Polizei-News München, 13.07.26: Bundespolizei ermittelt nach sexueller Belästigung, Körperverletzung und weiteren Straftaten
Die Polizei informiert über einen aktuellen Verkehrsunfall in München. Was ist heute passiert?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Am vergangenen Wochenende (10. bis 12. Juli) war die Bundespolizei München unter anderem wegen einer sexuellen Belästigung in einem Regionalzug, eines missbräuchlich ausgelösten Nothalts, einer gefährlichen Körperverletzung am Hauptbahnhof sowie weiterer Straftaten gefordert. Zudem vollstreckten Einsatzkräfte einen Haftbefehl und suchen Zeugen nach einer exhibitionistischen Handlung.
Sexuelle Belästigung im Regionalzug - Bundespolizei wertet Videoaufnahmen aus
Am Freitagmorgen (10. Juli) erschien eine 28-jährige Ukrainerin bei der Bundespolizeiinspektion München und zeigte eine sexuelle Belästigung während der Fahrt mit dem Regionalzug RB16 zwischen Pfaffenhofen und München an. Nach Angaben der Geschädigten setzte sich ein bislang unbekannter Mann während der Zugfahrt neben sie. Während sie mit geschlossenen Augen auf einem Fensterplatz saß, griff der Unbekannte ihr unvermittelt an die Brust. Die 28-Jährige stieß den Mann daraufhin von sich weg, stand auf und verließ ihren Sitzplatz. Der Täter folgte ihr nicht. Nach Ankunft am Münchner Hauptbahnhof erstattete die Frau umgehend Anzeige. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung aufgenommen. Zur Identifizierung des bislang unbekannten Tatverdächtigen werden nun Videoaufzeichnungen ausgewertet.
Tablet nach Mitarbeiterin geworfen - Untersuchungshaft angeordnet
Am Freitagnachmittag (10. Juli) gegen 17:15 Uhr kam es in einem Schnellrestaurant im Münchner Hauptbahnhof zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 32-jährigen wohnsitzlosen Türken und einer 27-jährigen Mitarbeiterin. Im Verlauf eines zunächst verbalen Streits soll der Mann ein Tablet nach der Angestellten geworfen und sie am Oberarm getroffen haben. Die Frau blieb unverletzt und benötigte keine medizinische Versorgung.Bundespolizisten nahmen den Mann vor Ort fest und brachten ihn zur Dienststelle. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten rund 32 Gramm Cannabis. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München wurde der 32-Jährige am Folgetag einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Die Bundespolizei ermittelt unter anderem wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung sowie eines Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz.
Polizeihubschrauber mit Laser geblendet
In der Nacht auf Samstag (11. Juli) wurde die Besatzung eines Polizeihubschraubers der Bundespolizei gegen 1:30 Uhr während eines Einsatzes im Bereich Freising mit einem Laserstrahl geblendet. Die Hubschrauberbesatzung unterstützte zu diesem Zeitpunkt die Suche nach einer Person im Gleisbereich, als das Luftfahrzeug aus bislang unbekannter Richtung mit einem Laser angeleuchtet wurde. Der Pilot leitete sofort ein Ausweichmanöver ein.Der Laserstrahl drang nicht in die Kabine ein. Die drei Besatzungsmitglieder blieben unverletzt und konnten ihren Einsatz fortsetzen. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.
Nothalt wegen vergessenen Gepäcks ausgelöst
Am Samstagmorgen (11. Juli) gegen 8:00 Uhr zog ein 29-jähriger Italiener im Regionalexpress RE2 auf der Strecke von München nach Landshut die Notbremse, nachdem der Zug den Hauptbahnhof bereits verlassen hatte. Gegenüber dem Zugpersonal gab der Mann an, seinen E-Scooter sowie einen Koffer am Bahnsteig vergessen zu haben. Der Zug kam daraufhin im Bahnhof München-Moosach zum Stehen. Während der Mann zum Hauptbahnhof zurückkehrte, konnten zivile Einsatzkräfte der Bundespolizei die zurückgelassenen Gegenstände am Bahnsteig auffinden und observieren. Bei seiner Rückkehr nahmen die Beamten den 29-Jährigen vorläufig fest. Durch den unberechtigten Nothalt verspätete sich der Zug um insgesamt 57 Minuten. Weitere Auswirkungen auf den Bahnverkehr entstanden nicht. Ein Atemalkoholtest ergab rund 0,8 Promille. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann entlassen. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Mit Haftbefehl gesucht - Festnahme am Hauptbahnhof
Am Sonntagmittag (12. Juli) kontrollierte eine Streife der Bundespolizei einen 40-jährigen Ukrainer im Münchner Hauptbahnhof. Dabei stellten die Beamten fest, dass gegen den Mann ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main wegen Körperverletzung vorlag. Da der 40-Jährige die geforderte Geldstrafe in Höhe von insgesamt 2.344,50 Euro nicht bezahlen konnte, wurde er festgenommen und zur Verbüßung einer 37-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim eingeliefert. Zudem eröffneten die Beamten dem Mann einen weiteren Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Weiden wegen Erschleichens von Leistungen.
Zeugen nach exhibitionistischer Handlung gesucht
Am Sonntagabend (12. Juli) gegen 20:30 Uhr wurde die Bundespolizei über eine exhibitionistische Handlung im Münchner Hauptbahnhof informiert. Nach bisherigen Erkenntnissen manipulierte ein 91-jähriger wohnsitzloser Deutscher auf einer Sitzgruppe am Mittelbahnsteig der S-Bahn mehrfach an seinem entblößten Geschlechtsteil. Eine bislang unbekannte Frau beobachtete den Vorfall. Sie befand sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte jedoch nicht mehr vor Ort. Die Videosichtung bestätigte den Sachverhalt. Der Mann wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß entlassen. Er war bereits zuvor wegen gleichgelagerter Delikte polizeilich in Erscheinung getreten.Die Bundespolizei bittet die bislang unbekannte Geschädigte sowie weitere Zeugen des Vorfalls, sich unter der Telefonnummer 089 / 515550-0 bei der Bundespolizeiinspektion München zu melden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Bundespolizeidirektion München vom 13.07.2026 gegen 09:30 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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