Polizeieinsatz Fürstenfeldbruck, 19.08.2026: Polizeilicher Schusswaffengebrauch
In Schwabing und Allach sucht die Polizei nach Zeugen für mehrere Fälle von Mittwoch, dem 19.08.2026. Haben Sie etwas mitbekommen?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Für Schwabing, Daglfing, Feldmoching-Hasenbergl, Allach und weitere Orte hat die Polizei aktuelle Meldungen herausgegeben. In diesen heißt es:
Schwabing: Polizeilicher Schusswaffengebrauch
Am Dienstag, 18.08.2026, gegen 17:15 Uhr, informierte ein Passant den Polizeinotruf 110 und teilte eine verdächtige männliche etwa 20-jährige Person mit, die im Bereich des U-Bahnhofs Hohenzollernplatz mit einer schwarzen Schusswaffe offen hantiert haben soll. Die Person sei im Anschluss in einen Linienbus Richtung Kurfürstenplatz gestiegen.
Umgehend wurden zahlreiche zivile und uniformierte Einsatzkräfte zur Fahndung nach dem Mann eingesetzt.
Gegen 17:30 Uhr erkannten zwei zivile Einsatzkräfte im Rahmen der Fahndung die beschriebene Person gemeinsam mit einer Begleitperson im Bereich der Kreuzung Herzogstraße und Belgradstraße. Die beiden Personen bewegten sich in Richtung einer Tramhaltestelle. Die beiden Einsatzkräfte folgten dem Mann.
Nach bisherigen Erkenntnissen zog die verdächtige Person einen waffenähnlichen Gegenstand aus der Hose und machte eine Bewegung, als würde sie eine Waffe durchladen. Die Einsatzkräfte forderten die verdächtige Person lautstark auf, die Waffe fallen zu lassen. Diese drehte sich mit erhobener Waffe zu den Polizeibeamten um. Daraufhin gab ein Polizeibeamter einen Schuss ab.
Die verdächtige Person wurde am Oberkörper getroffen. Die Einsatzkräfte leisteten bis zum Eintreffen des verständigten Notarztes unverzüglich Erste Hilfe. Der Rettungsdienst brachte den Verletzten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Nach aktuellen Erkenntnissen befindet er sich in einem stabilen Zustand.
Die verletzte Person konnte erst im Laufe der Nacht im Krankenhaus identifiziert werden, es handelt sich nach bisherigen Erkenntnissen um einen 14-jährigen türkischen Schüler aus dem Landkreis Miesbach.
Der bei dem Verletzten sichergestellte waffenähnliche Gegenstand sieht einer echten Waffe zum Täuschen ähnlich.
Der Bereich um den Einsatzort wurde umgehend weiträumig abgesperrt. Hierbei wurde auch der öffentliche Personennahverkehr beeinträchtigt.
Vor Ort führten die Einsatzkräfte umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durch. Dabei wurden unter anderem Videoaufzeichnungen gesichert, Zeugen und Anwohner wurden befragt. Auch eine Drohne war hier zur Fertigung von Übersichtsaufnahmen im Einsatz.
Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen vor Ort, wurden die Verkehrssperren gegen 22:15 Uhr aufgehoben.
Die weiteren Ermittlungen zur Rechtmäßigkeit des polizeilichen Schusswaffengebrauchs führt das Sachgebiet 131 des Bayerischen Landeskriminalamts unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München I. Die Staatsanwaltschaft hat ein Vorermittlungsverfahren eingeleitet.
Die Ermittlungen zur vorausgegangenen Bedrohung des 14-Jährigen zum Nachteil der einschreitenden Polizeibeamten führt das Kommissariat 24 der Münchner Kriminalpolizei.
Zeugenaufruf: Wer hat am 18.08.2026 zwischen etwa 17:15 Uhr und 17:40 Uhr im Bereich der Herzogstraße, der Belgradstraße oder an der Haltestelle Clemensstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Daglfing: Festnahme eines Tatverdächtigen nach exhibitionistischen Handlungen
Am Mittwoch, 19.08.2026, gegen 00:20 Uhr, befand sich eine 27-jährige Deutsche mit Wohnsitz in Niedersachsen in der S-Bahnlinie 8 stadtauswärts. Dort bemerkte sie eine männliche Person, welche sexuelle Handlungen an sich vornahm und dabei Blickkontakt zu ihr suchte.
Als die 27-Jährige ein Foto der männlichen Person fertigte, stand er unvermittelt auf und wollte den Sitzplatz wechseln. Die 27-Jährige hielt die männliche Person fest. Daraufhin entstand eine körperliche Auseinandersetzung, bei welcher sich die 27-Jährige leicht verletzte.
Ein Polizeibeamter, welcher sich in seiner Freizeit ebenfalls in der S-Bahn befand, wurde auf die Situation aufmerksam, gab sich als Polizeibeamter zu erkennen und nahm die männliche Person vorläufig fest.
Der Tatverdächtige wurde schließlich am S-Bahnhof Daglfing an eine uniformierte Streifenbesatzung zur weiteren Sachbearbeitung übergeben. Hierbei griff er die festnehmenden Beamten tätlich an. Dabei wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 28-jährigen Deutschen mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck. Der 28-Jährige wurde wegen der exhibitionistischen Handlungen, Körperverletzung sowie tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte angezeigt und nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Das Kommissariat 15 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Feldmoching-Hasenbergl: Größerer Polizeieinsatz nach unklarer Bedrohungssituation
Am Dienstag, 18.08.2026, gegen 16:45 Uhr, sprach eine 42-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München auf der Straße eine Passantin an. Sie gab an, kurz zuvor in ihrer Wohnung von ihrem ehemaligen Lebensgefährten, einem 33-jährigen Ungarn ohne festen Wohnsitz in Deutschland, angegriffen und mit einem Messer bedroht worden zu sein. Die Passantin verständigte daraufhin umgehend den Polizeinotruf 110.
Es musste davon ausgegangen werden, dass sich der Täter noch in der Wohnung befinden könnte. Da zudem nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich dort weitere Personen aufhielten, wurde der Bereich abgesperrt und mehrere Streifenbesatzungen sowie Spezialkräfte hinzugezogen. Nach Bewertung der Lage betraten die Spezialkräfte die Wohnung.
Dort wurde lediglich vermeintlich unbeteiligte Person angetroffen. Diese gab an, von dem vorausgegangenen Geschehen nichts mitbekommen zu haben. Der gesuchte Täter befand sich nicht mehr in der Wohnung und konnte bislang nicht angetroffen werden.
Die 42-Jährige wurde aufgrund ihrer Verletzungen durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.
Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Bedrohung, Körperverletzung und versuchten gefährlichen Körperverletzung führt das Kommissariat 25.
Allach: Trickdiebstahl durch falsche Handwerker
Am Dienstag, 18.08.2026, gegen 13:00 Uhr, gab sich ein bislang unbekannter Täter gegenüber einer über 80-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in München als Handwerker aus. Er teilte der Seniorin mit, dass ihre Wasserleitung verunreinigt sei und überprüft werden müsse.
Unter diesem Vorwand verschaffte er sich Zutritt zur Wohnung und begab sich gemeinsam mit der Seniorin in das Badezimmer. Während dort das Wasser laufen gelassen wurde, betrat offenbar ein weiterer bislang unbekannter Täter unberechtigt die Wohnräume.
Nach etwa zehn Minuten teilte der falsche Handwerker der Seniorin mit, dass seine Arbeiten beendet seien, und entfernte sich in unbekannte Richtung.
Am Abend stellte die über 80-Jährige fest, dass diverse Wertgegenstände im Wert von mehreren tausend Euro fehlten. Sie verständigte daraufhin den Polizeinotruf 110.
Das Kommissariat 55 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Der Täter wurde wie folgt beschrieben: Männlich, ca. 45 Jahre alt, ca. 185 cm groß, kräftige Statur, dunkle Hautfarbe, sprach gut deutsch ohne Akzent; Bekleidung: Beige graue Jacke
Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich des Petuelrings, der St.-Blasien-Straße und des Spiridon-Louis-Bogens (Allach) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei: Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Heizungsmonteure, Stromableser, Sanitärinstallateure oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie z. B. behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Sie zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken überprüfen lassen, ob entsprechende Behauptungen der Wahrheit entsprechen.
Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums München. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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