritte Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) fest. Darüber hinaus wurden jeweils Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Leistungsbetrugs und der Urkundenfälschung eingeleitet.
Hintergrund EMPACT:
EMPACT ("European Multidisciplinary Platform Against Criminal Threats") ist eine europäische Plattform zur Bekämpfung schwerer und organisierter grenzüberschreitender Kriminalität. Im Rahmen sogenannter "Joint Action Days" führen Strafverfolgungs-, Arbeits-, Steuer-, Migrations- und weitere Fachbehörden verschiedener europäischer Staaten zeitlich abgestimmte Maßnahmen gegen bestimmte Kriminalitätsphänomene durch. Ein Schwerpunkt des aktuellen EMPACT-Zyklus liegt auf der Bekämpfung des Menschenhandels, unter anderem zum Zweck der Arbeitsausbeutung.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Hauptzollamt München vom 25.09.2026 gegen 10:30 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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