Polizei-News Kassel, 30.06.26: 2. Folgemeldung zur Öffentlichkeitsfahndung nach Tötungsdelikt in Kassel-Waldau - Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Die Polizei informiert über ein aktuelles Gewaltdelikt in Kassel. Was ist bisher bekannt?

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Mord für das Presseportal Bild: Adobe Stock / pattilabelle

Gemeinsame Presseveröffentlichung der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen

(Bitte beachten Sie auch die unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6303816 und https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6305071 veröffentlichten Pressemitteilungen).

Kassel-Waldau:

Nachdem am heutigen Dienstagmorgen ein Tatverdächtiger nach einem Tötungsdelikt und einer Öffentlichkeitsfahndung in einer Kleingartenanlage in Kassel-Waldau festgenommen wurde, ist er inzwischen einem Haftrichter vorgeführt worden. Dieser ordnete gegen den 18-Jährigen aus Kassel mit deutscher Staatsangehörigkeit die Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr und Schwere der Tat an. Er muss sich bezüglich dieser Tat wegen eines vollendeten Tötungsdelikts verantworten.

Der 18-jährige Mann ist dringend tatverdächtig, seinen 21 Jahre alten Bruder in einer Wohnung in Waldau gewaltsam getötet zu haben. Der Leichnam des Opfers war in der Nacht zum Sonntag in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Waldau von der Polizei gefunden worden, nachdem sich einige Stunden zuvor Angehörige gemeldet und ihn wegen ausbleibenden Kontaktes vermisst gemeldet hatten. Die Auffindesituation des Verstorbenen sprach bereits eindeutig für ein Fremdverschulden. Die Obduktion bestätigte dies. Demnach muss davon ausgegangen werden, dass der 21-Jährige durch stumpfe Gewalt mit einem noch unbekannten Tatwerkzeug getötet wurde. Die umfangreichen Ermittlungen der Kasseler Kripo ergaben bereits frühzeitig einen Verdacht gegen den Bruder des Opfers, der seit Sonntag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kassel mit einer Öffentlichkeitsfahndung gesucht wurde.

Am heutigen Morgen konnte der gesuchte 18-Jährige schließlich von der Polizei in einer Kleingartenanlage in Waldau festgenommen werden. Zuvor hatte es eine Großfahndung unter Beteiligung von Spezialkräften und einem Polizeihubschrauber in diesem Bereich gegeben, nachdem der 18-jährige Tatverdächtige in der Nacht gegen 3 Uhr auf dem Gartengelände auf einen 19-jährigen Mann, der sich zu dieser Zeit in einer Gartenlaube aufgehalten hatte, geschossen hatte. Das verletzte Opfer aus Kassel konnte sich anschließend in Sicherheit flüchten und wurde vorübergehend in einem Krankenhaus behandelt.

Im Anschluss fand die Polizei in einer anderen Gartenlaube auf dem Gelände einen weiteren Mann mit schweren Verletzungen auf. Nach erstem Ermittlungsstand hatte der 18-Jährige kurz vor seiner Festnahme in der Hütte unvermittelt auf den 30-Jährigen, mit dem er offenbar nicht bekannt war, geschossen und ihn dabei schwer verletzt. Lebensgefahr soll für den Mann, der keinen festen Wohnsitz hat, nach bisherigen Erkenntnissen nicht bestehen. Die Kleingartenanlage war für die Spurensicherung und die weiteren polizeilichen Maßnahmen bis in die Mittagsstunden abgesperrt. Die genauen Hintergründe und die Abläufe der beiden weiteren Taten sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Aktuell wird in beiden Fällen wegen des Verdachts des versuchten Tötungsdelikts und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Nordhessen vom 30.06.2026 gegen 15:36 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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