Polizeieinsatz Dachau, 24.04.2026: Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach mehreren Raubdelikten

In Stadtgebiet München und Unterschleißheim werden Zeugen für mehrere Fälle von Freitag, dem 24.04.2026 gesucht. Haben Sie etwas mitbekommen?

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Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa

Für Stadtgebiet München, Nymphenburg, Unterschleißheim, Maxvorstadt, Ismaning, Perlach und weitere Orte hat die Polizei aktuelle Meldungen veröffentlicht. In diesen heißt es:

Stadtgebiet München: Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach mehreren Raubdelikten

Seit Anfang April 2026 kam es in München zu insgesamt drei Raubdelikten an Seniorinnen auf öffentlichen Straßen. Bei den Taten rissen die unbekannten Täter den Opfern jeweils unvermittelt Goldschmuck (Halsketten und Armbänder) vom Körper und flüchteten anschließend.

Die Frauen wurden bei den Taten zum Teil leicht verletzt.

Insgesamt wurde Goldschmuck im Wert von vielen hundert Euro entwendet.

Die jeweils eingeleiteten Fahndungen ergaben keine Hinweise auf die Täter.

Durch Ermittlungen des zuständigen Kommissariats 21 konnten schließlich zwei 26-jährige Tatverdächtige, mit Wohnsitzen in München und im Landkreis Dachau, ermittelt werden.

Am Dienstag, 21.04.2026, wurden die Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts München für die Wohnsitze der beiden Tatverdächtigen vollstreckt. Im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen wurden unterschiedliche Gegenstände, die mit verschiedenen Eigentumsdelikten in Zusammenhang stehen könnten, aufgefunden und beschlagnahmt.

Die beiden Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen und am Mittwoch, 22.04.2026, erließ eine Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts München Haftbefehle gegen beide Tatverdächtige, die gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurden.

Die Ermittlungen führt weiter das Kommissariat 21.

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können oder selbst Geschädigte ähnlicher Taten sind, welche noch nicht zur Anzeige gebracht wurden, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Nymphenburg: Staatsschutzrelevantes Delikt

Am Donnerstag, 23.04.2026, gegen 18:15 Uhr, befanden sich zwei Kinder im Alter von 12 Jahren mit deutsch-ghanaischer Staatsangehörigkeit und irakischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München sowie ein 15-Jähriger mit albanischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München im Bereich des Romanplatzes. Dort befand sich zu diesem Zeitpunkt auch eine 53-Jährige mit deutscher Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Da sich die 53-Jährige durch die Anwesenheit der Kinder gestört fühlte, entwickelte sich ein Streitgespräch mit den beiden 12-Jährigen und dem 15-Jährigen.

Während des Streits beleidigte die 53-Jährige den 12-Jährigen mit deutsch-ghanaischer Staatsangehörigkeit rassistisch. Außerdem zeigte sie eine verbotene Grußformel, die im Kontext zum Nationalsozialismus steht. Dies konnte von Passanten wahrgenommen werden. Aus diesem Grund wurde der Notruf der Polizei über diesen Vorfall informiert.

Durch hinzugerufene Polizeibeamte konnte die 53-Jährige angetroffen und kontrolliert werden. Sie wurde wegen des Verwendens von verfassungswidrigen Organisationen, Volksverhetzung und verhetzender Beleidigung angezeigt.

Die weiteren Ermittlungen übernimmt das Kriminalfachdezernat 4.

Unterschleißheim: Organisierter Callcenterbetrug - sog. Schockanruf durch falschen Arzt

Am Donnerstag, 23.04.2026, gegen 18:30 Uhr, erhielt eine über 70-jährige Rentnerin mit Wohnsitz in Unterschleißheim einen Anruf von einer angeblichen Ärztin des Klinikums Großhadern. Die Täterin teilte der Seniorin mit, dass bei ihrer Tochter Krebs diagnostiziert worden sei und für die anstehende Behandlung Geld benötigt werden würde. Dies wurde der Seniorin sowohl von einem angeblichen weiteren Arzt als auch von einer dritten Person, die vorgab, ihre Tochter zu sein, bestätigt.

Kurze Zeit später übergab die Seniorin an ihrer Wohnadresse einen niedrigen fünfstelligen Betrag an Bargeld an einen unbekannten Abholer. Als die über 70-Jährige den Betrug wenige Stunden später bemerkte, verständigte sie den Polizeinotruf 110.

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden:

Männlich, ca. 175 cm, normale Statur, ca. 30 Jahre alt, kurze schwarze Haare, mitteleuropäisches Erscheinungsbild, trug Sportschuhe, hellblaue Jeans, weißes T-Shirt

Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Andreas-Danzer-Weg, Furtweg, Am Weiher, Fastlingerring, Ludwig-Thoma-Straße (Unterschleißheim) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis der Münchner Polizei: Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (z. B. Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärzte aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!

*Grundsätzlich verlangen Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften/Gerichte niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.

*Geben Sie keine vertraulichen Informationen heraus und versuchen Sie die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.

*Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!

*Wählen Sie im Zweifel immer die Notrufnummer 110, wir sind jederzeit für Sie erreichbar!

Maxvorstadt: Festnahme eines Tatverdächtigen nach Sachbeschädigung durch Graffiti am US-Generalkonsulat

Am Donnerstag, 23.04.2026, gegen 17:10 Uhr, ging ein 24-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München zum Besuchereingang des US-Generalkonsulates und beschmierte diesen Bereich großflächig mit einem unleserlichen Schriftzug in roter Farbe (ca. 3x5 Meter).

Beamte der Münchner Polizei, die am Generalkonsulat Schutzaufgaben durchführten, konnten den 24-Jährigen unmittelbar nach der Tat in der Nähe festnehmen.

Er wurde zu einer Polizeiinspektion gebracht und wegen der Sachbeschädigung angezeigt. Dazu wurde eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt. Danach wurde er wieder entlassen.

Eine Schadenshöhe konnte noch nicht abgeschätzt werden.

Die Ermittlungen hat das Kriminalfachdezernat 4 übernommen.

Nach den ersten vorläufigen Erkenntnissen könnte die Tat im Kontext mit einem Protest gegen die US-Regierung wegen des Krieges gegen den Iran stehen.

Ismaning: Festnahme eines Tatverdächtigen nach einem Raubdelikt

Am Mittwoch, 22.04.2026, gegen 15:20 Uhr, wurde ein 54-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München von einem zu dem Zeitpunkt noch unbekannten männlichen Täter im Schlosspark angesprochen und aufgefordert Bargeld auszuhändigen. Im nächsten Moment entriss der Täter den mitgeführten Rucksack des 54-Jährigen und flüchtete zu Fuß. Bei der Tathandlung stürzte der 54-Jährige zu Boden und wurde leicht verletzt.

Ein Zeuge, welcher auf die Situation aufmerksam wurde, verständigte umgehend den Notruf der Polizei.

Auf die Hilferufe des 54-Jährigen wurden zudem zwei Passantinnen (eine 22-Jährige und eine 49-Jährige, beide mit Wohnsitzen im Landkreis München) aufmerksam, welche sehr couragiert die Verfolgung des Täters aufnahmen. Die Zeuginnen trugen dadurch entscheidend dazu bei, dass der Täter kurze Zeit später von Polizeikräften im Nahbereich festgenommen werden konnte.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 17-jährigen Italiener mit Wohnsitz in München. Bei ihm konnte der erbeutete Rucksack samt Inhalt aufgefunden werden. Im Rucksack befand sich unter anderem ein dreistelliger Bargeldbetrag.

Nach Abschluss der durchgeführten polizeilichen Maßnahmen wurde er der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt, wo durch den Ermittlungsrichter ein Haftbefehl gegen den 17-Jährigen erlassen wurde.

Das Kommissariat 21 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Perlach: Verkehrsunfall zwischen E-Scooter und Fahrrad - drei Personen verletzt

Am Donnerstag, 23.04.2026, gegen 17:30 Uhr, befuhren ein 15-Jähriger mit deutsch-türkischer Staatsangehörigkeit und ein 14-Jähriger mit deutsch-marokkanischer Staatsangehörigkeit, beide mit Wohnsitzen in München, gemeinsam auf einem E-Scooter den Gehweg der Ottobrunner Straße in stadtauswärtige Richtung. Zeitgleich befuhr eine 6-Jährige mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München mit einem Fahrrad den Gehweg in entgegengesetzte Richtung. Auf Höhe der Hausnummer 136 kollidierte der E-Scooter mit dem Fahrrad.

Dabei stürzten alle Beteiligten zu Boden und wurden verletzt. Sie bedurften vor Ort keiner medizinischen Behandlung.

Die beiden Fahrzeuge wurden leicht beschädigt.

Die Münchner Verkehrspolizei übernimmt die weiteren Ermittlungen.

Hinweise der Münchner Verkehrspolizei: Alleinnutzung E-Scooter dürfen nur von einer Person benutzt werden. Bei der Benutzung von mehreren Personen wird das Bremsen, Lenken und Abbiegen aufgrund der Fahrphysik des E-Scooters zur Herausforderung und ein sicheres Fahren ist nicht mehr möglich. Wer sich nicht an diese Vorgabe hält, handelt ordnungswidrig.

Fahrbahnbenutzung Elektrokleinstfahrzeuge müssen den Radweg benutzen. Ist kein Radweg vorhanden müssen sie die Fahrbahn nutzen. Der Gehweg ist tabu! E-Scooter dürfen nicht nebeneinander fahren! Wer mit einem E-Scooter abbiegt, muss vorhandene Fahrtrichtungsanzeiger benutzen oder wie beim Fahrradfahren Handzeichen geben. Beim Abstellen muss darauf geachtet werden, dass ordnungsgemäß geparkt und niemand behindert wird. Weiter sind Informationen der Kommunen und Anbieter über die Abstellmöglichkeiten zu beachten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums München. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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